Verena Frühjahr 2017

Nach einem kurzen Blick in den Spiegel (Schuhe in der richtigen Reihenfolge? Hab ich was angezogen und wenn ja – gibt das bei Mitmenschen Augenkrebs oder epileptische Anfälle?)…aus Arschlochhund

… das mit dem epileptischen Anfällen kann man leider bei einigen Modellen der aktuellen Verena Stricken nicht behaupten. Bereits das Titelmodell ist durch die Verwendung drei verschiedener Verlaufsgarne (Lang Yarns „Mille Colori Baby“) so unruhig, dass das wunderschöne Fair-Isle-Muster kaum zur Wirkung kommt.

Danièle Dietrich, über die auch das Designerporträt in dieser Ausgabe berichtet, hat diesen Umhang entworfen:


Er gefällt mir sehr gut, allerdings würde ich im Leben keine 64 Quadrate zusammennähen.

Hier noch ein paar weiter Eindrücke aus der Abteilung „Hauptsache bunt“:

Dieser Pullover erinnert mich fatal an ein Modell für Kleinkinder, den ich Anfang der 90er Jahre mal meiner Tochter stricken wollte. Aber wegen der damals allgemein und auch bei mir einsetzenden Strückmüdigkeit kam es dazu nie mehr. Sollte ich die Anleitung mal wieder finden, zeige ich sie euch hier.

Es folgt dann ein langer Bericht über 20 Handfärberinnen für Paul Pascuali, fünf davon werden auch in einem eigenen Porträt vorgestellt, nämlich Bojos Wolltraum, Fiberpassion, Westerwälder Wollschmiede, Wollfeuerwerk und Buttjebeyy.

Dann kommt eine ganze Reihe, die dem Raglan gewidmet ist. Erfreulicherweise werden tatsächlich alle Möglichkeiten (Raglan von oben und unten, in Runden oder mit Seitennaht) vorgestellt. Aber mal ehrlich, tut es Not, den gleichen Pullover jeweils zwei Mal zu zeigen, nur weil er einmal von oben und einmal von unten gestrickt wurde?

Wer sich darüber wundert, warum offenbar die Designer alle auf so ähnliche Ideen kamen, sei gesagt, dass durchwegs ALLE Raglanpullover von U. & M. Marxner entworfen wurden. Gibts keine anderen Designer, die Raglan beherrschen?

Die Kolumne hat auch gelitten, wie ich finde. Ich weiß nicht genau, warum Anja Belle in ihrem Beitrag „Ein Hoch auf die Foren“ bei mir einen schalen Beigeschmack hinterlässt, aber ihr Abriss der verschiedenen Forentypen ist irgendwie nicht geprägt von Humor, sondern liest sich verbittert. Schade drum.

Die nächste Strcke ist dem Thema „Pastell“ gewidmet. Leider gucken die Seiten irgendwie so aus, als wären sie aus der Sabrina und nicht aus der Verena:

Lustige Idee, aber ich würde mir den Dekoschal bestimmt beim Essen ansabbern.

„Spitzenklasse“ nennt sich der nächste Teil, dort sieht man solche Modelle:

Und Last but not least noch „A-Linien“:

Was an dem linken Modell „Kittelschürze“ allerdings A-Linien-Förmig wirken soll, ist mir schleierhaft:

Alles in allem kein Heft, das ich mir gekauft hätte, hätte ich es nicht abonniert.

Rowan Magazine Number 61

Das Rowan Knitting & Crochet Magazin Number 61 hat mich erreicht.

Es steht ganz unter dem Motto „Beach“, vorwiegend dominieren blau-, grau- und beigetöne. Technisch gesehen ist alles dabei, glatt rechts, Zöpfe, Lace und auch Fair Isle. Bestrickt werden können Frauen, Männer und Kinder beiderlei Geschlechts und zwar mit Jacken, Pullovern, Schals, Tüchern, Decken, sozusagen einmal quer durch die Stricklandschaft.

Bala von Lisa Richardson
Kali von Marie Wallin
Urchin von Tanja Steinbach
Clovelly von Martin Storey
Lantic von Sarah Hatton
Bommie von Martin Storey

Im Designer-Profil wird Dee Hardwicke vorgestellt.

Alles in allem ein solides Heft mit zeitlosen Designs, von denen allerdings keines Schnappatmung verursacht.

Frühjahrsgefühle

Das Frühjahr macht alles neu und so auch diese Website. Lange war hier alles Virenverseucht und daher war die Seite nicht erreichbar, aber nun habe ich einfach alles neu aufgesetzt und hoffe, das nächste Mal verschont zu werden. Die alten Beiträge werde ich auch wieder Stück für Stück hier einstellen.

Gleichzeitig habe ich auch wieder intensiv begonnen, zu stricken. Eine Trachtenjacke ist gerade am Entstehen, inspiriert von einer Anleitung aus dem Schachenmayr inspiration „Oktoberfest“.


Ich stricke sie aus Merino+ von Lang Yarns in einem zeitlosen Förstergrün.

Natürlich habe ich dieses Projekt auch auf Ravelry eingepflegt.

The Knitter Issue 100

Wie ich letztens schon berichtete, habe ich mich am Bahnhof Nürnberg mit ausländischen Strickzeitschriften eingedeckt. Unter anderem waren da The Knitter, Issue 100 dabei.

Die dort vorgestellten Modelle sind wirklich alle nachstrickbar und teilweise gefallen sie mir ausgesprochen gut.

img_0916
Diese Jacke, gestrickt aus Baumwolle, erinnert mich an meinen Pullover, der tatsächlich schon fertig ist, er wartet auf den Fototermin. Sogar die Lauflänge ist sehr ähnlich.

img_0919

img_0920
Vom Muster her ist dieser Pullover ähnlich wie der von mir mal gestrickte. Den Pullover habe ich übrigens nicht mehr, ich habe ihn aus Merinowolle gestrickt und er leierte sehr, sehr aus.

img_0921

img_0923

img_0924

img_0925
Die vielen, vielen Perlchen halten zwar auf, aber sie sind das I-Tüpfelchen auf dieser Jacke.

img_0926

img_0929

img_0931

img_0932
Die Kissen würden sich hervorragend für die Double-Face-Technik eigenen. Warum sich bei der Fair-Isle-Technik hier manche rechte Maschen so komisch ziehen, liegt vermutlich daran, dass auf der Rückseite die Gegenfarbe fixiert wurde. Vielleicht tritt das bei der „Continental Methode“ nnicht auf, über die wird nämlich auch berichtet.
img_0930

Toll finde ich auch, dass sogar auf Ravelry verfügbare Anleitungen vorgestellt werden:
image

Es gibt noch einen Bericht über Rowan und ihr neuestes Magazin, das ich auch demnächst hier vorstellen werde
img_0927

Und hier ein Einblick darin, was in anderen Ländern für Kreativwochenenden ausgegeben wird:
img_0933

Mit dabei als Sonderzugabe war noch ein Heft „The Knitter Favourites“, das ich auch bald hier vorstellen werde.

Designer Knitting bzw. Vogue Knitting Early Autumn 2016

Vergangene Woche war auf meiner Reise durch die Republik der Nürnberger Hauptbahnhof eine Durchgangsstation und dank gutem Zeitmanagements und pünktlichen Verbindungen hatte ich dort noch Zeit, mich beim dortigen Fachhändler mit ausländischen Strickzeitschriften einzudecken. Und diese werde ich euch hier auch vorstellen. Der Reigen beginnt mit Designer Knitting bzw. Vogue Knitting vom Frühherbst 2016. Aus rechtlichen Gründen wird die amerikanische Vogue Knitting in Europa unter dem Namen Designer Knitting vertrieben, die Inhalte sind allerdigs identisch.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Titelblatt Jacqueline van Dillen
Designer Knitting Early Autumn 2016 Titelblatt Jacqueline van Dillen

Das auf dem Titelbild sichtbare Modell #1 Cabled Cowl ist von Jacqueline von Dillen, ein Cowl (Rundschal) mit einem aufwändigem, keltisch anmutendem Muster aus feinstem Kaschmirgarn.

Südamerika ist das immer wieder auftretende Thema dieses Heftes, so werden Garne aus Peru vorgestellt und eine Reisebericht über dieses Land vermittelt mit eindrucksvollen Fotos einen , ein Interview mit dem brasilianishen Designer Felipe Cavalheiro gibt Einblicke in sein Leben

Felipe Cavalheiro
Felipe Cavalheiro

Detail Design Felipe Cavalheiro
Detail Design Felipe Cavalheiro

Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben. Eleonor Roosevelt

Natürlich gibt es auch noch andere Themen, die behandelt werden, beispielsweise gibt es auch einen Bericht mit der treffenden Überschrift „Learn by Doing“ über eine junge Amerikanerin, die in Bulgarien über das Stricken trotz unterschiedlicher Sprachen einen Austausch erlebte und vieles mehr.

Nun stelle ich euch noch weitere Modelle dieser Ausgabe vor:
Nummer 2 wurde kreiert von Anne Jones, eine interessante Stola, deren kreisrunden Elemente an den Beginn von kunstgestrickten kreisrunden Tischdecken erinnert.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Anne Jones
Designer Knitting Early Autumn 2016 Anne Jones

Modell 3 mit wundervollen Zöpfen wurde von Melissa Leapman entworfen. Ich persönlich wurde ja bei einem Stück aus Merino-Wolle und mit hohem Kragen Ärmel daran stricken, allerdings ist die Idee, das Stück im Winter unter einer Jacke zu tragen auch nicht schlecht für den Casual Business Look.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Leapman
Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Leapman

Nummer 4 von Jan Hurwitz erinnert mich an die schon in der Verena vorgestellten Rechtecke, nur dass hier noch ein richtig dickes Garn verwendet wurde. Ich finde ja, dass es wirklich kuschelig aussieht, bin mir aber nicht sicher, ob es auch wirklich so bequem zu tragen ist oder ob das Eigengewicht, immerhin zwischen 700 und 800 Gramm, das Cape nicht dazu verführt, der Erdanziehung nachzugeben und man dauernd am Zuppeln ist.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Jan Hurwitz
Designer Knitting Early Autumn 2016 Jan Hurwitz

Jacqueline van Dillen hat auch Nummer 5, einen Schal entworfen

Designer Knitting Early Autumn 2016 Jacqueline van Dillen
Designer Knitting Early Autumn 2016 Jacqueline van Dillen

Sandi Prosser hat eine Wolldecke mit aufwändigem Blattmuster entworfen, das mich spontan an den Mantel Sylvie erinnert hat.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Sandi Prosser
Designer Knitting Early Autumn 2016 Sandi Prosser

Es wird dann die Designerin Xandy Peters vorgestellt, deren Design den Titel der amerikanischen Ausgabe ziert.

Dann gibt es mehrere Anleitungen, die sich mit Passformen von Strickstücken beschäftigen, als da wären der V-Ausschnitt von Annabelle Speer, eine Langjacke von Jeannie Chin,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Rosemary Drysdale
Designer Knitting Early Autumn 2016 Rosemary Drysdale

ein bequemer Pullover von Rosemary Drysdale mit einem Rundhalsausschnitt,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Rebecca Kevelson
Designer Knitting Early Autumn 2016 Rebecca Kevelson

eine Weste von Rebecca Kevelson,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Amy Micallef
Designer Knitting Early Autumn 2016 Amy Micallef

ein Pullunder von Any Micallef,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Mcgill
Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Mcgill

und einen kuscheligen Rollkragenpullover, designed von Melissa McGill.

Nun kommen die Farbenfrohesten Modelle, es sind Mützen im „Inka-Stil“:

Designer Knitting Early Autumn 2016 Deborah Newton
Designer Knitting Early Autumn 2016 Deborah Newton

Designer Knitting Early Autumn 2016 Kathy Merrick
Designer Knitting Early Autumn 2016 Kathy Merrick

Kathy Merrick ist die Designerin dieser Mütze.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Kate Gagnon Osborn
Designer Knitting Early Autumn 2016 Kate Gagnon Osborn

In etwas gedeckteren Farben interpretierte es Kate Gagnon Osborn

Designer Knitting Early Autumn 2016 Norah Gaughan
Designer Knitting Early Autumn 2016 Norah Gaughan

Wer glaubt, Mützen im Inka-Stil müssten immer bunt sein, wird von Norah Gaughan eines besseren belehrt.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Laura Zukaite
Designer Knitting Early Autumn 2016 Laura Zukaite

Bei dem Modell von Laura Zukaite sieht man förmlich das Alpaka hinterherlaufen.

Es folgt ein Artikel über Faina Goberstein, die einen Cowl mit Hebemaschen entworfen hat.

Und am Ende gibt es vier Modelle in edlem Grau von Patty Lyons und Theresa Schabes

Designer Knitting Early Autumn 2016 Patty Lyons und Theresa Schabes
Designer Knitting Early Autumn 2016 Patty Lyons und Theresa Schabes

Designer Knitting Early Autumn 2016 Yoko Hatta und Mari Lynn Patrick
Designer Knitting Early Autumn 2016 Yoko Hatta und Mari Lynn Patrick

und von Yoko Hatta und von Mari Lynn Patrick.

Fazit: Keins der Modelle haut mich jetzt so um, dass ich unmittelbar zu den Nadeln greifen möchte, aber es sind solide und zeitlose Modelle, so dass sich der Kauf des Heftes durchaus lohnt.

Verena Stricken Herbst 2016 Teil 2

Bereits in diesem Blogbeitrag habe ich begonnen, über den Inhalt der aktuellen Verena Stricken Zeitschrift zu schreiben. Nun geht es weiter.

Eine der Modellstrecken steht unter dem Motto „Boho-Romantik“. Sofort positiv ins Auge gestochen ist mir dabei das Modell von Daniela Johannsenova, der Inhaberin des Ladens Maschenkunst in Köln. Verwendet hat sie sowohl ein Garn der Firma Austermann* und Rowan*. Das Garnpaket gibt es auch als Komplettpaket direkt im Maschenkunst-Online-Shop zu erwerben.

Was man in der Zeitschrift leider nicht sieht, wohl aber auf der auf Ravelry verlinkten Anleitungsseite sind die Kellerfalten im Rückenbereich.

image

Beeindruckend ist auch der Mantel „Loria“ der Designerin Sabine Berlipp. Hier hätte mich auch die Rückenansicht sehr interessiert, aber in diesem Fall hilft nicht mal die Anleitungsseite auf Ravelry weiter. Schade. Das Material, zwei Sorten der Firma Debbie Bliss* machen das Gesamtwerk mit Materialakosten von in etwa 225,00 € nicht gerade zu einem kostengünstigen Projekt, aber es lassen sich sicherich auch preiswertere Garne dafür einsetzen.

image

Interessante Applikationen und ein kesser Armausschnitt machen dieses Modell von Brigitte Ried zu einem Hingucker. Gestrickt ist es aus Alpaca Superlight 0016 hellgrün*, wobei dann die Farbdarstellung der Verena schon sehr von den sonstigen Darstellungen dieser Farbe im Netz abweicht.

image

Ebenfalls Applikationen weist der Pullover von Evelyn Hase auf, wofür sie Monika Design Yarns verwendet hat.

image

Dieses Stück aus der gleichen Serie finde ich hingegen dermaßen altbacken, dass ich es sogar noch für meine 87jährige Mutter stricken würde:
image

Ein schönes Zwischendurchprojekt sind diese Stulpen:
image

Stark an eine Bettjacke erinnert mich diese Strickjacke:
image

Dann wird die Designerin Karen Noe vorgestellt, die auch ein exklusives Design mitgebracht hat, nämlich diese wirklich sehr schöne Strickjacke:
image image

Vorgestellt wird auch Paul Pascuali von Pascuali-Wolle, neben dem ich schon meinen Stand auf der Berlin knits in 2015 hatte, der auch in 2015 in Leipzig dabei war und der auch letztes Jahr beim Wollfest Regensburg dabei.
image

Grundsätzlich fällt auf, dass wirklich viele Modelle aus Alpakawolle bzw. aus Mischungen, in denen Alpakawolle enthalten ist, gestrickt wurden.

Weiter gehts in der Reihe „Flexible Stylingpartner“. Es ging darum, Accessoires zu entwerfen, die mehrfache Funktionen haben. Richtig überzeugend fand ich in dieser Serie dieses Stück, obwohl es nicht meinem Geschmack entspricht und ich es wohl auch nicht tragen würde:
image
Entworfen hat es wiederum Evelyn Hase, die dafür ein Garn der Firma ONLine.

Weniger einfallsreich finde ich diesen Poncho von Tanja Lay, gefertigt aus Garn von Ito*, der Materialwert liegt bei knapp 60,00 €.
image

Senfgelb, die Modefarbe dieses Herbstes, findet leider nur in dem Zubehör zu diesem auch eher unspekakulärem Accessoir Eingang in dieses Heft:
image image

Originell wiederum und auch gut tragbar finde ich dieses Schultercape, kreiert von Clara Lana, gestrickt aus Garn von Lang Yarns*
image

Dann noch ein irgendwie geschickt gefaltetes Rechteck:
image

Abschließend noch dieser vielseitige Schulterwärmer:
image

Der letzte Teil umfasst Kindermodelle. Aus kleinen Mädchen werden kleine Damen:
image image

Und auch für Jungen gibt es klassische Strickstücke:
image

Es gibt noch weitere Modelle, aber was mich ehrlich gesagt gestört hat, war bei einigen Stücken die offensichtlich grottenschlechte Verarbeitung:
image image
Seht ihr das große Loch links oben an der Känguruh-Tasche?

Und hier ist es noch schlimmer, betrachtet nur mal den von euch aus gesehen linken Stern:
image image
Ich finde, das zieht die Qualität dieser Verena Stricken ziemlich herunter.

Fazit: Wenn man bedenkt, dass man für den gleichen Preis dieser Verena teilweise im Netz nur eine einzige Anleitung erwerben kann, ist es ein guter Kauf.

Verena Stricken Herbst 2016 Teil 1

Seit Tichiro nicht mehr bloggt, fehlt es an Vorstellungen von Strickzeitschriften. Da ich sowieso viele davon kaufe, werde ich sie euch hier vorstellen. Derzeit überlege ich, ob sich ein Abonnement der ein oder anderen Zeitschrift lohnt, habt ihr denn welche abonniert und wenn ja, welche?

image

Die größte Offenbarung ist die Stille. Laotse

image
Eine komplette Vorschau aller Modelle findet man unter dem Link von Verena stricken.

Das Titelmodell zeigt, dass Farbverlaufsgarne weiter im Trend sind. Hier wurde die Qualität Lang Yarns Merino+Color Farbverlaufsgarn* von der Designerin Clara Lana verstrickt. Das Stück ist auch schon in die Datenbank von Ravelry eingepflegt. Mir persönlich ist das Stück zu unruhig, aber das Muster des Oberteils würde sich gut für die Doubleface-Technik eignen, insbesondere auch mit den zwei verschiedenfarbigen Farbverlaufsgarnen.

image

Auf der gegenüberliegenden Seite findet sich ein Schultertuch von Claudia Finlay, auch schon bei Ravelry eingepflegt, allerdings fehlt die Verknüpfung zum Dateinbankeintrag der Zeitschrift, da fühlt sich der kleine Monk in mir unwohl. Aber es stört mich nicht so, dass ich mich nun damit beschäftigen würde, wie man das denn da in die Datenbank eingepflegt bekommt (da habe ich beim Hinschauen einen Fehler gemacht, das Tuch ist nämlich durchaus in der Datenbank, Anyarnja hat mich darauf aufmerksam gemacht, danke dafür). Aber ich schweife ab. Das Tuch auf der gegenüberliegenden Seite erinnerte mich von der Farbgebung an ein eigenes Projekt von mir. Vergleicht selber:

image

cape-seite_medium2

Verwendet wurden verschiedene Garne der Firma Lanamania*

Mit dabei in der Serie „Mustermix“ ist auch ein Tuch von Utlinde Gradowski, natürlich aus Garnen von Filatura di Crosa*, wobei man die Qualität Misti
Alpaca handpaint Lace vermutlich ab September kostengünstiger durch ein Garn von Fairalpaka ersetzen können wird.

Meinen Geschmack trifft das Tuch überhaupt nicht, es erinnert mich stark an Papagei. Aber Utlinde ist die uneingeschränkte Queen der Lacetücher und Kurse mit ihr können auch wieder auf dem Wollfest und 8. GRM im Hohenloher Freilandmuseum gebucht werden.

image

Gut gefallen mir aus dieser Serie diese Pullover:
image
Designer U. & M. Marxer, gestrickt aus Wolle der Ingolstädter Firma Lana Grossa Lace Seta*

image
Designer auch wieder Clara Lana, Wolle auch wieder von Lang Yarns*

Hier hätte ich nur den Lace-Rand an der unteren Kante nicht gemacht:
image
Design von Jaqueline von Dillen, verwendet hat sie Lana Grossa*

Zusammenfassend fällt mir allerdindgs aus, dass ausnahmslos ALLE Modelle der Serie „Mustermix“ immer auch einen Farbenmix enthalten, es ist dort nicht ein einfarbiges Stück enthalten.

Aus der Reihe „Einfach zeitlos“ finde ich dieses Modell spannend:
image
Entworfen haben ihn auch wieder U. & M. Marxner aus einem Garn von Junghans Wolle

Auf den ersten Blick gefiel mir auch dieses Modell sehr gut, es ist von den gleichen Designern, aus einem Garn von Online Wolle in Briochetechnik, die früher zweifarbiges Patentmuster hieß, gestrickt.
image

Auf den zweiten Blick fand ich aber die Seitenschlitze an dem Modell sehr – ähm – gewöhnungsbedürftig:
image

Ebenfalls Schlitze im unteren Bündchenbereich hat dieses Modell von Brigitte Ried, dort finde ich sie aber wesentlich günstiger platziert:
Modell aus Verena Stricken
Verwendet wurde hierfür ein Garn der Marke Baruffa. Ich habe von dieser Marke noch nie vorher gehört. Leider gibt es bei der Verena keine Alternativgarnliste wie in der Ausgabe von The Knitter Deutschland, aber Donna Rossa hat da erst einen sehr guten Blogartikel darüber verfasst.

Die Kolumne schreibt inzwischen Anja Belle, vielen wahrscheinlich unter Kalinumbas Blog bekannt. Die anderen Modelle werde ich in einem Teil 2 über diese Verena Stricken vorstellen.

The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 Teil 2

Das größte Geheinis des Glücks ist, mit sich selbst im Reinen zu sein. Bernard Le Bovier de Fontenelle

Bereits in diesem Artikel habe ich euch Teil 1 von The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 vorgestellt, nun geht es weiter mit Teil 2.

Vorgestellt wird Anne Resing als Designerin und Inhaberin des Ladens AR Königstein und es gibt den Poncho Daisy als Exklusivmodell von ihr, gestrickt aus AR Kaschmir Glamour, hier werden auch keine Alternativen vorgeschlagen.

image

Das nächste Modell eignet sich auch wieder hervorragend für die Doubleface-Technik, es sind die Handstulpen Oristano von Juliet Bernard, verwendet wurde Yarn Stories Fine Merino 4ply, hier gibt es aber wieder eine reiche Auswahl an in Deutschland leichter zu beziehenden Ersatzgarnen.

image

Das nächste Strickprojekt ist etwas, das ich garantiert nicht anfangen werde. Es ist ein kreisrundes Tuch Chrysantheme von Ruth Morris, es ist auch schon als Ravelry-Projekt angelegt. Das Material ist UK Alpaca Baby Alpaca Silk 4ply, aber auch hier gibt es, wie gewohnt, eine Liste von Alternativgarnen. Mir bisher unbekannt fällt dabei die Firma Miss Tricot Filati auf, ein italienischer Hersteller. Ein guter Ersatz, wenn auch nicht aufgeführt, wäre zweifelsohne auch Lanartus Baby Alpaca Lace. Mir fehlt aber die Geduld für solch ein Projekt.

image

Danach kommt ein im Vergleich zum vorigen Tuch winzigkleinem Schal, das Schaltuch Wheal von Anniken Allis. Verarbeitet wurde Kettle Yarn Co. Islington 4ply. Bei den Ersatzgarnen wird auch eins von Araucania* vorgeschlagen.

image

Es werden dann die Quadrate 5 und 6 der Patchworkdecke erklärt, ich gehe mal davon aus, dass ich die Quadrate 1 bis 4 klassisch verpasst habe. Und ich habe noch nicht mal ein Foto von der Decke, und jetzt ist es zu dunkel dafür.

Es gibt dann noch einen zweiseitigen Hinweis auf den Dortex Design Award und einen Bilderlehrgang für stufenlose Schulterschrägen.

Dann gibt es einen Baby-Pullover, wieder von Bergère de France.

image

Es gibt einen Bericht über Ashley Knowlton. Und von ihr gibt es den Herrenpullover Caradoc, gestrickt aus einem Garn von Excelana, das noch nicht mal bei Ravelry gelistet ist. Aber auch hier gibt es Garne in der Alternativliste.

image

Es gibt dann noch eine Anleitung für Socken mit dem Namen „Chestnut“ von Jane Burns.

image

Und last but not least gibt es einen Kurzarmpulli Kaja von Vár Gregerson aus Navia Duo, einem Garn von den Färöer Inseln. Aber auch hier gibt es natürlich genügend Vorschläge für Alternativgarne. Ich persönlich würde den Pullover nicht kurzärmelig machen, aber vielleicht friert man auf den Färöer-Inseln nicht so sehr an den Armen. Ansonsten ist das mein zweiter Favorit dieses Heftes.

image

Als Resümee bleibt festzustellen, dass ich die Kosten von 5,90 € für dieses Heft nicht bereue, die meisten Modelle gefallen mir oder aber geben mindestens Inspiration für eigene Abwandlungen.

The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 Teil 1

Alles ist komisch, solange es einem anderen passiert. Will Rogers

Die aktuelle Ausgabe von „The Knitter Deutschland“ zeigt einige interssante Modelle.

image

Das erste Modell ist der Pulloer Thirlmere von Sarah Hatton, gestrickt aus Patons Merino Extrafine Aran. Dank der in jedem The-Knitter-Heft vorhandenen Doppelseite „Alternativgarne“ hat man auch auf einen Blick acht verschiedene, in Deutschland leicht erhältliche Garne der Firmen Austermann, Debbie Bliss, ggh, Katia, Lana Grossa, Lang Yarns, Onine und Schoppel zur Auswahl.

image

Zurück zu dem Pullover: Das Muster finde ich wirklich ansprechend, allein die Passform erinnert leider ein bisschen an Müllsack.

image

Weiter geht’s mit dem Modell Cardigan Alderney von Martin Storey, gefertigt aus Rowan – alpaca colour Marble* und Rowan – alpaca colour Iron*. Dieses Garn ist in Deutschland leicht erhältlich, aber auch hier werden sechs weitere Alternativen angeboten. Mir bisher völlig unbekannt ist die Marke Mirasol Wolle Sulka Nina*, bei der als Bemerkung steht „Der Verkauf fördert ein soziales Projekt in Peru.“ Auf die Schnelle konnte ich nichts weiter darüber im Netz finden, aber ich bleibe dran und mache mich schlau, was daran tatsächlich wahr ist. Die Jacke würde sich in ihrem Muster durchaus auch als Doubeface-Projekt umsetzen lassen.

image

Das nächste Design ist der Pullover Loire von Bergère de France, dem Garnhersteller. Verwendet wird Bergere de France Eclair*, ein Mischgarn aus 74% Polyacryl, 14% Mohair 9% Wolle und 3% Lurex, eine wie ich finde sehr – ähm – exzentrische Mischung. Ich persönlich finde, dass irgendetwas mit Lurex nicht zu diesem Pullover passt, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

image

Selbst für diesen Pullover werden drei Ersatzgarne vorgeschlagen, allerdings allesamt ohne Lurex.

Als nächstes gibt es eine wunderschöne Übersicht über die Stricktrends dieses Jahr, die auf der h+h 2016 vorgestellt wuren:

image

Das nächste Modell hat zwei verschiedene Varianten, es ist die Tunika Failaise von Louisa Harding, natürlich gestrickt aus ihrem eigenen Garn Louisa Harding Trenzar*. Es gibt die Tunika in Langform (ich verbinde ja mit Tunika mehr Weite)

image

oder als Kurzform (da passt jetzt der Begriff Tunika noch weniger, wie ich finde)

image

Dann gibt es den Schulterwärmer Averil von Deborah Helmke. Die sieht auf dem Foto, das die Rückansicht zeigt, sehr merkwürdig aus. Mir fällt dazu am ehesten das Stichwort Witwenbuckel ein, tut mir leid. Gestrickt ist sie aus einem Rowan-Garn, als Ersatz kommt hier auch noch Garn von Filatura die Crosa neben weiteren Garnen in Betracht.

image

Das folgende Modell ist mein persönliches Highlight und war der Grund für den Kauf dieses Heftes. Es ist der Cardigan Høsten von Eline Oftedal, gefertigt aus Juniper Moon Farm Findley DK. Auch hier werden mehrere Alternativen vorgeschlagen, diesmal ist auch etwas von Schachenmayr dabei.

image

Damit der Beitrag nicht zu lange wird, mache ich hier mal eine Pause, Teil 2 folgt in Kürze.