Stricken für die Seele

Wie ich bereits geschrieben habe, entdecke ich gerade die Strickbücher aus der Bücherei.

Stricken für die Seele: 16 wunderbare Strickmodelle inspiriert von Fernost* [Werbung]

Ich muss ehrlich sagen, ich fand das Buch enttäuschend. Es war gerade mal ein Modell dabei, das mich angesprochen hat, nämlich dieser Pullover.

Ansonsten sind in dem Buch jedem Modell irgendwelche Pflanzenbilder zugeordnet, die ich eher unpassende finde. Insgesamt erscheint es mir sehr – ähm – gewollt, diesen Zusammenhang zwischen Stricken, Meditation und Fernost darzustellen. Aber das ist der Vorteil der Bücherei, man kann es sich ausleihen, reinschauen und für sich entscheiden, ob es einem gefällt oder nicht.

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Es ist wieder der 5. des Monats und damit „Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag“-Tag bei Frau Brüllen und ich bin gerne wieder dabei. Allerdings war es heute ein ausgesprochen ereignisloser Tag.

Aufgestanden bin ich um Viertel nach Vier, denn um 5:45 Uhr musste ich anfangen. Die übliche Morgenroutine durchs Bad in die Klanotten mit dem Hund in die Pampa verlief ohne Zwischenfälle. Dann noch Brotzeit bereiten und ab in die Arbeit. Da erwartete mich eine positive Überraschung, der LKW war nämlich schon aufgebrückt und der Stapler dran. Danke Chef 🙂

Die Tour verlief aus meiner Sicht Zwischenfallslos, dass eine Ware an den falschen Kunden ging, war ja nicht mein Fehler. Aber zwei Schreiner mit dem gleichen Namen im gleichen Ort ist ja auch gemein. Wobei Huber halt auch kein Name ist, sondern ein Sammelbegriff. Relativ früh war Feierabend, im Hof noch LKW betanken und Innenraum säubern, dann bin ich von dannen gedüst und nach einem kleinen Umweg über Sepps Büro, dessen Zuckerspiegel ich mit einem Nusshörnchen hoch hielt, direkt zum Friseur gefahren. Und da saß ich dann von 16:15 Uhr bis 19:30 Uhr. Ja, ich schaue immer noch so toll aus wie vor 20 Jahren. Es dauert jetzt nur länger. 🤣

Dann heim und Hunderunde. Das tut gut, ohne Hund käme ich gar nicht raus.

Danach habe ich uns chinesische Nudeln gekocht, wir habe gegessen und ich schreibe noch diesen Beitrag. Weil ich morgen Schulung habe, werde ich auch bald ins Bett gehen, vielleicht stricke ich noch eine Reihe an meinem Pulli des Grauens.

H+H Cologne 2019 Teil 1

Direkt an unserem ersten Messetag postet ich brühwarm unsere Eindrücke. So schnell war ich noch nie. Vorneweg: Das Wetter ist bombastisch. 20 Grad und wir sassen um halb fünf draussen. Inzwischen sind wir zurück im Hotel und machen heute Abend nichts mehr.

Schon heute Früh schien die Sonne.

Im Eingangsbereich vom Zugang West waren drei verschiedene Schaufenstergestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt und dazu auf einem Abreissblock die Anleitung zur eigenen Gestaltung. Wer sich dafür interessiert, schreibt einfach einen Kommentar, dann zeige ich die Anleitungen.

Malabrigo begeisterte uns, insbesondere die Färbung „Ravelry Red“ 🙂

Farbtrends sind dieses Jahr ganz klar einerseits rosé- und beerentöne, andererseits alle Schattierungen warmen gelbes, grau und grün-petrol. Ewig zeitlos ist nach wie vor blau.

Zum Trachtenthema in einem der Beispielschaufenster und zu meinem Dirndl passend würde auch dieser gestickte Schmuck passen.

Das hier ist Sticken in ganz hoher Kunst. Weder würde ich es daheim aufhängen wollen noch hätte ich die Geduld, es zu machen, aber ich bewundere es.

Manches auf der h+h ist dann aber nicht so toll, sondern mehr aus der Abteilung „was Zuviel ist, ist zuviel“.

Danach hatten uns die Niederländer mit Stoffen von polytexstoffen und mit Knöpfen von deknofa gefesselt. Mehr darüber später in einem eigenen Blogbeitrag.

Als nächstes zog uns die Wolle von baaramewe in den Bann. Die Wolle stammt ausnahmslos aus GB und wird auch dort gefärbt. Sie hat genau die richtige Textur für einen Fair-Isle-Pullover, wie ihn sich Sepp schon lange wünscht. Ich werde ein eigenes Design daraus machen. Die Farbauswahl haben wir gleich vor Ort getroffen.

Dann hüpften wir geographisch nach Island, denn von dort kommt die Wolle von einrúm her. Versponnen wird sie dann in Dänemark mit Seide. Sepp entschied sich für Rot, in dem Highlights in Grau eingestrickt werden.

Ein Hingucker waren die langen gehäkelten Abendkleider. Back to the 70th.

An diesem Kleid schieden sich unsere Geister, mir gefiel es, Sepp fand es furchtbar.

Lang Yarns punktet bei mir wie jedes Jahr durch die liebevolle Gestaltung ihrer Püppis. Da hängen nicht nur Strickstücke dran, sondern auch das „Darunter“ sind wunderbare und vollwertige Kleidungsstücke. Und Karohosen werden wohl wieder modern!!!

Online hingegen punktet eben nicht mit schicken Gesamtoutfits. Insgesamt sind deren Strickstücke opulenter.

Faszinieren ließen wir uns dann von einer Firma aus Japan: nippon-chuko. Sie haben wunderbare Stoffe, schöne Stickpackungen und die Körper für diese niedlich ausgestatteten Figürchen.

Katia ist teilweise sehr – ausgefallen. Aber der rechte Pulli ist toll.

Aus Stickgarn gehäkelter Schmuck:

Für Frl. Sonnenschein

Bei Pascuali waren wir von diesem Twinset sehr begeistert. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es mir in der Verena 2-18, aus der es ist, nicht aufgefallen ist. Und vorgestellt habe ich diese Verena bisher auch nicht. Ich muss sie erst mal daheim suchen…..

Auch sonst fanden wir viel Inspirierendes.

Jetzt noch ein paar Impressionen, unsortiert und wertneutral.

Ach ja – schreckliche Dinge, die nicht tot zu kriegen sind:

So, das war es für heute, wir sind schon auf morgen gespannt.

#Stricken macht glücklich

Heute werden wir uns auf den Weg nach Köln zur h+h machen. Und bestimmt treffen wir da die ein oder andere Autorin des Buches

strickenmachtglücklich – Lieblingsmodelle von Mütze bis Pullover: Mit den bekanntesten #knittersofinstagram: @jestil211 @susistrickliesel @stine_und_stitch @clubknit @madewithloops und vielen mehr* [Werbung]

Meins ist sogar mit Widmung von Julia aka @feinmotorik.blogspot, die ich sicherlich auch auf der h+h treffen werde.

Hier seht ihr die Autorinnen, die ihr natürlich auf Instagram suchen könnt:

Von den Modellen will ich euch gar nicht zu viel verraten, nur soviel – es ist für jeden etwas dabei. Vorneweg sind Stricktechniken erklärt, es gibt Schemazeichnungen und die Modelle sind einzelnen Schwierigkeitsstufen zugeordnet. Jede Designerin wird in einem Steckbrief vorgestellt, bei der jede folgende Punkte beantwortet hat.

Das Bedeutet Sricken für mich persönlich.
Deshalb macht Stricken mich glücklich.
So habe ich mit dem Stricken begonnen.
Das sind meine Lieblingsprojekte.
Hier stricke ich am liebsten.
Ich teile meine Designs online, weil….
Mein persönlicher Stricktipp
Was ich noch sagen möchte.

Die Modelle werden von den Designerinnen selber gezeigt, was mich ganz besonders angesprochen hat, denn es sind nun keine Models mit Modelmaßen, sondern ganz normale Frauen wie du und ich. Es gibt Anleitungen für Socken, Tücher, Jacken und Pullover. Und es macht Spaß, das Buch anzusehen. Die Fotos strahlen durchweg aus, dass die Designerinnen glücklich sind.

Trachtenmode stricken

Ich habe die Bücherei für mich entdeckt, wie ich bereits (doch noch nicht) in einem Blogartikel erwähnt habe. Auf der Suche danach fand ich übrigens einen Beitrag vom 26. November 2014, als es „die verstrickte Dienstagsfrage“ noch gab. Schade, dass es das nicht mehr gibt. Aber ich schweife ab: Bücherei Bad Aibling mit einer kleinen Auswahl von Strickbüchern. Zunächst habe ich einige ausgeliehen, die sich mit Trachtenstrickmode beschäftigen. Ich möchte sie euch hier gerne vorstellen.

Trachtenmode stricken: Pullover, Westen und Socken für die ganze Familie * [Werbbung]

Aus diesem Buch haben mir die folgenden zwei Modelle besonders gut gefallen:

Diese Herrenjacke ist auch wunderschön:

Es gibt in dem Buch auch tatsächlich Stricksachen für die ganze Familie:

Noch mehr angesrpochen hat mich allerdings dieses Buch: Neue Trachtenmode stricken (kreativ.kompakt.): Janker, Westen und Co. für die ganze Familie* [Werbung]

Ganz besonders diese beiden Jacken haben es mir angetan:

Aber auch dieses Tuch ist wunderschön und nicht nur zur Tracht zu tragen:

12 von 12

Auch im März habe ich bei 12 von 12 wieder mitgemacht. Hier sind die Fotos, völlig unkommentiert.

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Es ist wieder soweit, wie an jedem 5. des Monats ruft Frau Brüllen zu „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ auf. Genau wie schon im Februar ist dies ein Arbeitsalltagtag.

Daher werde ich mich nicht in Details ergehen, sondern mich auf die außergewöhnlichen Begebenheiten konzentrieren. Außergewöhnlich war heute schon, dass es ein Schulferientag war und zudem noch Faschingsdienstag. Von der Arbeitsmenge her war es daher eher ein Freitag denn ein normaler Dienstag. 10 Kunden waren anzufahren, einige jeweils eine Stunde Fahrtzeit auseinander, da kann man schön am Stück das Hörbuch hören. Ich habe nämlich die Bibliothek Bad Aibling für mich entdeckt (Bücher habe ich da auch ausgeliehen, die werde ich euch hier noch zeigen) und höre derzeit die Heimatkrimis von Rita Falk*[Werbung] oder vom Kluftinger*[Werbung].

Meine Tour heute führte mich beispielsweise am Tachinger See entlang und in die Nähe von Salzburg. Und weil es eine so kurze Tour war, hatte ich rechtzeitig Feierabend und bin nach Hause gefahren. Komischerweise hat mich daheim aber meine Motivation völlig verlassen, unterwegs dachte ich ja noch, ich würde vielleicht etwas nähen, und habe stattdessen ein Nachmittagsnickerchen gemacht. Sepp war übrigens auch schon daheim, der hatte heute auch früher aus. Nach dem Nickerchen habe ich den Plüsch gelüftet. Dann sind wir nach oben gegangen. Unsere Wohnsituation ist etwas – ähm – gewöhnungsbedürftig. Sepp hat schon seit 1995 eine Ein-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoß. Und als letztes Jahr die gleich geschnittene Wohnung direkt über ihm frei wurde, habe ich die bezogen. Nun ist es so, dass wir unter der Woche unten wohnen, am Wochenende aber oben. Das liegt daran, dass wir uns ein neues, großes Bett gekauft haben, das oben steht. Und in der oberen Wohnung funktionierte beim Einzug die Spülmaschine und der Kühlschrank, im Gegensatz zu unten. Unsere Kleidung haben wir aufgeteilt, das meiste von mir ist unten, das meiste von ihm oben. Also muss man das Zeug immer hin- und herschleppen. Das ist irgendwie lästig und ich glaube, auch das ist ein Grund dafür, dass mich häufiger die Motivation verlässt, hier müsste man ja erst mal den eh schon kleinen Esstisch leerräumen, um nähen zu können. Alles in allem ist es nicht sonderlich zufriedenstellend hier, aber da wir ja vor habe, zu bauen, lohnt nun ein Umzug in eine passendere Wohnung wirklich nicht mehr.

Oben habe ich dann für Sepp Nudeln mit Schinken-Sahne-Sauce von gestern warm gemacht und ich habe eine Fischdose gegessen. Ich esse mehr Fisch als er, anscheinend ist da irgendetwas drin, was mein Körper benötigt. Nach dem Essen habe ich tatsächlich noch nach Stoffen geschaut, damit ich ein Oberteil mal probenähen kann. Und für einen Rock habe ich mir ein Schnittmuster bestellt, einfach weil es Langeneß heißt, dort werden wir nämlich nach unserer Hochzeit ein paar Tage Urlaub machen. Darauf freue ich mich schon sehr, ich habe auch fest vor, die DSR-Kamera mitzunehmen, für die ich übrigens eine neue Kameratasche*[Werbung] gekauft habe, dafür auch demnächst mehr hier auf diesem Blog.

So, nach dem Stoffe suchen habe ich diesen Blogartikel verfasst, werde jetzt noch in die Badewanne steigen und eventuell noch ein paar Reihen an meinem Adventskalenderpullover stricken und in Gedanken schon die nächsten Strickstücke planen. Sepp wünscht sich einen Herrenpullover mit so einem Ärmelmuster, heute kam schon mal die Anleitung, die er bei Alles Wolle, einem Wollladen unseres Vertrauens bestellt hat.

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Es ist wieder soweit, wie an jedem 5. des Monats ruft Frau Brüllen zu „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ auf. Im Gegensatz zum Vormonat ist dies ein Arbeitsalltag, in den ihr nun, wie versprochen, Einblick erhaltet.

Um 4:45 Uhr klingelt der Wecker. Ja, verdammt, jeden Morgen frage ich mich, ob mir mein Job wirklich Spaß macht. Und ich beneide Sepp, der länger liegen bleiben kann. Und dann rufe ich mir ins Gedächtnis, dass mir früher Aufstehen um sieben Uhr auch keine Spaß gemacht hat.

Bad, Anziehen, den Plüsch hüpfen lassen. Anschließend kommt der Plüsch zurück zum Herrle und ich mache mir Brotzeit und hänge noch schnell eine Waschmaschinenladung weisse T-Shirts auf. Dann ab ins Auto und husch husch zur Spedition. Da gab es heute Schwierigkeiten mit dem Mitnahmegabelstapler, der war nämlich irgendwie eingefroren. Aber der Senior half mit Rat und Tat und Feuerzeug und machte ihn wieder gangbar. Insgesamt hatte ich heute 13 Kunden anzufahren, das ist relativ viel, dafür sind die Strecken zwischen den Kunden kürzer.

Das sind die Eindrücke, die mich für das frühe Aufstehen entschädigen:

Das Glatteis forderte seinen Tribut und es hat mich tatsächlich hingelegt:

Die harmlos aussehende Fläche in der Mitte war spiegelglatt. Wahrscheinlich gibt es einen blauen Fleck auf dem Allerwertesten und dass ich nicht auf den Kopf gefallen bin, kann ich heute auch nicht behaupten.

Bei einem der Kunden gab es diesen Kalender auf dem WC:

Und auch solche Anblicke erfreuen mich sehr:

Hier mal der LKW, den ich zumeist fahre:

Nach Feierabend bin ich zu Sepp gefahren und habe an dem hochgeheimen Handarbeitsprojekt weitergearbeitet, das ich in der Mittagspause auch schon „in der Ma(s)che“ hatte und habe auf seinen Feierabend gewartet. Danach sind wir nach Hause gefahren

und ich habe den Plüsch noch hüpfen lassen. Da wusste ich aber schon, dass der Postbote noch eine Überraschung für mich mitgebracht hat, mein Wichtelgeschenk ist nämlich angekommen. Aber erst noch der Plüsch:

Schärfer bekomme ich den Kugelblitz nicht aufs Bild, wenn er in Aktion ist. Aber er kann auch ganz entspannt.

Dann aber, Geschenk auspacken! Ich bin ja wegen der Wetterlage letzten Freitag nicht nach Regensburg gefahren, um das Wichtelgeschenk persönlich in Empfang zu nehmen und meins persönlich abzugeben, also musste die Post als Bote fungieren. Beppi war natürlich auch neugierig, was ich bekomme.

Diese fantastischen Mittens habe ich bekommen. Dazu noch selbergemachtes Pflaumenmus, selbergemachter Kaffeelikör (sehr lecker und sehr gehaltvoll) sowie eine Handcreme, was insofern lustig ist, als dass ich meinem Wichtelkind, die auch meine Wichtelmama war, auch eine Handcreme geschenkt habe. Über die Mittens, die ich ihr gestrickt habe, werde ich einen eigenen Blogartikel machen.

Dann habe ich den Thermomix noch einen Grießbrei kochen lassen, unser Abendessen, dazu gab es eingemachte Aprikosen – aus der Dose, ich gebe es zu.

So und nun werde ich noch in der Wanne relaxen und dann husch, husch ins Bett, morgen früh geht es als erstes nach Schönau am Königssee.

Teststrickerinnen gesucht

Bereits im letzten Jahr suchte ich Teststrickerinnen für eine neue Tuchanleitung. Inzwischen habe ich weitere mögiche Wollkombinationen gefunden und suche daher weitere Teststrickerinnen.
Die Bedingungen sind einfach: Ich schicke dir auf meine Kosten die Garne zu, du wirst einer geheimen Gruppe hinzugefügt und strickst das Tuch, danach schickst du es mir auf deine Kosten zum Fotografieren zurück (oder machst selber ansprechende Fotos und verlinkst es auf Ravelry) und ich schicke es dir dann wieder zu, du darfst es nämlich behalten.
Die möglichen Teststrickpakete seht ihr unten in den Kommentaren.

Menschen und Socken

Neulich war ich mit meinem Hund spazieren.

Und obwohl fast alles wie immer war, war es ein unangenehmer Spaziergang. Das hatte einen sehr einfachen, sehr unscheinbar klingenden Grund: Ich hatte Socken an, die sich während des Laufens im Stiefel immer weiter herunterschoben, bis sie über die Ferse gerutscht waren und nun mein Laufen irgendwie irritierten. Äußerlich sah man nichts, man konnte gar nicht ahnen, wie es in meinen Stiefeln und damit in mir aussah. Und während ein Teil meines Gehirnes sich damit beschäftigte, dieses unangenehme Gefühl möglichst zu übergehen, formte sich im für Küchentischphilosophie verantwortlichen Teil meines Gehirnes folgender Gedankengang:

Manche Lebenspartner sind auch wie Socken. Und es kommt eben darauf an, welche wir auswählen. Nehmen wir die, die auf den ersten Blick gut aussehen und die auch nach außen nichts zu wünschen übrig lassen, kann es gut sein, dass sie uns dennoch bei jedem Schritt stören, uns hemmen und uns nicht gut tun.

Nehmen wir doch also die, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so modisch sind, die eventuell selbst gestrickt sind, die vielleicht Macken haben und die eventuell in den Schuhen nicht so schick aussehen. Aber die uns tragen, unsere Füße wärmend umschließen, ohne zu drücken oder zu rutschen, egal, was andere darüber denken.

Und genau so verhält es sich auch mit Beziehungen. Macht euch keine Gedanken darüber, was die anderen über euren Lebenspartner denken könnten, unter Umständen habt ihr dann nämlich so eine Rutschesocke, die eure Energien raubt, obwohl nach außen alles prima aussieht, sondern wählt den für euch aus, der so passt, wie es eben ein guter Socke auch tut.

Oftmals fragen wir uns, wenn wir uns verlieben, was denn unsere Freunde und Freundinnen zu der oder dem Neuen sagen werden. Hat er/sie einen interessanten Job, tolle Hobbys, sieht gut aus, was werden die anderen toll an ihm oder ihr finden. Merkt ihr was? Es ist eigentlich vollkommen uninteressant, was die anderen über euren Partner oder eure Partnerin sagen oder denken. Für euch sollte wichtig sein, wie eure Beziehung im Innenverhältnis ist. Wie geht ihr miteinander um, wenn ihr alleine seid. Könnt ihr eurem Partner sagen, wenn es euch mal schlecht geht, könnt ihr euch dann fallen lassen. Wie agiert ihr miteinander in stressigen Situationen? Wie bewältigt ihr die Aufgaben des Alltags. Und wenn ihr in diesen Bereichen harmoniert, werdet ihr merken, dass eure Umwelt euch als Paar akzeptiert, denn dann strahlt ihr Lebensfreude und Harmonie aus.