Jean Paul Gaultier – Ausstellung in der Kunsthalle in München (Bilder fehlen)

„Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.“ (Arthur Schopenhauer)

Gestern war es soweit, eine Freundin und ich haben uns mit dem Zug nach München aufgemacht, um die Ausstellung Jean Paul Gaultier in der Kunsthalle München zu besuchen.

Gaultier wurde unter anderem für seine Korsetts berühmt, die auch die Formgebung seiner Parfumflacons beeinflussten:
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Kritiker warfen ihm vor, mit seinen Korsetts würde er der Frauenbewegung der 1960er- und 1970er-Jahre im Weg stehen. Für ihn symbolisierte das Korsett in der Garderobe der modernen Frau jedoch nicht Unterordnung und Eingesperrtsein, sondern die Verbindung von Macht, Enthüllung und Verführung. Ein Denkansatz, den ich schon oftmals propagiert habe, denn wieviel Macht hatten in vergangenen Tagen doch so manche Mätressen und Konkubinen.
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Gaultier beschäftigte sich bei seiner enormen Schaffenskraft auch mit Handgearbeitetem, wie diesen Exponaten:

Häkelkleid
Häkelkleid

Mein persönlicher Favorit ist dieses wundervolle Strickkleid

Wollkleid
Wollkleid – Gaultier

Künstlerisch wird wohl aber dieses Stück anspruchsvoller sein:
„Königliche Hoheit“ aus der Herbst-Winter-Kollektion Prinzen und Maharadschas von 2007/2008 – Ganzkörperanzug aus Stickerei und Häkelei, verziert mit Kristallen von Swarovski, mit Ärmeln aus Fuchspelz

"Königliche Hoheit" - Gaultier
„Königliche Hoheit“ – Gaultier

Gaultier konnte sogar die Nacktheit anziehen:
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In seiner Begrüßungsrede, die mittels modernster Technik so gestaltet ist, als würde der Meister tatsächlich persönlich zu den Besuchern parlieren (links im Bild), ist zu hören:

„Kommen und schauen Sie, es gibt wunderschöne Dinge zu sehen, wie die Meerjungfrauen, ich liebe die Meerjungfrauen, und ich liebe die Madonnen, Jungfrauen“

Und in der Tat, auch dazu gibt es sehr bemerkenswerte Designs:
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Summa summarum halte ich die Ausstellung für außerordentlich gelungen, allerdings bin ich froh, dass wir an einem Montag da waren, denn der halbe Eintrittspreis an diesem Wochentag beträgt 7,00 €. Ob mir das ganze 14,00 € wert gewesen wäre, bezweifele ich.




Sommerurlaub 2015: Rumänien und die Teppichwaschmaschine (Bilder fehlen)

Im Juli 2015 war ich in Rumänien und habe euch versprochen, die Bilder von der natürlichen Teppichwaschmaschine zu zeigen. Was lange währt, wird endlich gut, hier sind sie:
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Es wird dort die Kraft des Wassers gleich mehrfach genutzt. Zunächst einmal stehen in dem fließenden Gewässer so eine Art Bottiche, in deren Innerem sich Verwirbelungen bilden, mit deren Hilfe die Teppiche gereinigt werden. Es werden keinerlei weiteren Waschmittel o. ä. zugefügt.
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Dann wird natürlich auch Wolle versponnen und verwoben:
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Und am Ende werden wieder mit Hilfe der Wasserkraft die entstandenen Teppiche mit dieser Gerätschaft schön flauschig gemacht:
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Hier noch ein paar Impressionen
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Der richtige Stundensatz

Häufig ist es für neue Selbständige schwierig, den Stundensatz zu ermitteln, den sie verlangen müssen, um ein angemessenes Einkommen zu erzielen. Das ist aber für die weitere berufliche Laufbahn von erheblicher Bedeutung, denn wenn das Einkommen kein Auskommen ermöglicht, ist bald Schluß mit lustig.

Als erstes gilt es zu sehen, dass ein Stundensatz nicht gleichzusetzen ist mit einem Stundenlohn. Hierzu gibt es diesen sehr gut geschriebenen Artikel in der Deutschen Handwerks Zeitung. Auch hier findet sich eine gute Erkärung. Wer mag, kann ja diese Informationen gern auch so aufbereiten, dass sie dem potentiellen Kunden zugänglich sind.

Wie ermittelt man nun den richtigen Stundensatz? Auch hier gibt es bereits im Netz einige wertvolle Seiten, so dass ich das Rad nicht neu erfinden muss. Bei Lambertschuster.de finden sich sieben Punkte, was in einem Stundensatz enthalten sein muss. Und unter guru-20.info ist sogar ein fertig konfigurierter Stundensatzrechner, der den benötigten Stundensatz ermittelt und sogar den möglichen Spielraum erläutert.

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Macht euch also nicht selber kaputt, denn was nichts kostet, ist auch nichts wert.

Verkaufsgespräche und Gespräche beim Verkauf

Es gibt klassische Verkaufsgespräche, die sich um Liefer- und Zahlungsbedingungen, Qualität der Ware usw. usf. drehen. Darumherum gibt es aber natürlich auch Gespräche, die in das Schema „Small Talk“ passen. Allerdings kann man dabei ziemlich ins Fettnäpfchen treten. Hier ein Beispiel aus der Praxis:

Eine Stoffhändlerin (Nähen ist wohl das Stricken von morgen, darüber aber ein ander Mal mehr) hatte einen Termin mit einem Außendienstmitarbeiter eines potentiellen neuen Lieferanten. Dieser Außendienstmitarbeiter hat einen Migrationshintergrund, was für diese Geschichte von Relevanz ist, sonst wäre es nicht erwähnenswert. Zwischen ihm und der Stoffhändlerin entwickelte sich in etwa folgender Dialog (stark gekürzt):

potentielle Kundin: „Ich lege viel Wert auf Nachhaltigkeit und Ökologie und möchte keinesfalls, dass die Stoffe aus China kommen.“
potenteiller Lieferant: „Es gibt auch in China Fabriken, in denen gute Löhne bezahlt werden, das ist kein Kriterium.“
potentielle Kundin: „Aus politischen Gründen möchte ich aber nichts aus China importieren, denn jeder Export stärkt dieses Land weiter, das die Menschenrechte mit Füßen tritt.“
potentieller Lieferant: „Da kann ich Ihnen von meiner Zeit erzählen, als ich hier neu in Deutschland war. Da habe ich ganz schlecht bezahlte Jobs bekommen, teilweise nur vier Euro in der Stunde und manchmal wurde ich gar nicht bezahlt. Da ist China nicht schlechter als Deutschland.“

Ist das etwas, was die Kundin hören möchte? Oder etwas, was dem Verkäufe hilft?
Nein, im Gegenteil, es bringt eine negative Stimmung in das Gespräch hinein. Wie soll die potentielle Kundin reagieren? Den Außendienstler bemitleiden? China für gut heißen? Deutschlands Arbeitgeber pauschal verteufeln? Ganz egal, was sie macht, es wird immer irgendwie verkehrt sein. Und allein diese Überlegung ist anstrengend und macht das Gespräch mühsam und unerquicklich.

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Das Ende vom Lied: Die potentielle Kundin hat beim Außendienstmitarbeiter nichts gekauft.

Für ein erfolgreiches Verkaufsgespräch muss man eine angenehme Atmosphäre schaffen.
Ohne Einfühlungsvermögen und Empathie geht es eben nicht. Hier ein paar Tipps für ein erfolgreiches „Drumherum“ bei einem Verkaufsgespräch. Das gilt natürlich auch beim Einzelnhandel für den Umgang mit einem Kunden.

  • Beginne mit einem freundlichen Gruß
  • Erkundige dich nach dem Befinden deines Gesprächpartners
  • Je nach Zeitdruck kann man noch ein paar Takte Smalltalk einfließen lassen. Beliebte Themen: Das Wetter, Kinder, Haustiere, Festtage
  • Vermeide Reizthemen wie Politik, Geldangelegenheiten (außer natürlich bei den Zahlungsbedingungen und -konditionen), Streitereien, Mitbewerber

Wenn du diese Grundregeln beherrschst und ein Gespür für Stimmungen hast, steht einem guten Gesprächsverlauf nichts mehr im Wege. Wenn Du dein Wissen intensivieren möchtest, empfehle ich Bücher zum Thema Gesprächstechniken.




Sofias Tuch (Bilder fehlen)

Pünktlich (haha, ja, auch kurz davor ist noch pünktlich!) zum Leipziger Wolle-Fest habe ich eine Überraschung für euch fertig:

Sofias Tuch
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Es wird die Anleitung dieses Tuches vorerst nur exklusiv zusammen mit der passenden Strickpackung geben. In der Strickpackung ist neben der Anleitung auch ein Strang Lanartus Sofia handgefärbt und zwei Knäuel à 50 Gramm Lanartus Sofia enthalten und alles zusammen kostet sagenhafte 22,80 €. Die Anleitung ist auch auf
Ravelry (klickedicklick)
angelegt.

Ich freue mich schon auf euch in Leipzig.

Nachtrag: Inzwischen gibt es die Anleitung auch ohne Strickpackung als Ravelry-Download.

Frohe Ostern

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

jedem von euch wünsche ich ein frohes Osterfest, das noch schöner wird, als ihr es euch vorgestellt habt. Und dem Osterhasen wünsche ich ein gutes Hörgerät, nicht, dass es euch geht wie mir 😉

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Hylidae-Fasern

Ganz neu auf der h + h Cologne 2015 wurde erstmals die fertig gesponnene Faser des Hylidae der Öffentlichkeit vorgestellt. Es gelang mir sogar, ein winziges Stück dieses edlen Garnes zu ergattern, hier ein Foto davon:

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Wie man sieht, ist es ein äußerst dünner Faden, der aber in seinen Eigenschaften denen der Seide von der Seidespinnerraupe in nichts nachsteht. Es ist ähnlich reißfest, verfilzt auch nicht, hat aber dennoch die weiche Flauschigkeit von Wolle, die Seidengarnen fehlt.

Die artgerechte Haltung dieser Tiere sowie die schonende Gewinnung der Fasern ist der Firma Lunartas souverän gelungen, bereits Ende Mai soll die Faser in den Handel kommen. Wer detaillierte Informationen möchte, sieht am besten gleich auf der Website des Herstellers nach, dort wird viel über diese Neuartigkeit erklärt.

h + h Cologne 2015

Nun ist sie wieder vorbei, die Fachmesse für Handarbeiten und Hobby. Auch dieses Jahr waren Tanja und ich für euch auf der h + h. Schon auf der Hinfahrt wurden wir vom bahneigenem Journal „mobil“ auf das Thema eingestimmt:
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Von der Messe selbst gibt es heuer weniger Fotos, als ihr von mir gewohnt seid, denn wir waren überwiegend in spezieller Mission für das Wollfest Regensburg unterwegs und haben versucht, Firmen als Sponsoren für diese Veranstaltung zu gewinnen.

Die Messe ist insgesamt größer geworden, es waren mehr Aussteller da als in den vergangenen Jahre, aber auch die Fläche hat sich vergrößert, Halle 3.1 war bisher nicht dabei. Die genauen Zahlen kann man im Schlussbericht nachlesen.

Subjektiv empfunden gab es dieses Jahr erfreulich wenig „Besuchergedränge“, sicherlich der größeren Fläche geschuldet.

Hier nun ein paar Impressionen:

Ein Suchspiel – finde den Fehler:
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Stephen West war mit einem eigenen Stand auch da:
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Und dieser witzige Pullover ist aus der Yak-Wolle:
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Für mich sehr überraschend war die Tatsache, wie wenig Ausstellern die Plattform Ravelry bekannt ist. Das fiel mir jetzt nur deswegen auf, weil wir eben in Zusammenhang mit dem 7. German Ravelry Meeting darauf hingewiesen haben. Aber bei Austermann kennt jemand anscheinend zumindest die Anleitungen, denn dieses Modell hier ist eindeutig ein Lanesplitter. Allerdings finde ich, es wäre ein Akt der Höflichkeit gewesen, irgendwio auf die Herkunft der Anleitung hinzuweisen. Leider war davon nichts zu finden:
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Genug für heute, denn mir geht es nicht sonderlich gut, am Sonntag saß ich bei der Rückfahrt wohl (Achtung: Wortspiel) im Zug im Zug und nun habe ich eine hässliche Erkältung.