Wenn einer eine Reise tut……..

…..dann kann er was erzählen.

So erging es uns letzte Woche in Wien.

Gleich am ersten Morgen ereilte uns das Schicksal. Wir fuhren nichts Böses ahnend mit dem Aufzug in das Erdgeschoss, wo wir unser Frühstück einnehmen wollten. Sepp stand mit dem Rücken zur Aufzugtür und fuhr mit seinem Rollstuhl rückwärts aus dem Aufzug heraus. Fast. Also heraus schon, aber halt nicht fahren, sondern auf dem Übergang Aufzug – Fußboden war wohl eine größere Unebenheit, die dazu führte, dass er rückwärts sozusagen aus dem Aufzug mitsamt dem Rollstuhl umkippte. Nach der ersten Schrecksekunde und der Erkenntnis, dass ihm nichts passiert war, legte ich das großzügig als „vor mich in den Dreck schmeissen“ aus, er legt aber nach wie vor Wert darauf, dass das unfreiwillig geschehen wäre 😉 Wir recherchierten dann ein wenig, denn im ersten Moment waren wir beide ratlos, warum das passiert ist, aber in der Tat hielt dieser Aufzug mal mehr und mal weniger zuverlässig auf der Ebene, 5 cm hin oder her waren wohl die eingestellte Toleranz.

Apropos Toleranz, es gibt in Wien einige speziell ausgewiesene Bereiche auf der Donauinsel, in denen freilaufende Hunde erlaubt und erwünscht sind. Ein fantastisches Erlebnis für Professor Beppi.

Nachdem der Hund müde gespielt war, sind wir Richtung Innenstadt gefahren, wir wollten nun den Stephansdom und das Café Sacher besuchen, denn weniger ist oft mehr. Also machte ich mich im Internet schlau nach einer passenden Parkgarage und wurde prompot fündig, direkt neben dem Stephansdom gibt es nämlich eine. Maximale Höhe 150 cm, ich dachte, alles prima, ohne mir Gedanken über die wirkliche Höhe von unserem Muckel-Touran zu machen. Ähm ja, was soll ich sagen, erst fand ich um ein Haar die Einfahrt zu dieser Parkgarage nicht und als wir die Hürde entdlich genommen hatten, kamen wir im Inneren der Garage nicht weiter, weil einfach eine weitere Schranke geschlossen war. Ich fuhr mehrmals fünf Meter vor und wieder zurück, da, wo wir rein wollten, blieb die Schranke hartnäckig verschlossen. Drüber leuchtete nochmal das Schild mit den 1,50 Metern, aber das wusste ich doch schon. Hmmmm. Grübel, grübel. Dann, plötzlich, bekam ich doch noch eine Eingebung und schaute mal im KfZ-Schein nach, wie hoch unser Muckel-Touran wirklich ist. Ähm, ja, 161,9 cm passen nun nicht unter 150 cm hohe Betondecken hindurch. Also wieder raus und ab zur nächsten Parkgarage. Die dann eben in der Nähe des Hotels Sacher, es ist ja schließlich fast egal, in welcher Reihenfolge wir unser „Pflichtprogramm“ absolvieren. Da ging dann alles reibungslos, Parkplatz gefunden, passt. Und ab zum Café Sacher.

Eine Zirbelnuss an der Eingangstüre.

Die weltberühmte Sachertorte, mir persönlich ja zu süß:

Ach ja, schon vor dem Hotel Sacher fand ich das Parkticket der Parkgarage nicht mehr. Wir haben aber beschlossen, dass uns das jetzt egal ist, weil aufregen nichts bringt und ich setzte meine Hoffnung darauf, dass es wohl im Auto läge.

Weiter gings zum Stephansdom.

Irgendwer fragte mich im übrigen, ob wir vorhätten, mit einem Fiaker zu fahren. Hatten wir zwar nicht vor, aber so tierquälend, wie die Dame mir das geschildert hatte, scheint es doch nicht zu sein, denn zu Saufen bekommen die Pferde durchaus. Ich weiß nicht, warum es en vogue zu sein scheint, niemandem (auch keinen Tieren) etwas „zuzumuten“, im Sinne von einer Aufgabe gerecht zu werden.

Naja, sei’s drum. Wir flanierten also zurück Richtung Auto. Unterwegs bekam Sepp noch einen Hut, der steht ihm richtig gut, finde ich.

Zurück in der Parkgarage die Ernüchterung bezüglich meines verdrängten Problemes: das Parkticket war nicht im Auto. Hmmmpf. Ähm. Ja. Ich also zum Automaten zurück und auf „Ticket verloren“ gedrückt. Eine Stimme aus dem Automaten ertönte. An Gebühren würde jetzt die Tagespauschale und eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr fällig. Aber dann das Wunder, der Automat nahm die Einganben der entfernt sitzenden Inhaberin der Stimme aus dem Automaten nicht an. Nach dem dritten Versuch sagte sie, wir wollten einfach so zur Ausfahrt fahren und an der Schranke nochmal klingeln. Gesagt, getan und was soll ich euch sagen, uns wurde die Schranke einfach so geöffnet. „Selten ein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen ist.“, eine alte Weisheit bewahrheitete sich da.

Fertig mit dem Sightseeing haben wir uns was zu Futtern gesucht und wurden in einem Restaurant namens „Das Dreieck“ fündig. Der Abend war lau, also entschlossen wir uns, draussen zu sitzen. Es war dort eine Fläche mit einem Holzzaun abgegrenzt, ein paar Tische waren gedeckt. An einem der Tische wurden es mehr und mehr Personen, bis diese beschlossen, mehrere Tische zu einer großen Tafel zusammenzuschieben. Die ersten wollten die Tische irgendwie zickzack aufstellen, aber einer war dabei, der anscheinend in der Schule aufgepasst hatte, denn er ließ verlauten, dass die kürzeste Strecke zwischen zwei Punkten nun mal die Gerade wäre. Daraufhin wurden die Tische in einer Reihe aufgestellt, allerdings nicht parallel zu den seitlich verlaufenden Zäunen, sondern diagonal. Es meldete sich wieder der, der sich vorher schon durch Fachwissen hervorgetan hat und bemerkte, dass man darauf achten sollte, dass „der mit dem Rollstuhl da auch noch raus kommt“. Aber leider stieß er hier auf taube Ohren und durch das schräge Stellen der geraden Tafel war weder auf der einen noch auf der anderen Seite genügend Platz für Sepp, um da mit dem Rollstuhl raus zu kommen. Hier mal ein Foto, damit ihr es euch in etwa vorstellen könnt:

Uns war das erst mal egal, mir ja sowieso, aber auch Sepp legt da einen bewundernswerten Gleichmut an den Tag und wir genossen unser Mahl, es gab Wiender Schnitzel in Wien (wer kennt den Unterschied zwischen Wiener Schnitzel und einem Schnitzel Wiener Art?) und als Nachtisch einen Kaiserschmarrn.

Als wir dann gezahlt hatten und die anderen Gäste von dem Dilemma mit dem mangelden Platz für den Rollstuhl informierten, kam aber umgehend Schwung in die Runde und es wurden hurtig und unter netten Bemerkungen und viel Gelächter der Weg frei gemacht.

Ihr seht also, man kann auf einer Reise wirklich viel erleben. Und wer glaubt, dass unsere Erlebnisse auf mehreren Tagen beruhen, hat sich getäuscht, das alles haben wir an einem einzigen Samstag erlebt. Dafür haben wir uns dann am Abend noch einen Cocktail gegönnt, für den hatten wir nämlich einen Gutschein vom Hotel.

Und weil es so schön war, haben wir uns noch etwas alkoholisches gegönnt:

Ich nehme an, es ist überflüssig zu erwähnen, dass es NATÜRLICH bei der Bezahlung Probleme gab wegen des Gutscheines und weil der Barkeeper nicht befugt war…., ach, was weiß ich. Jedenfalls konnten wir das Problem aber am nächsten Morgen an der Rezeption doch noch lösen und so können wir das Austria Trend Hotel Lassalle guten Gewissens weiterempfehlen. Sehr ansprechend empfand ich persönlich, dass die Frühstückszutaten weitestgehend Bioqualität hatten.

Wir können einiges von der Österreichern lernen.

Kensington

Bei meiner Vorstellung des Rowan-Magazins Nummer 62 schrieb ich bei einem Bild, dass ich meine, ich wüsste, wo das aufgenommen ist und ich habe euch das Foto dazu versprochen. Nun habe ich viele Fotos auf der Festplatte und die sind noch unsortierter als mein Wollstash, daher brauchte es eine Zeit. Aber ich habe es gefunden.

Das hier ist das Foto aus dem Magazin

Und das ist das Foto, das ich meinte

Es ist diese Häuserzeile. „Darf ich mal ein bisschen stolz auf mein fotografisches Gedächtnis sein?“, dachte ich im ersten Moment. Darf ich aber nicht, es ist nämlich eben nicht diese Häuserzeile, wie uns ein Detailfoto verrät.

Es unterscheiden sich die schmiedeeisernen Gitter als auch die Gestaltung des Gebäudes unterhalb des Balkons:

Aber egal, es ist auf jeden Fall aus diesem Stadtteil, vermutlich ist es die Häuserzeile gegenüber dieser Häuserzeile. Und eine wunderschöne Gegend Londons ist das allemal.

Urlaubsideen

So notwendig wie Freundschaft ist nichts im Leben. Aristoteles

Urlaub in Deutschland

Sie sind noch immer unschlüssig, wohin es diesen Sommer gehen soll? Dieser Urlaubs-Guide soll Ihnen dabei helfen, herauszufinden, wohin man dieses Jahr am besten reisen kann. In Deutschland gibt es unzählige Orte, an denen man die Natur genießen, Partys erleben oder einen unterhaltsamen Abend in einem Kasino verbringen kann.

 

Aktive Erholung

Eine der besten Dinge an ländlichen Gebieten in Deutschland ist, dass man dort vielen verschiedenen Outdoor-Aktivitäten, wie Wandern und Radfahren, nachgehen kann. Eine der besten Routen für Wanderer ist der König-Ludwig-Weg; dies war die Lieblingswanderstrecke des berühmten Königs. Sie können den atemberaubenden Ausblick auf die bayerische Berglandschaft, die schimmernden Bäche und die charmanten Siedlungen auf dem Weg zu Schloss Neuschwanstein genießen. Wenn Ihnen dieses Reiseziel zusagt, können Sie die Wanderung entweder selbst planen oder sich einer der vielen geführten Touren anschließen, auf denen Sie mehr über die Geschichte der Region erfahren. Oder Sie lassen sich mit dem Schiff bequem über den Chiemsee zur Insel Herrenchiemsee bringen und genießen dort eines der Märchenschlösser.

Chiemsee

Sporturlaub

Sollten Sie und Ihre Freunde verreisen, um große Sportevents und legendäre Stadien zu erleben, gibt es in Deutschland diverse Möglichkeiten. Einer der beeindruckendsten Schauplätze ist wohl das Olympiastadion in Berlin, das 1936 für die Olympischen Spiele erbaut und 2004 renoviert wurde. Es ist das größte Stadion Deutschlands und wird für viele internationale Fußballspiele genutzt. Und da es sich in der Hauptstadt befindet, gibt es auch anschließend noch viel zu sehen. Wenn Sie ein Spiel im Stadion erleben, bietet es sich an, sich bei Betway die aktuellen Quoten anzusehen und eine Sportwette abzuschließen. Dies können Sie ganz bequem im Café oder Restaurant tun, während Sie lokale Spezialitäten genießen. Auch die Allianzarena ist einen Besuch wert.

 

Kultururlaub

Für alle Kunst- und Geschichtsfans bietet sich dank der vielen Museen und Galerien in Deutschland auch ein Kultururlaub an. Das Alte Museum Berlin zeigt eine beeindruckende Sammlung von griechischen, römischen und etruskischen Artefakten. Auf der Museumsinsel können Sie stundenlang damit verbringen, ein Museum nach dem anderen zu besuchen und lokale und internationale Geschichte zu erleben.

 

Familienurlaub

Für einen unvergesslichen Kurztrip mit der Familie empfiehlt es sich, das Phantasialand zu besuchen, da waren wir erst in diesem Jahr und fahren im September nochmal hin. Kinder und jung gebliebene Erwachsene können Fahrten auf Achterbahnen und Wildwasserbahnen erleben sowie Live-Shows besuchen. Das im Vergnügungspark gelegene Vier-Sterne-Hotel Ling Bao hat ausgezeichnete Bewertungen und verfügt über Zimmer mit kindgerechter Einrichtung. Sollten Sie sich allerdings eher für Kultur interessieren, gibt es auch hier viele Optionen für die ganze Familie. Deutschland hat viele historische Schauplätze mit Schlössern und kinderfreundlichen Museen. Besuchen Sie das Schloss von König Ludwig II von Bayern, dessen Leidenschaft für außergewöhnliche Architektur Besucher aus aller Welt beeindruckt.

 

Flachsmarkt Burg Linn in Krefeld

Mach Spindel und Rocken bereit, und Gott wird dir Flachs senden. Quelle: aus England

Heute haben wir den Flachsmarkt Burg Linn in Krefeld besucht und neben der Darstellung vieler mittelalterlicher Handwerkskünste waren natürlich auch die Wollverarbeitung vertreten. Ein paar Eindrücke dieses Marktes habe ich hier für euch zusammen gestellt:

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Hier noch eine Darstellung meiner Person – mal gut gelaunt, mal launisch 😉
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Anschließend haben wir noch einen Auslfug ins Gasometer Oberhausen zur Ausstellung „Wunder der Natur“ gemacht. Dort gibt es wirklich faszinierende Naturfotografien zu sehen.
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Liebevollen Valentinstag

„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“ (Hermann Hesse)

Allegorie der Wollust
Model für eine Ofenkachel (Fragment)
Georg Vest, Nürnberg, um 1610

Mit diesem Bild wünsche ich Euch allen einen schönen Valentinstag.

Das Model ist im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen.

München – Maximilianstraße

Der Besuch der Landeshauptstadt am vergangenen Montag mit den beiden Ausstellungen Gaultier und Sheila Hicks führte uns dann noch zum Flanieren über die Maximilianstraße. Das Wetter war uns hold und es regnete nicht, obwohl es wohl im restlichen Bayern geschifft haben muss.

Von diesem Ausflug habe ich außer der Erkenntnis, dass es wohl grundsätzlich unterschieliche Ansichten über die Wertigkeit von Geld geben muss, auch diese schicke Tasche mitgebracht:
Chanel

Na gut, ich habe sie angesichts des Preises nur als Foto und Inspiration mitgebracht:
Chanel-Preis

Anschließend haben wir uns aber Luxus gegönnt – eine Bavarian Tea-Time im Schwarzreiter. Allein das Geschirr weckte bei uns Frühlingsgefühle. Und die Häppchen waren hervorragend, das ist wirklich empfehlenswert.
Schwarzreiter1

Schwarzreiter2




Sheila Hicks „Predestined Colour Waves“ im Espace von Louis Vuitton

„Manchmal muss man, um gehört zu werden, den Mund halten.“ (Stanislaw Jerzy Lec)

Nach dem Besuch der Gaultier-Ausstellung bot sich ein anschließender Besuch der Ausstellung „Predestined Colour Waves“ im Espace von Louis Vuitton an. Nun gehört diese Kategorie Laden nicht gerade zu meinem täglichen Umgang und ich gebe zu, ich hatte massive Berührungsängste. Aber dank meiner Freundin, die mutig voran schritt, haben wir dann in der Tat das Expace im Louis Vuitton-Laden gefunden und konnten der Ausstellung frönen.

Mit Fotos dieser Ausstellung kann ich nicht dienen, denn fotografieren war strikt verboten. Aber es gab kostenlos einen sehr hochwertigen Katalog dieser Ausstellung mit Abbildungen aller Exponate:
Sheila-Hicks01

Sheila-Hicks02

Das raumfüllendste Objekt (aus urheberrechtlichen Gründen nur als Link) erinnerte stark an ein zu stark verzwirntes Garn. Inspirierend fand ich die diversen „Nadelkissen“, umwickelt mit sogenannten gefachten Garnen. Hier der Link zu einem Beispiel.

Beim Durchsehen der thematisch passend angebotenen Literatur stieß ich auf das Buch Goethes Farbenlehre: und die Lehren von den Farben und vom Färben*** und dort fiel beim Blättern mein Auge auf etwas für mich Neues, nämlich die Farblichtmusik nach Alexander László. Er verband Farben mit Akkorden. Ein interessanter Ansatz, wie ich finde. Leider, leider habe ich mir die Akkorde und die dazugehörigen Farben nicht merken können, ich werde demnächst in der Bibliothek Ausschau danach halten und erforschen, ob Farben und Töne zusammenpassen.




Max Liebermann

Wir haben uns heute in Berlin mit einigen Ravelerinnen getroffen und zwar in der Max-Liebermann-Villa am Wannsee. Was das mit Stricken zu tun hat? Sehr selbst:

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Und hier für alle Interessierten noch der Rest der Ausstellung samt Impressionen aus dem Garten:

Ausstellung

Garten

Es war ein sehr gelungener Start in unser „Berlin knits“-Wochenende.