The Knitter Deutschland 39/2019

Zum Zeitvertreib während der Zugfahrt nach Köln zur h+h Cologne habe ich am Hbf Nürnberg noch The Knitter Deutschland gekauft – es bisher aber nicht geschafft, sie euch zeitnah vorzustellen. Macht nichts, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, und was lange währt, wird endlich gut – hier ist sie also, meine Rezension zu dieser Zeitung.

Hier die Modelle, die mir am besten gefallen haben:

Hier gefällt mir das Kleid am besten, aber ich glaube, das liegt daran, weil ich keine sehr engagierte Lace-Tuch-Trägerin bin.

Und das hier erinnert mich stark an die 80er – gleichzeitig überlege ich aber, ob es sich irgendwie in Doube-Face-Technik umsetzen lassen würde. Double-Face und stranded-knitting in einem Stück, wahrscheinlich eher was für total Durchgeknallte 😉

Dieses Modell stammt auch aus der Zeitschrift, wir haben es aber auf der h+h im Original gesehen (da gefiel es mir aber auch nicht besser als in der Zeitung).

Stricken für Wollsüchtige von Angela Mayer-Spannagel

Das Buch Stricken für Wollsüchtige [*Werbung] hat mich, ganz im Gegensatz zum zuletzt vorgestellten Buch voll und ganz überzeugt und zwar dermaßen, dass ich es mir sogar selber gekauft habe, zunächst habe ich es mir nämlich in der Bücherei entliehen.

Das Buch ist aufgeteilt nach Strickprojekten für alle vier Jahreszeiten. Es gibt daei ganz „kleine“ Strickprojekte wie diese „Armbänder“

als auch „große“, sprich zeitaufwändige Projekte, wie dieses hier

Schon an diesen zwei Modelle seht ihr, dass alle möglichen Techniken angewandt werden. Es gibt auch Modelle mit Zöpfen oder in Doubleface-Technik.

Es ist auch für jedes Alter und jedes Geschlecht etwas dabei.

Wie ihr inzwischen bestimmt schon bemekrt habt, beinhaltet das Buch überwiegend „folkloristisch“ angehauchte Modelle, das ist etwas, was mir persönlich sehr gut gefällt, aber ich bin ja auch bekennende leidenschaftliche Dirndlträgerin.

An dem Buch ist zusätzlich zu den tollen Aufnahmen zu erwähnen, dass es zu jedem Modell „Hintergrundinformation“ sowie auch tolle Detailaufnahmen gibt.

Nach allem, was ich bisher gesehen habe und weiß, ist dies auch das erste und einzige Buch, zu dem es eine Strickapp gibt, in der alle Anleitungen und Strickschriften enthalten sind und zusätzlich erklärende Videos dazu angesehen werden können. Fantastische Idee, die Symbiose zwischen traditionellem Buch und moderner Technik.

Fazit: Ein Strickbuch, das wirklich in keinem bayerischen Haushalt, in dem auch gestrickt wird, fehlen sollte!

Wohlfühlmaschen von Sarah Wiener

Heute stelle ich euch das Buch Wohlfühlmaschen: Stricken und Häkeln für Drinnen und Draussen (Sarah Wiener)*Werbung vor.

Vorneweg: Das Buch würde ich mir nicht kaufen. Ich habe es bei uns in der örtlichen Bücherei ausgeliehen, von daher ist das auch völlig in Ordnung, dass ich es nicht kaufen möchte. Am besten hat mir tatsächlich dieser Pullover hier gefallen:

Nice to have sind auch die Anleitungen für die diversen Wohnaccessoires.

Die Kleidungsstücke varieren in meinen Augen von „Ganz nett, aber nichts neues“ bis zu „schrecklich“. Zum Glück ist Geschmackssache ja etwas ganz persönliches und es lässt sich nicht darüber streiten.

Wie gesagt, kein Buch, dass in einer Strickbibliothek unbedingt stehen müsste. Ich würde sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten und werde mir demnächst mal die Kochbücher von ihr aus der Bücherei ausleihen.

Stricken für die Seele

Wie ich bereits geschrieben habe, entdecke ich gerade die Strickbücher aus der Bücherei.

Stricken für die Seele: 16 wunderbare Strickmodelle inspiriert von Fernost* [Werbung]

Ich muss ehrlich sagen, ich fand das Buch enttäuschend. Es war gerade mal ein Modell dabei, das mich angesprochen hat, nämlich dieser Pullover.

Ansonsten sind in dem Buch jedem Modell irgendwelche Pflanzenbilder zugeordnet, die ich eher unpassende finde. Insgesamt erscheint es mir sehr – ähm – gewollt, diesen Zusammenhang zwischen Stricken, Meditation und Fernost darzustellen. Aber das ist der Vorteil der Bücherei, man kann es sich ausleihen, reinschauen und für sich entscheiden, ob es einem gefällt oder nicht.

WMDEDGT

Es ist wieder der 5. des Monats und damit „Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag“-Tag bei Frau Brüllen und ich bin gerne wieder dabei. Allerdings war es heute ein ausgesprochen ereignisloser Tag.

Aufgestanden bin ich um Viertel nach Vier, denn um 5:45 Uhr musste ich anfangen. Die übliche Morgenroutine durchs Bad in die Klanotten mit dem Hund in die Pampa verlief ohne Zwischenfälle. Dann noch Brotzeit bereiten und ab in die Arbeit. Da erwartete mich eine positive Überraschung, der LKW war nämlich schon aufgebrückt und der Stapler dran. Danke Chef 🙂

Die Tour verlief aus meiner Sicht Zwischenfallslos, dass eine Ware an den falschen Kunden ging, war ja nicht mein Fehler. Aber zwei Schreiner mit dem gleichen Namen im gleichen Ort ist ja auch gemein. Wobei Huber halt auch kein Name ist, sondern ein Sammelbegriff. Relativ früh war Feierabend, im Hof noch LKW betanken und Innenraum säubern, dann bin ich von dannen gedüst und nach einem kleinen Umweg über Sepps Büro, dessen Zuckerspiegel ich mit einem Nusshörnchen hoch hielt, direkt zum Friseur gefahren. Und da saß ich dann von 16:15 Uhr bis 19:30 Uhr. Ja, ich schaue immer noch so toll aus wie vor 20 Jahren. Es dauert jetzt nur länger. 🤣

Dann heim und Hunderunde. Das tut gut, ohne Hund käme ich gar nicht raus.

Danach habe ich uns chinesische Nudeln gekocht, wir habe gegessen und ich schreibe noch diesen Beitrag. Weil ich morgen Schulung habe, werde ich auch bald ins Bett gehen, vielleicht stricke ich noch eine Reihe an meinem Pulli des Grauens.

H+H Cologne 2019 Teil 1

Direkt an unserem ersten Messetag postet ich brühwarm unsere Eindrücke. So schnell war ich noch nie. Vorneweg: Das Wetter ist bombastisch. 20 Grad und wir sassen um halb fünf draussen. Inzwischen sind wir zurück im Hotel und machen heute Abend nichts mehr.

Schon heute Früh schien die Sonne.

Im Eingangsbereich vom Zugang West waren drei verschiedene Schaufenstergestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt und dazu auf einem Abreissblock die Anleitung zur eigenen Gestaltung. Wer sich dafür interessiert, schreibt einfach einen Kommentar, dann zeige ich die Anleitungen.

Malabrigo begeisterte uns, insbesondere die Färbung „Ravelry Red“ 🙂

Farbtrends sind dieses Jahr ganz klar einerseits rosé- und beerentöne, andererseits alle Schattierungen warmen gelbes, grau und grün-petrol. Ewig zeitlos ist nach wie vor blau.

Zum Trachtenthema in einem der Beispielschaufenster und zu meinem Dirndl passend würde auch dieser gestickte Schmuck passen.

Das hier ist Sticken in ganz hoher Kunst. Weder würde ich es daheim aufhängen wollen noch hätte ich die Geduld, es zu machen, aber ich bewundere es.

Manches auf der h+h ist dann aber nicht so toll, sondern mehr aus der Abteilung „was Zuviel ist, ist zuviel“.

Danach hatten uns die Niederländer mit Stoffen von polytexstoffen und mit Knöpfen von deknofa gefesselt. Mehr darüber später in einem eigenen Blogbeitrag.

Als nächstes zog uns die Wolle von baaramewe in den Bann. Die Wolle stammt ausnahmslos aus GB und wird auch dort gefärbt. Sie hat genau die richtige Textur für einen Fair-Isle-Pullover, wie ihn sich Sepp schon lange wünscht. Ich werde ein eigenes Design daraus machen. Die Farbauswahl haben wir gleich vor Ort getroffen.

Dann hüpften wir geographisch nach Island, denn von dort kommt die Wolle von einrúm her. Versponnen wird sie dann in Dänemark mit Seide. Sepp entschied sich für Rot, in dem Highlights in Grau eingestrickt werden.

Ein Hingucker waren die langen gehäkelten Abendkleider. Back to the 70th.

An diesem Kleid schieden sich unsere Geister, mir gefiel es, Sepp fand es furchtbar.

Lang Yarns punktet bei mir wie jedes Jahr durch die liebevolle Gestaltung ihrer Püppis. Da hängen nicht nur Strickstücke dran, sondern auch das „Darunter“ sind wunderbare und vollwertige Kleidungsstücke. Und Karohosen werden wohl wieder modern!!!

Online hingegen punktet eben nicht mit schicken Gesamtoutfits. Insgesamt sind deren Strickstücke opulenter.

Faszinieren ließen wir uns dann von einer Firma aus Japan: nippon-chuko. Sie haben wunderbare Stoffe, schöne Stickpackungen und die Körper für diese niedlich ausgestatteten Figürchen.

Katia ist teilweise sehr – ausgefallen. Aber der rechte Pulli ist toll.

Aus Stickgarn gehäkelter Schmuck:

Für Frl. Sonnenschein

Bei Pascuali waren wir von diesem Twinset sehr begeistert. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es mir in der Verena 2-18, aus der es ist, nicht aufgefallen ist. Und vorgestellt habe ich diese Verena bisher auch nicht. Ich muss sie erst mal daheim suchen…..

Auch sonst fanden wir viel Inspirierendes.

Jetzt noch ein paar Impressionen, unsortiert und wertneutral.

Ach ja – schreckliche Dinge, die nicht tot zu kriegen sind:

So, das war es für heute, wir sind schon auf morgen gespannt.

#Stricken macht glücklich

Heute werden wir uns auf den Weg nach Köln zur h+h machen. Und bestimmt treffen wir da die ein oder andere Autorin des Buches

strickenmachtglücklich – Lieblingsmodelle von Mütze bis Pullover: Mit den bekanntesten #knittersofinstagram: @jestil211 @susistrickliesel @stine_und_stitch @clubknit @madewithloops und vielen mehr* [Werbung]

Meins ist sogar mit Widmung von Julia aka @feinmotorik.blogspot, die ich sicherlich auch auf der h+h treffen werde.

Hier seht ihr die Autorinnen, die ihr natürlich auf Instagram suchen könnt:

Von den Modellen will ich euch gar nicht zu viel verraten, nur soviel – es ist für jeden etwas dabei. Vorneweg sind Stricktechniken erklärt, es gibt Schemazeichnungen und die Modelle sind einzelnen Schwierigkeitsstufen zugeordnet. Jede Designerin wird in einem Steckbrief vorgestellt, bei der jede folgende Punkte beantwortet hat.

Das Bedeutet Sricken für mich persönlich.
Deshalb macht Stricken mich glücklich.
So habe ich mit dem Stricken begonnen.
Das sind meine Lieblingsprojekte.
Hier stricke ich am liebsten.
Ich teile meine Designs online, weil….
Mein persönlicher Stricktipp
Was ich noch sagen möchte.

Die Modelle werden von den Designerinnen selber gezeigt, was mich ganz besonders angesprochen hat, denn es sind nun keine Models mit Modelmaßen, sondern ganz normale Frauen wie du und ich. Es gibt Anleitungen für Socken, Tücher, Jacken und Pullover. Und es macht Spaß, das Buch anzusehen. Die Fotos strahlen durchweg aus, dass die Designerinnen glücklich sind.

Trachtenmode stricken

Ich habe die Bücherei für mich entdeckt, wie ich bereits (doch noch nicht) in einem Blogartikel erwähnt habe. Auf der Suche danach fand ich übrigens einen Beitrag vom 26. November 2014, als es „die verstrickte Dienstagsfrage“ noch gab. Schade, dass es das nicht mehr gibt. Aber ich schweife ab: Bücherei Bad Aibling mit einer kleinen Auswahl von Strickbüchern. Zunächst habe ich einige ausgeliehen, die sich mit Trachtenstrickmode beschäftigen. Ich möchte sie euch hier gerne vorstellen.

Trachtenmode stricken: Pullover, Westen und Socken für die ganze Familie * [Werbbung]

Aus diesem Buch haben mir die folgenden zwei Modelle besonders gut gefallen:

Diese Herrenjacke ist auch wunderschön:

Es gibt in dem Buch auch tatsächlich Stricksachen für die ganze Familie:

Noch mehr angesrpochen hat mich allerdings dieses Buch: Neue Trachtenmode stricken (kreativ.kompakt.): Janker, Westen und Co. für die ganze Familie* [Werbung]

Ganz besonders diese beiden Jacken haben es mir angetan:

Aber auch dieses Tuch ist wunderschön und nicht nur zur Tracht zu tragen:

12 von 12

Auch im März habe ich bei 12 von 12 wieder mitgemacht. Hier sind die Fotos, völlig unkommentiert.

WMDEDGT

Es ist wieder soweit, wie an jedem 5. des Monats ruft Frau Brüllen zu „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ auf. Genau wie schon im Februar ist dies ein Arbeitsalltagtag.

Daher werde ich mich nicht in Details ergehen, sondern mich auf die außergewöhnlichen Begebenheiten konzentrieren. Außergewöhnlich war heute schon, dass es ein Schulferientag war und zudem noch Faschingsdienstag. Von der Arbeitsmenge her war es daher eher ein Freitag denn ein normaler Dienstag. 10 Kunden waren anzufahren, einige jeweils eine Stunde Fahrtzeit auseinander, da kann man schön am Stück das Hörbuch hören. Ich habe nämlich die Bibliothek Bad Aibling für mich entdeckt (Bücher habe ich da auch ausgeliehen, die werde ich euch hier noch zeigen) und höre derzeit die Heimatkrimis von Rita Falk*[Werbung] oder vom Kluftinger*[Werbung].

Meine Tour heute führte mich beispielsweise am Tachinger See entlang und in die Nähe von Salzburg. Und weil es eine so kurze Tour war, hatte ich rechtzeitig Feierabend und bin nach Hause gefahren. Komischerweise hat mich daheim aber meine Motivation völlig verlassen, unterwegs dachte ich ja noch, ich würde vielleicht etwas nähen, und habe stattdessen ein Nachmittagsnickerchen gemacht. Sepp war übrigens auch schon daheim, der hatte heute auch früher aus. Nach dem Nickerchen habe ich den Plüsch gelüftet. Dann sind wir nach oben gegangen. Unsere Wohnsituation ist etwas – ähm – gewöhnungsbedürftig. Sepp hat schon seit 1995 eine Ein-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoß. Und als letztes Jahr die gleich geschnittene Wohnung direkt über ihm frei wurde, habe ich die bezogen. Nun ist es so, dass wir unter der Woche unten wohnen, am Wochenende aber oben. Das liegt daran, dass wir uns ein neues, großes Bett gekauft haben, das oben steht. Und in der oberen Wohnung funktionierte beim Einzug die Spülmaschine und der Kühlschrank, im Gegensatz zu unten. Unsere Kleidung haben wir aufgeteilt, das meiste von mir ist unten, das meiste von ihm oben. Also muss man das Zeug immer hin- und herschleppen. Das ist irgendwie lästig und ich glaube, auch das ist ein Grund dafür, dass mich häufiger die Motivation verlässt, hier müsste man ja erst mal den eh schon kleinen Esstisch leerräumen, um nähen zu können. Alles in allem ist es nicht sonderlich zufriedenstellend hier, aber da wir ja vor habe, zu bauen, lohnt nun ein Umzug in eine passendere Wohnung wirklich nicht mehr.

Oben habe ich dann für Sepp Nudeln mit Schinken-Sahne-Sauce von gestern warm gemacht und ich habe eine Fischdose gegessen. Ich esse mehr Fisch als er, anscheinend ist da irgendetwas drin, was mein Körper benötigt. Nach dem Essen habe ich tatsächlich noch nach Stoffen geschaut, damit ich ein Oberteil mal probenähen kann. Und für einen Rock habe ich mir ein Schnittmuster bestellt, einfach weil es Langeneß heißt, dort werden wir nämlich nach unserer Hochzeit ein paar Tage Urlaub machen. Darauf freue ich mich schon sehr, ich habe auch fest vor, die DSR-Kamera mitzunehmen, für die ich übrigens eine neue Kameratasche*[Werbung] gekauft habe, dafür auch demnächst mehr hier auf diesem Blog.

So, nach dem Stoffe suchen habe ich diesen Blogartikel verfasst, werde jetzt noch in die Badewanne steigen und eventuell noch ein paar Reihen an meinem Adventskalenderpullover stricken und in Gedanken schon die nächsten Strickstücke planen. Sepp wünscht sich einen Herrenpullover mit so einem Ärmelmuster, heute kam schon mal die Anleitung, die er bei Alles Wolle, einem Wollladen unseres Vertrauens bestellt hat.