Neues

Liebe Leser und Leserinnen,

es gibt neues. Neu sind diese Socken:

16 Maschen je Nadel, 20 Reihen 2 rechts, 2 links, 65 Reihen jede zweite Reihe glatt rechts und jede zweite Reihe 2 rechts, 2 links, Herzchenferse, Bandspitze, Grösse 42,

gestrickt für

Und das ist auch neu, erstmals, aber nicht zum letzten Mal werde ich den Mann an meiner Seite hier in Wort und Bild vorstellen. Sein Name ist Sepp und so sieht er aus, der neue Sockenbesitzer

Er ist der Grund, warum ich meinen Wohnort in die schönste Gegend Oberbayerns verlegt habe und er wird euch immer wieder als Model hier begegnen. Gegenüber Wolle und einschlägigen Läden hat er keine Berührungsängste.

Was wir bei der Wollmeise gekauft haben und wofür werden wir hier bald berichten.

Und für ihn sind schon die nächsten Socken in Arbeit, in Bad Aibling konnte ich mich bei „Wolle und mehr“ mit einem passendem 50-Gramm-Knäuel versorgen.

Interweave Knits Spring 2018

Ein amerikanischer Schwiegersohn hat defintiv Vorteile: Man kommt an Strickzeitschriften aus den USA. So hat auch die neue Interweave Knits ihren Weg zu mir gefunden und ich weiß nicht, ob es nur mein subjektiver Eindruck ist, oder ob es irgendwie den Tatsachen entspricht, aber mir gefallen die Modelle dort durchweg besser als beispielsweise die etwas mit Gewalt flippig gestalteten Designs aus beispielsweise der Verena.

Hier ein paar der Modelle aus diesem Heft:

Rowan Magazine Number 63

Das neue Rowan-Magazin ist da. Ich zeige euch einen unrepräsentativen Querschnitt aus diesem Heft, das mich zumindest teilweise überzeugt hat. Die meisten Modelle sind gediegen und zeitlos. Die großflächigen eingestrickten Bilder wie Kaffeekannen finde ich dann doch etwas affig, aber das liegt wohl daran, dass ich die 80er, in denen das auch schon modern war, selber mitgemacht habe.

Verena 01-18

Die erste Verena in 2018, schon länger erschienen, zeige ich euch endlich heute.

Und weil ich euch noch mehr Strickzeitschriften vorstellen möchte, und Blogbeiträge sehr zeitintensiv sind, gibt es einfach mal die Kurzfassung mit vielen Bildern:

Ein Modell für wirklich gertenschlanke Frauen. Bei allen anderen (wie bei mir) würden die Rüschen an der unteren Kante vermutlich abstehen, aber auf jedenfall das gebährfreudige Becken sehr betonen.

Das Jäckchen gefällt mir, obwohl es mich so ein bisschen an die früher in Gebrauch warenden Bettjäckchen erinnert.

Diese Jacke gefiel mir auf den ersten Blick sehr. Aber dann überlege ich immer, ob das auch meiner Mutter (inzwischen stolze 89 Jahre alt) gefallen würde und dann ist es einfach zu altbacken für mich, wie diese Jacke eben auch.

Diese Jacke gefällt mir gut. Sehr gut sogar.

Gehäkelte Kleider können sehr elegant aussehen.

Und auch gestrickt ein Augenschmaus. Dazu noch das Mäntelchen selber genäht, daran sieht man, dass selbstgemacht nichts mit Verstaubt oder Altbacken zu tun haben muss.

Bei diesem Pullover dachte ich spontan, muss ich haben. Die Form wird zwar ein bisschen auftragen und es ist bestimmt ein richtig warmer, kuscheliger Pullover, aber auch entsprechend feinem Garn wirkt er sicherlich wundervoll.

Rückenfrei ist vielleicht nichts mehr in meinem Alter, aber es ist auf jeden Fall ein Hingucker.

Im Gegensatz zu diesem Modell, das sieht so aus, als wäre hinten die Lust oder die Wolle oder beides ausgegangen.

Aus Leinen gearbeitet würde ich es für den Sommer in einer anderer Farbe stricken.

Mein Highlight aus diesem Heft:

h+h Cologne 2018

Nachdem ich letztes Jahr pausiert habe, hat es mich dieses Jahr wieder zur h+h gezogen. Natürlich werde ich euch meine Impressionen nicht vorenthalten. Eins vorneweg: Es scheinen wieder mehr Aussteller geworden zu sein, allerdings nimmt Nähen und Sticken einen größeren Rahmen ein als bisher, so dass ich subjektiv den Eindruck hatte, es gäbe mehr Aussteller mit Nähzubehör als mit Wolle. Verifiziert habe ich das aber nicht.

Vielleicht könnte ich damit meine Jüngste zum Handarbeiten motivieren, mein Lieblingsenkelsohn steht nämlich total auf Frozen:

Fest steht, die Farben sind, glaubt man den Garnherstellern, dieses Jahr gedeckt. Sie changieren von Lila (ja, Lila ist wieder in!) über sämtliche Rotnuancen hin zu braun, beige und grau.

Krachbunt war wohl gestern, außer bei den verschiedenen „Bobbeln“, diesen gewickelten Garnen mit Farbverlauf. Die hat inzwischen auch nahezu jeder Anbieter im Programm und es gibt sogar Anbieter, die sie ausschließlich anbieten.

Besonders ins Auge gestochen sind mir hierbei allerdings die „Bobbel“ von Rellana, denn erstens sind sie nicht nur gewickelt, sondern auch verzwirnt und zweitens wäre kaum ein Übergang sichtbar, da die Enden nicht verknotet sondern mit Druckluft „verschweißt“ werden.

Lange Rede, kurzer Sinn, hier meine Eindrücke:

Als erstes stach mir das Ergebnis des Wettbewerbes der Textile Art Berlin ins Auge.

Es ist erstaunlich, mit welchen wundervollen Techniken textile Kunst entstehen kann.

Weiter geht es mit einem virtuellen Rundgang:

Schmeichelgarne hat ein neues „System“. Unten seht ihr die verschiedenen Qualitäten und oben die (meist) für alle Qualitäten verfügbaren Farben:

Findet ihr Ähnlichkeiten zu diesem Modell aus dem neuen Rowan-Heft (das ich auch noch vorstellen werde)?

Schulana – ganz ehrlich: Das ist altmodisch hoch fünfzig

Natürlich traf ich auch bekannte Gesichter:

Es gibt sie noch: Studio Yarn

Daniela Johannsenova am Prym-Stand

Bernd Pottschull von Lanartus

Die Jacke ist auch von Lanartus, gestrickt aus der Sofia

Und hier mal eine Nahaufnahme von dem Hanf-Garn „Kiff“

Della Q

Neue Designs von ihr

Jetzt mit praktischem Sichtfenster

Bei Isager war immer viel los

Dieses Cashmere-Garn (June Cashmere) fand ich sehr überzeugend, denn es hat mehr „Stand“ als andere Cashmere-Garne.

für mich neu war Garn aus Südafrika – hauptsächlich Mohair, aber wunderbar von der Haptik her

Für mich auch neu war die Dawanda-Ecke

Tolle Garnschalen aus Indien

Und fantastische Bänder

Dieses Paar harmonierte so wunderbar, ich musste sie fotografieren.

Passend dazu gibts was von Online

Auch diese beiden Damen überzeugten sehr mit ihrem Auftritt und da schließt sich der Kreis wieder zu dem Grün zu Beginn

Summasumarum habe ich vor, nächstes Jahr wieder hinzufahren.

Teststrickerinnen gesucht

Bereits im letzten Jahr suchte ich Teststrickerinnen für eine neue Tuchanleitung. Inzwischen habe ich weitere mögiche Wollkombinationen gefunden und suche daher weitere Teststrickerinnen.
Die Bedingungen sind einfach: Ich schicke dir auf meine Kosten die Garne zu, du wirst einer geheimen Gruppe hinzugefügt und strickst das Tuch, danach schickst du es mir auf deine Kosten zum Fotografieren zurück (oder machst selber ansprechende Fotos und verlinkst es auf Ravelry) und ich schicke es dir dann wieder zu, du darfst es nämlich behalten.
Die möglichen Teststrickpakete seht ihr unten in den Kommentaren.

Menschen und Socken

Neulich war ich mit meinem Hund spazieren.

Und obwohl fast alles wie immer war, war es ein unangenehmer Spaziergang. Das hatte einen sehr einfachen, sehr unscheinbar klingenden Grund: Ich hatte Socken an, die sich während des Laufens im Stiefel immer weiter herunterschoben, bis sie über die Ferse gerutscht waren und nun mein Laufen irgendwie irritierten. Äußerlich sah man nichts, man konnte gar nicht ahnen, wie es in meinen Stiefeln und damit in mir aussah. Und während ein Teil meines Gehirnes sich damit beschäftigte, dieses unangenehme Gefühl möglichst zu übergehen, formte sich im für Küchentischphilosophie verantwortlichen Teil meines Gehirnes folgender Gedankengang:

Manche Lebenspartner sind auch wie Socken. Und es kommt eben darauf an, welche wir auswählen. Nehmen wir die, die auf den ersten Blick gut aussehen und die auch nach außen nichts zu wünschen übrig lassen, kann es gut sein, dass sie uns dennoch bei jedem Schritt stören, uns hemmen und uns nicht gut tun.

Nehmen wir doch also die, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so modisch sind, die eventuell selbst gestrickt sind, die vielleicht Macken haben und die eventuell in den Schuhen nicht so schick aussehen. Aber die uns tragen, unsere Füße wärmend umschließen, ohne zu drücken oder zu rutschen, egal, was andere darüber denken.

Und genau so verhält es sich auch mit Beziehungen. Macht euch keine Gedanken darüber, was die anderen über euren Lebenspartner denken könnten, unter Umständen habt ihr dann nämlich so eine Rutschesocke, die eure Energien raubt, obwohl nach außen alles prima aussieht, sondern wählt den für euch aus, der so passt, wie es eben ein guter Socke auch tut.

Oftmals fragen wir uns, wenn wir uns verlieben, was denn unsere Freunde und Freundinnen zu der oder dem Neuen sagen werden. Hat er/sie einen interessanten Job, tolle Hobbys, sieht gut aus, was werden die anderen toll an ihm oder ihr finden. Merkt ihr was? Es ist eigentlich vollkommen uninteressant, was die anderen über euren Partner oder eure Partnerin sagen oder denken. Für euch sollte wichtig sein, wie eure Beziehung im Innenverhältnis ist. Wie geht ihr miteinander um, wenn ihr alleine seid. Könnt ihr eurem Partner sagen, wenn es euch mal schlecht geht, könnt ihr euch dann fallen lassen. Wie agiert ihr miteinander in stressigen Situationen? Wie bewältigt ihr die Aufgaben des Alltags. Und wenn ihr in diesen Bereichen harmoniert, werdet ihr merken, dass eure Umwelt euch als Paar akzeptiert, denn dann strahlt ihr Lebensfreude und Harmonie aus.

Jahresende, Knits, Knitscene und ein Paar Socken

Liebe Leserinnen,

das Jahr neigt sich zum Ende und ich packe in diesen Beitrag all das, was ich mir noch vorgenommen habe, euch zu zeigen.

Legen wir los mit der Knits Holidays, denn nach Weihnachten ist ja vor Weihnachten des Folgejahres.

Zwei Dinge fielen mir darin auf, erstens dieser Weihnachts-Grinch

Und zweitens dieser wunderbare Schal, für dessen Muster die geübte Strickerin keine Anleitung braucht

Dann zeige ich euch noch, was mich in der Knitscene besonders angesprochen hat

Der Pullover wirkt so kuschelig und elfenhaft.

Und dieser Loop würde sich wunderbar in Doubleface stricken lassen

Ein Paar Stinos (stinknormale Socken) aus von mir handegefärbter Lanartus Fine Merino Socks sind noch pünktlich zu Weihnachten fertig geworden (ja, auch der 26.12. ist noch Weihnachten).

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich auf viele gemeinsame Strickerlebnisse hier auf diesem Blog und im richtigen Leben. Gestaltet den Jahreswechsel so, wie es euch am besten gefällt.

Der Geldwert und der Geldbetrag

Neulich gab es bei Facebook eine Diskussion über die Preise von Tantra-Massagen. Ich fand das Angebot sehr preisintensiv und verglich es mit Preisen von physiotherapeutischen Praxen, die entsprechend günstiger sind. Daraufhin erklärte mir jemand folgendes: “ Eine wirkliche gute Massage gibt man nicht nur mit den Händen oder dem eigenen Körper sondern mit der Kraft der eigenen Seele, und das kann man nicht in Minuten oder Euro ausrechnen und kalkulieren.[…]Das Geld ist hier nicht als Geld, sondern als Energieaustausch zu sehen.“

Aha. Energieaustausch. Klingt plausibel und gefällt mir, insbesondere im Zusammenhang mit Geld. Aber, und das ist das, was mich hier beschäftigt, warum gilt das für eine nichtmaterielle Ware wie eine Massage anscheinend mehr als für einen materiellen Gegenwert wie ein handgefärbtes Garn? Da kann es dann gar nicht billig genug sein. Auch zu diesem Thema gab es vor wenigen Wochen eine Umfrage bei Facebook, wie hoch der Preis für handgefärbte Sockenwolle sein dürfe und es haben sich mehrer Handfärberinnen mit wirklichen „Kampfpreisen“ gemeldet. Auf die Nachfrage, warum dem so wäre, hat eine tatsächlich gesagt, weil sie es ja nur als Hausfrau machen würde, das Geld verdiene ihr Mann. Nun frage ich mich, wie diese Handfärberinnen denken würden, wenn die Arbeit ihres Mannes durch eine billigere Kraft aus dem Ostblock abgelöst würde – wäre das dann auch noch in Ordnung? Selber so agieren finden sie aber schon in Ordnung. Und wenn jemand mit zweierlei Maßstäben misst, fordert das meinen Widerspruchsgeist, daher hier dieser Beitrag.

Kommen wir also zurück zum Energieaustausch. Früher, nein, ganz früher, also vor dem Geld, da gab es Tauschhandel. Das war aber auf Dauer unpraktisch, also „erfand“ die Menschheit das Geld. Geld ist eigentlich ein Gegenwert für eigene produzierte Waren. Später, mit der Industrialisierung wurde Geld auch ein Gegenwert für die geleistete Arbeit, ohne dass das Produkt in direktem Zusammenhang damit stand. Aber es ist immer ein Wert für einen gewissen Energieaufwand, den man betreiben muss, um es zu ergattern. Und nun frage ich mich, warum viele von uns bereit sind, ohne mit der Wimper zu zucken, für ein nicht materielles Erlebnis wie eben Massagen oder Jochen Schweizers Erlebnisse wesentlich mehr Geld auszugeben, als sie selber im betreffenden Zeitraum verdienen würden und gleichzeitig finden wir es fast schon als persönliche Zumutung, für materielle Dinge wie Lebensmittel oder Elektronik überhaupt Geld auszugeben, da greift dann die Geiz-ist-geil-Mentalität. Ich finde das bemerkenswert und kann mir nicht recht erklären, warum das so ist. Aber darüber sprechen wollte ich mal.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Vielleicht finde ich im Urlaub Zeit, euch ein paar englischsprachige Strickzeitschriften vorzustellen, sonst halt erst im neuen Jahr.