The Knitter Deutschland 37/2018

Bereits im Beitrag Adventskalender habe ich berichtet, dass ich mir The Knitter Deutschland gekauft habe.

Im Gegensatz zur Verena Stricken 06/18 hat sie mich wesentlich mehr überzeugt.

Dieser Pullover hier beispielsweise ist sehr schön und trägt vermutlich nicht so sehr auf wie der vom Titelbild:

Strickkleider werden auch wieder modern (und auf rot springe ich fast immer an):

Bei Strickkleid muss ich gleich an dieses Foto hier denken, entstanden 1988:

Und rot mochte ich damals auch schon

Schade, dass ich damals meine fertigen Stricksachen nicht fotografiert habe, das sind die einzigen beiden Fotos von selbstgestricktem von mir.

Wie auch immer, weiter geht es mit dem Heft.

Diese Stola hat mich irgendwie an Maschenzauber von Tine Solheim

Es gibt ein wunderschönes Accessoire-Set in Fair Isle Technik, und der Cowl wird zweiseitig gestrickt, aber nicht in Double-Face-Technik

Letzte Woche waren wir beim Inder essen und zum Entrée gab es dort indisches Fladenbrot mit drei verschiedenen Saucen. Und beim Betrachten dieser beiden Strickstücke wurde ich prompt an die Farbzusammenstellung dieser drei indischen Saucen erinnert.

Ganz schrecklich, weil wie aus den 80ern, finde ich diesen Pullover hier

So, das wars von der Strickfront, allerdings habe ich noch zwei „Knit the cat“s, die ich euch bald vorstellen werde.

Aber zunächst geht es im nächsten Artikel um Gmundener Keramik, da waren wir heute nämlich auch. Und wir waren bei einem Specksteinofensetzer aus Österreich, darüber werde ich aber in dem entsprechenden Hausbaublog.

Adventskalender

Dieses Jahr in Dürrwies (ihr braucht nicht suchen, es gibt keinen Blogartikel darüber) haben die Oberpfälzer Stricklieseln beschlossen, dass einige von uns beim Adventskalenderspecial mitmachen. Das waren die Spielregeln:

Wie machen wir das?

  1. 24 x 10 g Sockenwollknäuelchen (es darf auch handgefärbte Wolle, aber zumindest Markenqualität sein) wickeln
  2. Die Sockenwolle entsprechend der Qualität markieren (Banderole oder Zettelchen)
  3. Die 24 Knäuelchen in Brotzeittütchen packen
  4. Gleiche Farben bitte mit einem gleichen Bändchen verschnüren
  5. Die Päckchen in eine Tüte (oder Karton) packen
  6. Du bekommst eine Tüte (oder Karton) mit 24 wundervollen Strängelchen zurück

Da ich auch mitgemacht habe, nenne ich nun diesen vielversprechenden Adventskalender mein eigen:

Bei der Übergabe am Samstag in der Nähe von Regensburg war ich nicht dabei – es ist einfach eine zu weite Strecke für „mal eben dahin fahren“. Stattdessen wollte ich eigentlich nach Salzburg zu einem Stricktreffen, aber dann hat mich tatsächlich eine Triefnase davon überzeugt, dass daheim bleiben das beste ist. Triefnasen haben den Vorteil, dass man Zeit hat, darüber nachzudenken, was man gerne bloggen würde. Voilá – hier das Ergebnis.

Inspiriert von Backwahns Adventskalenderpullover vom letzten Jahr (der in echt noch viel schöner aussieht als auf den Fotos), möchte ich mir auch so einen Pullover stricken. Und da ist eventuell der Kinderpullover aus der Verena stricken 06-18 eine Inspiration.

Oder aber ich nehme die Maße des orangefarbenen Pullovers und stricke nach meiner QAD Ratisbona-Anleitung diesen „Restepullover“. Jedenfalls habe ich schon mal prophylaktisch ein hellgraues Sockengarn dazugekauft und zwar beim Laden „Wolle und mehr“ in Bad Aibling:

Und – aus Gründen – habe ich noch dort Häkelnadeln erstanden. Und zwei Rundstricknadeln, sowie die neueste Ausgabe von „The Knitter Deutschland“. Darüber und wofür die anderen Utesilien sind, werde ich auch bald berichten.

The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 Teil 2

Das größte Geheinis des Glücks ist, mit sich selbst im Reinen zu sein. Bernard Le Bovier de Fontenelle

Bereits in diesem Artikel habe ich euch Teil 1 von The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 vorgestellt, nun geht es weiter mit Teil 2.

Vorgestellt wird Anne Resing als Designerin und Inhaberin des Ladens AR Königstein und es gibt den Poncho Daisy als Exklusivmodell von ihr, gestrickt aus AR Kaschmir Glamour, hier werden auch keine Alternativen vorgeschlagen.

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Das nächste Modell eignet sich auch wieder hervorragend für die Doubleface-Technik, es sind die Handstulpen Oristano von Juliet Bernard, verwendet wurde Yarn Stories Fine Merino 4ply, hier gibt es aber wieder eine reiche Auswahl an in Deutschland leichter zu beziehenden Ersatzgarnen.

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Das nächste Strickprojekt ist etwas, das ich garantiert nicht anfangen werde. Es ist ein kreisrundes Tuch Chrysantheme von Ruth Morris, es ist auch schon als Ravelry-Projekt angelegt. Das Material ist UK Alpaca Baby Alpaca Silk 4ply, aber auch hier gibt es, wie gewohnt, eine Liste von Alternativgarnen. Mir bisher unbekannt fällt dabei die Firma Miss Tricot Filati auf, ein italienischer Hersteller. Ein guter Ersatz, wenn auch nicht aufgeführt, wäre zweifelsohne auch Lanartus Baby Alpaca Lace. Mir fehlt aber die Geduld für solch ein Projekt.

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Danach kommt ein im Vergleich zum vorigen Tuch winzigkleinem Schal, das Schaltuch Wheal von Anniken Allis. Verarbeitet wurde Kettle Yarn Co. Islington 4ply. Bei den Ersatzgarnen wird auch eins von Araucania* vorgeschlagen.

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Es werden dann die Quadrate 5 und 6 der Patchworkdecke erklärt, ich gehe mal davon aus, dass ich die Quadrate 1 bis 4 klassisch verpasst habe. Und ich habe noch nicht mal ein Foto von der Decke, und jetzt ist es zu dunkel dafür.

Es gibt dann noch einen zweiseitigen Hinweis auf den Dortex Design Award und einen Bilderlehrgang für stufenlose Schulterschrägen.

Dann gibt es einen Baby-Pullover, wieder von Bergère de France.

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Es gibt einen Bericht über Ashley Knowlton. Und von ihr gibt es den Herrenpullover Caradoc, gestrickt aus einem Garn von Excelana, das noch nicht mal bei Ravelry gelistet ist. Aber auch hier gibt es Garne in der Alternativliste.

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Es gibt dann noch eine Anleitung für Socken mit dem Namen „Chestnut“ von Jane Burns.

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Und last but not least gibt es einen Kurzarmpulli Kaja von Vár Gregerson aus Navia Duo, einem Garn von den Färöer Inseln. Aber auch hier gibt es natürlich genügend Vorschläge für Alternativgarne. Ich persönlich würde den Pullover nicht kurzärmelig machen, aber vielleicht friert man auf den Färöer-Inseln nicht so sehr an den Armen. Ansonsten ist das mein zweiter Favorit dieses Heftes.

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Als Resümee bleibt festzustellen, dass ich die Kosten von 5,90 € für dieses Heft nicht bereue, die meisten Modelle gefallen mir oder aber geben mindestens Inspiration für eigene Abwandlungen.

The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 Teil 1

Alles ist komisch, solange es einem anderen passiert. Will Rogers

Die aktuelle Ausgabe von „The Knitter Deutschland“ zeigt einige interssante Modelle.

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Das erste Modell ist der Pulloer Thirlmere von Sarah Hatton, gestrickt aus Patons Merino Extrafine Aran. Dank der in jedem The-Knitter-Heft vorhandenen Doppelseite „Alternativgarne“ hat man auch auf einen Blick acht verschiedene, in Deutschland leicht erhältliche Garne der Firmen Austermann, Debbie Bliss, ggh, Katia, Lana Grossa, Lang Yarns, Onine und Schoppel zur Auswahl.

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Zurück zu dem Pullover: Das Muster finde ich wirklich ansprechend, allein die Passform erinnert leider ein bisschen an Müllsack.

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Weiter geht’s mit dem Modell Cardigan Alderney von Martin Storey, gefertigt aus Rowan – alpaca colour Marble* und Rowan – alpaca colour Iron*. Dieses Garn ist in Deutschland leicht erhältlich, aber auch hier werden sechs weitere Alternativen angeboten. Mir bisher völlig unbekannt ist die Marke Mirasol Wolle Sulka Nina*, bei der als Bemerkung steht „Der Verkauf fördert ein soziales Projekt in Peru.“ Auf die Schnelle konnte ich nichts weiter darüber im Netz finden, aber ich bleibe dran und mache mich schlau, was daran tatsächlich wahr ist. Die Jacke würde sich in ihrem Muster durchaus auch als Doubeface-Projekt umsetzen lassen.

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Das nächste Design ist der Pullover Loire von Bergère de France, dem Garnhersteller. Verwendet wird Bergere de France Eclair*, ein Mischgarn aus 74% Polyacryl, 14% Mohair 9% Wolle und 3% Lurex, eine wie ich finde sehr – ähm – exzentrische Mischung. Ich persönlich finde, dass irgendetwas mit Lurex nicht zu diesem Pullover passt, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

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Selbst für diesen Pullover werden drei Ersatzgarne vorgeschlagen, allerdings allesamt ohne Lurex.

Als nächstes gibt es eine wunderschöne Übersicht über die Stricktrends dieses Jahr, die auf der h+h 2016 vorgestellt wuren:

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Das nächste Modell hat zwei verschiedene Varianten, es ist die Tunika Failaise von Louisa Harding, natürlich gestrickt aus ihrem eigenen Garn Louisa Harding Trenzar*. Es gibt die Tunika in Langform (ich verbinde ja mit Tunika mehr Weite)

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oder als Kurzform (da passt jetzt der Begriff Tunika noch weniger, wie ich finde)

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Dann gibt es den Schulterwärmer Averil von Deborah Helmke. Die sieht auf dem Foto, das die Rückansicht zeigt, sehr merkwürdig aus. Mir fällt dazu am ehesten das Stichwort Witwenbuckel ein, tut mir leid. Gestrickt ist sie aus einem Rowan-Garn, als Ersatz kommt hier auch noch Garn von Filatura die Crosa neben weiteren Garnen in Betracht.

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Das folgende Modell ist mein persönliches Highlight und war der Grund für den Kauf dieses Heftes. Es ist der Cardigan Høsten von Eline Oftedal, gefertigt aus Juniper Moon Farm Findley DK. Auch hier werden mehrere Alternativen vorgeschlagen, diesmal ist auch etwas von Schachenmayr dabei.

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Damit der Beitrag nicht zu lange wird, mache ich hier mal eine Pause, Teil 2 folgt in Kürze.