Verena Frühjahr 2017

Nach einem kurzen Blick in den Spiegel (Schuhe in der richtigen Reihenfolge? Hab ich was angezogen und wenn ja – gibt das bei Mitmenschen Augenkrebs oder epileptische Anfälle?)…aus Arschlochhund

… das mit dem epileptischen Anfällen kann man leider bei einigen Modellen der aktuellen Verena Stricken nicht behaupten. Bereits das Titelmodell ist durch die Verwendung drei verschiedener Verlaufsgarne (Lang Yarns „Mille Colori Baby“) so unruhig, dass das wunderschöne Fair-Isle-Muster kaum zur Wirkung kommt.

Danièle Dietrich, über die auch das Designerporträt in dieser Ausgabe berichtet, hat diesen Umhang entworfen:


Er gefällt mir sehr gut, allerdings würde ich im Leben keine 64 Quadrate zusammennähen.

Hier noch ein paar weiter Eindrücke aus der Abteilung „Hauptsache bunt“:

Dieser Pullover erinnert mich fatal an ein Modell für Kleinkinder, den ich Anfang der 90er Jahre mal meiner Tochter stricken wollte. Aber wegen der damals allgemein und auch bei mir einsetzenden Strückmüdigkeit kam es dazu nie mehr. Sollte ich die Anleitung mal wieder finden, zeige ich sie euch hier.

Es folgt dann ein langer Bericht über 20 Handfärberinnen für Paul Pascuali, fünf davon werden auch in einem eigenen Porträt vorgestellt, nämlich Bojos Wolltraum, Fiberpassion, Westerwälder Wollschmiede, Wollfeuerwerk und Buttjebeyy.

Dann kommt eine ganze Reihe, die dem Raglan gewidmet ist. Erfreulicherweise werden tatsächlich alle Möglichkeiten (Raglan von oben und unten, in Runden oder mit Seitennaht) vorgestellt. Aber mal ehrlich, tut es Not, den gleichen Pullover jeweils zwei Mal zu zeigen, nur weil er einmal von oben und einmal von unten gestrickt wurde?

Wer sich darüber wundert, warum offenbar die Designer alle auf so ähnliche Ideen kamen, sei gesagt, dass durchwegs ALLE Raglanpullover von U. & M. Marxner entworfen wurden. Gibts keine anderen Designer, die Raglan beherrschen?

Die Kolumne hat auch gelitten, wie ich finde. Ich weiß nicht genau, warum Anja Belle in ihrem Beitrag „Ein Hoch auf die Foren“ bei mir einen schalen Beigeschmack hinterlässt, aber ihr Abriss der verschiedenen Forentypen ist irgendwie nicht geprägt von Humor, sondern liest sich verbittert. Schade drum.

Die nächste Strcke ist dem Thema „Pastell“ gewidmet. Leider gucken die Seiten irgendwie so aus, als wären sie aus der Sabrina und nicht aus der Verena:

Lustige Idee, aber ich würde mir den Dekoschal bestimmt beim Essen ansabbern.

„Spitzenklasse“ nennt sich der nächste Teil, dort sieht man solche Modelle:

Und Last but not least noch „A-Linien“:

Was an dem linken Modell „Kittelschürze“ allerdings A-Linien-Förmig wirken soll, ist mir schleierhaft:

Alles in allem kein Heft, das ich mir gekauft hätte, hätte ich es nicht abonniert.

Frühjahrsgefühle

Das Frühjahr macht alles neu und so auch diese Website. Lange war hier alles Virenverseucht und daher war die Seite nicht erreichbar, aber nun habe ich einfach alles neu aufgesetzt und hoffe, das nächste Mal verschont zu werden. Die alten Beiträge werde ich auch wieder Stück für Stück hier einstellen.

Gleichzeitig habe ich auch wieder intensiv begonnen, zu stricken. Eine Trachtenjacke ist gerade am Entstehen, inspiriert von einer Anleitung aus dem Schachenmayr inspiration „Oktoberfest“.


Ich stricke sie aus Merino+ von Lang Yarns in einem zeitlosen Förstergrün.

Natürlich habe ich dieses Projekt auch auf Ravelry eingepflegt.