Strickpüppchen

Für alle, die dieses Jahr Wollreste verabeiten wollen oder Sorgenpüppchen stricken möchten, hier eine Anleitung:

Strickpüppchen1

Strickpüppchen2

Strickpüppchen3

Noch schöner werden sie, wenn sie die Mützen extra gestrickt bekommen, man kann sie ja dennoch am Kopf hinten mit ein paar Stichen fixieren.

So sehen einige dieser gestrickten Gesellen aus:
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Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Es gibt wahrscheinlich keine unter uns, die zur Zeit nicht an einem, mehreren oder vielen gestrickten Weihnachtsgeschenken arbeitet. Aber wie sieht es andersherum aus? Wer von euch wünscht sich oder bekommt zu Weihnachten Geschenke, die (auch im weitesten Sinn) im Zusammenhang mit Stricken stehen? Was genau wünscht ihr euch?

Wenn wir uns zu Weihnachten beschenken würden, bekäme ich sicherlich auch Geschenke, die mit Stricken in Zusammenhang stehen. Aber wir schenken uns zu Weihnachten nichts, sondern machen uns stattdessen unter dem Jahr immer wieder mal kleine Freuden und da ist auch immer wieder etwas dabei, was mit Stricken zu tun hat.

Aber dieses Jahr werden alle, die es möchten, von mir zu Weihnachten beschenkt mit einem Geschenk, das eindeutig mit Stricken zu tun hat. Nach Weihnachten ist die Zeit des „Strick-Stresses“ vorbei, alle Geschenke sind gefertigt und die diversen Adventsaktivitäten wie Schals und Socken und und und sind auch fertig. Und damit wir nicht in ein großes Strickloch fallen, werde ich für euch eine kostenlose Anleitung für ein Lace-Tuch vorbereiten, mit dem ihr euch schon mal auf das kommende Frühjahr einstimmen könnt.

Gechenk




Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Strickst oder häkelst du auch in der Öffentlichkeit (also in Cafés, Bus und Bahn, Büchereien, in der Uni, am Arbeitsplatz etc.) ? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du damit gemacht und wie reagiert die Umwelt darauf? Wurdest du schon angesprochen und was haben sie gesagt?

Natürlich stricke ich auch in der Öffentlichkeit, in Bus und Bahn oder im Wartezimmer. Wenn ich Reaktionen erzielt habe, dann durchweg positive, es hat sich nie jemand durch meine Strickerei gestört gefühlt.

Das kann aber daran liegen, dass ich nicht in ALLEN Situationen, in denen es theoretisch möglich wäre, auch in der Öffentlichkeit stricke. Als Faustregel empfehle ich aus Höflichkeitsgründen nur dort zu stricken, wo man auch eine Zeitung oder ein Buch lesen würde.

Und weil ich immer wieder damit konfrontiert werde, dass manche Menschen Unsicherheiten in der Frage „Ist das statthaft oder nicht?“ haben, habe ich eine entsprechende Seite entworfen, in der solche und ähnliche Fragen geklärt werden: Höflichkeit, Umgangsformen und Stilsicherheit – Wissen darüber ist eine wichtige Voraussetzung für ein vollendetes Benehmen und damit für ein sicheres Auftreten.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Ich kaufe zunehmend Garn per Bestellung. Leider bin ich zum zweiten Mal in der Lage, daß ich einen ärgerlichen Mangel am Garn feststelle. Deshalb meine Frage: Wie geht Ihr mit Mängeln um, die ihr beim Stricken feststellt, wenn Ihr Garn per Bestellung gekauft habt?

Beim ersten Mal kaufte ich Wolle auf Konen und stellte beim Abstricken fest, daß die Lauflänge zu gering war. Das habe ich auch nur gemerkt, weil ich einen zweiten Faden von konfektionierten Knäueln mitgestrickt habe. Das Garn von der Kone war schneller zu Ende als das Knäuel (gleiche Lauflänge). Mit einer leeren Kone konnte ich das tatsächliche Gewicht der Wolle feststellen: es war zu wenig Garn aufgespult. Ich habe dann reklamiert, aber es war schwierig, den Mangel zu belegen.

Jetzt stricke ich ein Garn, das nicht reißfest ist. Auf 5 cm Höhe bei 120 cm Breite ist mir nun schon drei Mal eine Masche der Vorreihe gerissen, als ich sie abgestrickt habe. Das finde ich ärgerlich, zumal bei dem Preis, 50g Knäuel kostet 7,95 €. Es handelt sich um die donegal von Lang.

Kennt Ihr solche Probleme und wie geht Ihr damit um?

Vielen Dank an mo-hair für die heutige Frage!

Ich sitze ja sozusagen auf der anderen Seite der Medaille, denn bei mir als Händlerin würden solche Beschwerden ja ankommen. Als erstes rate ich jedem, seine Beschwerde kund zu tun. Es ist wirklich niemandem geholfen, wenn man Grund zur Reklamation hat, sich aber nur leise ärgert, denn auf die Weise ist es ja auch dem Verkäufer die Möglichkeit genommen, den Mangel nachhaltig zu beheben – er weiß ja gar nichts davon.

Wie dann das weitere Verfahren sein wird, wird sich dann aus dem Dialog ergeben und je nach Reaktion des Händlers würde ich dort eben weiterhin einkaufen und zufrieden sein, oder eben nicht mehr einkaufen, falls die Beseitigung des Mangels nicht zufriedenstellend verlaufen ist.

Ein guter, seriöser Händler hat an dem Spruch

„Sind sie zufrieden, sagen Sie es weiter, sind Sie unzufrieden, sagen Sie es mir.“

viel Interesse, denn es gibt nichts besseres als gute Mund-zu-Mund-Propaganda. Gleichzeitig wird aber erst durch die Kritik des Kunden eine notwendige Qualitätsverbesserung offenbar und dadurch möglich.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Kunden stets einwandfreie Ware. Und sollte dennoch etwas zu beanstanden sein – nur keine Scheu mit der Kontaktaufnahme, denn ich muss davon wissen, wenn ich etwas ändern soll.

Rechtschreibung

Dieser Beitrag vom Strickforum machte mich darauf aufmerksam, dass einige wohl häckeln statt häkeln schreiben. Den im Beitrag gegebenen Tipp, Google zu befragen, finde ich gut, dennoch möchte ich darauf hinweisen, wie man solche sprachlichen Unsicherheiten manchmal auch lösen kann:

Häkeln kommt von Haken, denn eine Häkelnadel ist letztlich ein Haken.

Käme Häkeln vom Hacken

würde man es auch mit ck schreiben.

Wenn ich mir aber andererseits die Suchergebnisse von Google so ansehe, wenn man „Hacken“ eingibt, ist das hier vielleicht doch vergebliche Liebesmüh:
Google-hacken

Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Ich habe gerade „Coast“ von Holst Garn doppelfädig verstrickt. Immer wieder habe ich einen Faden der zwei Fäden verloren, quasi überstrickt und musste ihn hochstricken. Und dann haben sich die beiden Knäule immer mal wieder verheddert. Gibt es Tipps fürs ärgerfreie Doppelfädigstricken: eine besondere Technik oder Nadel?

Gerade zur Zeit stricke ich die Jacke „Seeing Stripes“ aus doppelt verstrickter Lamana Piura und habe solche Probleme nicht.

Ich denke, es kommt auf mehrere Faktoren an: Die Wolle sollte schon von sich aus schön fest verzwirnt sein. Die Coast von Holst-Garn ist das nicht, wenn ich das nach diesem Bild hier versuche zu beurteilen:

Bei der Piura sind die Punkte der sich verkreuzenden Fäden viel dichter beeinander, sie ist also wesentlich enger bzw. stärker verzwirnt.

Lamana Piura Nahaufnahme
Lamana Piura Nahaufnahme

Es kommt natürlich auch auf die Nadeln an, für so ein Unterfangen sind spitzere Nadeln besser geeignet als stumpfere. Hier mal ein Foto zur Verdeutlichung, dass es da durchaus Unterschiede gibt:

Stricknadelspitzen
Nadelspitzen von Stricknadeln unterschiedlicher Materalien

Und hier ein Foto der Maschenprobe meines Strickstückes, mit zwei Fäden verstricke ich nämlich deswegen, weil die Designerin Farbwechsel vorgegeben hat:

Teststück von Lamana Piura doppelt verstrickt
Teststück von Lamana Piura doppelt verstrickt

Man kann also mit doppelt verstrickter Wolle nicht nur die Stärke der Wolle beeinflussen, sondern auch ganz wunderschöne Effekte erzielen.

Zum Thema Knäuel verheddern kann ich gar nichts beitragen, diese Wolle verheddert sich nicht. Die Knäuel liegen einfach nebeneinander neben mir auf dem Sofa und wenn ich Wolle brauche, ziehe ich einfach und die Wolle rutscht wunderbar von ihrem jeweiligen Knäuel herunter.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Stricken und Hitze – verträgt sich das bei dir? Strickst du weniger, gar nicht, etwas anderes als sonst?

Da ich die Hitze gut vertrage, stricke ich auch bei Hitze. Nicht gerade warme Winterpullover, denn wenn es warm ist, bin ich merkwürdigerweise empfindlicher was kratziges oder pieksiges Garn angeht, aber Sommergarne verstricke ich gerne auch bei solchen Temperaturen, zumal einer meiner Lieblingsplätze im Schatten eines großen Apfelbaumes gelegen ist:

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Beim Stricken von rechten Maschen tippe ich mit dem rechten Zeigefinger auf die linke Nadel, um die Nadel zurückzuschieben und die gestrickte Masche auf die rechte Nadel zu transportieren. Dies ist so meine Strickangewohnheit, da hat wohl jede so ihre Spezialitäten.

Manchmal, wenn ein Strickstück besonders sperrig ist und nicht rutschen will, stricke ich mir ein kleines Loch in den Zeigefinger- eine kleine Lücke zwischen den Rillen im Finger (die für Fingerabdrücke gebraucht werden).

Das tut fies weh, wenn man beim Stricken erneut mit der Nadel dort hineingerät und lässt sich nur durch eine Strickpause, Stricken mit Fingerhut oder undurchdringliches weisses Heftpflaster vermeiden.

Nun meine Frage:

Kennt Ihr diese Strickverletzung oder habt Ihr schon Beeinträchtigungen körperlicher oder anderer Art durch das Stricken erlitten?

Ich kenne genau diese Strickverletzung, obwohl ich locker stricke. Es kommt bei mir also nur vor, wenn die Wolle sehr schlecht rutscht. Ich habe es aber nie so weit kommen lassen, dass ich nur noch mit Hilfsmitteln wie Fingerhüten stricken konnte. Ich merke es wohl rechtzeitig und „perforiere“ dann meine Zeigefingerhaut einfach an einer etwas anderen Stelle.

Ansonsten habe ich mich mal mit Schwung auf mein Sockenstrickzeug mit Holznadeln gesetzt. Aus Erfahrung weiß ich jetzt, dass abgebrochene Holzstricknadeln von ganz alleine aus der Gesäßbacke herauswachsen 😉

Ansonsten kenne ich bisher keine Verletzungen aus eigener Erfahrung, toi, toi, toi.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Hast Du schon einmal einen Freund oder eine Freundin durchs Stricken kennengelernt?

Das kann ich nur mit einem großen JA beantworten. Angefangen hat es bei Ravelry mit der Gruppe Oberpfälzer Stricklieseln. Es gab auch Treffen und ich bin einfach mal hingegangen. Unsere Treffen finden regelmäßig einmal im Monat statt und bereits nach dem ersten Treffen habe ich mich schon auf das nächste gefreut. Natürlich kam es, wie es kommen musste, je öfter wir uns getroffen haben, desto intensiver wurden die freundschaftlichen Gefühle, so dass ich heute nach mehr als zwei Jahren von wirklich entstandenen Freundschaften und nicht nur von Bekannten sprechen kann.

Egal, was es ist, man kann über alles reden, jede von uns ist hilfsbereit, offen, tolerant und großzügig. Ein Teil diese Freundinnen waren es auch, die mir in Leipzig bei meinem Wollestand geholfen haben, Danke nochmals dafür, ihr seid spitze ♥♥♥.

Da ich inzwischen aus der Oberpflaz nach Oberbayern weggezogen bin und nun zwischen Regensburg und Ingolstadt sitze, habe ich in Ingolstadt auch einen regelmäßigen Stricktreff initiiert. Wir haben uns noch nicht so oft getroffen, aber auch hier ist klar erkennbar, dass alle Teilnehmerinnen offen, nett und hilfsbereit sind, so dass ich denke, auch hier werden sich in einigen Monaten feste Freundschaften entwickeln.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es am Material Wolle liegt. Wer sich spinnend, strickend, häkelnd oder sonst wie handarbeitlich mit diesem flauschigem Material beschäftigt, wird wahrscheinlich auch auf Dauer in der Seele ein weicher Mensch. So kommt es mir zumindest vor, wenn ich auch über die Menschen nachdenke, die ich nur mal auf Veranstaltungen gesehen habe. Selbst da ist sehr schnell eine vertraute, ja freundschaftliche Stimmung zu erkennen.

Deswegen schenke ich euch allen hier dieses wollige Herz: