Verena Winter 2017

Im Gegensatz zu meiner Beurteilung der Verena Spätherbst 2017, bei der ich sehr spät dran war, bin ich dafür mit der Verena Winter 2017 richtig früh dran – und stolz auf mich :D.

Mein Urteil nach dem ersten Durchsehen lautet, dass mir in diesem Heft deutlich mehr Sachen gefallen als in dem vorhergehenden.

Schön finde ich die Wortspielereien, die bereits auf der Titelseite mit „Stil? Sicher!“ beginnen und im Inneren unter anderem mit „Komme, was Wolle!“ eine Fortsetzung findet.

Dieser Pullover könnte von Hermès kreiert worden sein. Ist zwar nicht meinst, aber ich finde, es hat was.

Richtig schön hingegen finde ich diese Interpretation des Mottos „Nordische Schönheiten“.

Überhaupt muss ich, glaube ich, mein eigenes Urteil revidieren, habe ich doch hier behauptet, blau gefiele mir überhaupt nicht. Aber ein kritischer Blick in meinen Kleiderschrank (Ok, Kleiderschränke) verriet mir, dass ich ziemlich viel blaues habe. Ich habe ernsthaft schon nachgedacht, ob ich die blaue Alpaka-Wolle doch behalten soll. Aber ich gebe sie weg, Reduzierung ist schließlich das Ziel.

Weiter geht es mit der Verena. Das folgende Modell hingegen lässt mein Herz gleich höher schlagen, die Farbkombi Türkis und Rostrot finde ich begeisternd und auch die Linienführung ist sehr gelungen. Nicht gefällt mir daran das Sackartige, aber man kann es sicherlich auch in einer „passenden“ Größe stricken.

Mit Erstaunen habe ich dann gesehen, dass Lana Grossa jetzt Garne anbietet, die der Machart der von mir immer wieder erwähnten Garne von Studio Yarn entsprechen. Ob die Firma damals einfach nur zu früh dran war, sozusagen ihrer Zeit voraus?

Wie bereits im letzten Heft spielen auch hier Farbverlaufsgarne eine Rolle. Diese Modelle hier sprechen mich an, das liegt aber sicher an der mir gefallenden Farbpalette.

Aber auch das hier sind genau die Farben, die mir sofort ins Auge springen.

Und auch hier sprechen die Farben für sich.

Und weil wir schon bei Farbpaletten sind, es gibt einen mehrseitigen Report über „Color Blending“, also sanfte Farbverläufe mit verschiedenen Garnen. Es ist ein ausführlicher Report, der viel und ausführlich erlärt, ich finde ihn gut gemacht.

Die nächste Strecke widmet sich dem Thema Verzopfen. Ich bin da eher kritisch, weil ich nicht die Figur habe, in der es sinnvoll ist, zusätzlich durch Zöpfe auf Oberteilen Volumen zu erzeugen. Aber ein Modell gefiel mir doch sehr gut, insbesondere den Schlitz an der unteren Kante finde ich eine witzige Idee.

Und dieses Mal ein Lob an die Kolumnistin, vielleicht gefiel mir die Kolumne so gut, weil ich selber ein Zahlenmensch bin.

Studio Yarn heißt jetzt „Made in Germany“

„Die Freude ist überall. Es gilt nur, sie zu entdecken“ Konfuzius

Über Studio Yarn habe ich ja schon häufiger berichtet und auch mehrere Projekte daraus gestrickt.

Tichiro hat auch schon ein Stück daraus gestrickt und festgestellt, dass es die Marke nicht mehr zu geben scheint. Letztes Jahr auf der h+h cologne boten sie ihre Garne ja unter dem Label myboshi an und seit diesem Jahr firmieren sie unter „Made in Germany“ ohne myboshi davor. Die Produkt- und Farbpalette ist aber weitestgehend die gleiche geblieben und ich bin wirklich am zweifeln, ob nur ein neues Label der richtige Weg zum Erfolg sein wird.
Made-in-Germany