Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Warum macht ihr bei der Verstrickten Dienstagsfrage mit?

Ist es einfach eine Möglichkeit, regelmäßig zu bloggen?

Interessiert euch, was andere zur gestellten Frage antworten?

Versucht ihr durchs Verlinken bei den Antworten mehr Besucher zu bekommen?

Antwortet ihr auf jede Frage oder nur auf die, zu denen ihr wirklich etwas zu sagen wisst?

Ich mache nur mit, wenn mich die Antworten auf die Frage auch interessieren bzw. ich etwas dazu zu sagen habe. Dann lese ich allerdings auch alle Antworten durch.

Natürlich ist auch der Gedanke, durch das Verlinken mehr Besucher zu bekommen, nicht von der Hand zu weisen, denn sonst würde ich ja gleich im Kommentarfeld des Wollschafblogs antworten.

Bei anderen Aktionen, die einen zum regelmäßigen Blogge verführen sollen, wie dem Freitags-Füller mache ich aus Prinzip nicht mit, denn ich bin der Meinung, wenn ich im Blog gerade nichts zu sagen respektive schreiben habe, halte ich einfach Mal die Klappe bzw. die Finger still. (Diejenigen, die mich im richtigen Leben kennen, werden sich fragen, warum ich das nicht auch im richtigen Leben mal machen kann 😀 ) Ein Blog lebt nicht von der Quanitität der Beitrage sondern von der Qualität, egal welcher Thematik er sich widmet.




Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Ich möchte gerne wissen, welches Programm zum Erstellen von Strickdiagrammen / Charts, z.B. für Lace, Ihr einsetzt oder empfehlen könnt.
Ich habe mal ein paar ausprobiert, aber allzuoft liessen die Programme dann nur 30 Maschen zu in der Breite und oft sollen es ja doch mehr werden.
Ich hab Android und WIN-Programme angeschaut, aber:
gefallen hat mir nur „Aran Paint + Basic“, http://members.iinet.net.au/~coolhoun/mainscreen.html
Vielleicht habt Ihr noch mehr Empfehlungen?
Falls Ihr aber Eure Muster alle selbst zeichnet, da hab ich im Austausch für Tipps einen kleinen Link-Hinweis:
http://www.laylock.org/blog/2013/02/knitting-on-paper/
Da gibts ein PDF zum Download, eine Druckvorlage, bei der die Kästchen wie Maschen und nicht wie Quadrate aussehen ;=)

Ich habe kein extra Programm für meine Charts, sondern setze die Schrift Kauri’s knits font mit Excel ein.
Das sieht dann so aus:
Musterstrickschrift

Vielen Dank für den Hinweis mit der Druckvorlage, das ist auf jeden Fall ideal für Fair-Isle-Muster.




Strickpüppchen

Für alle, die dieses Jahr Wollreste verabeiten wollen oder Sorgenpüppchen stricken möchten, hier eine Anleitung:

Strickpüppchen1

Strickpüppchen2

Strickpüppchen3

Noch schöner werden sie, wenn sie die Mützen extra gestrickt bekommen, man kann sie ja dennoch am Kopf hinten mit ein paar Stichen fixieren.

So sehen einige dieser gestrickten Gesellen aus:
IMAG0269_BURST002_1

IMAG0294_BURST002_1

IMAG0258_BURST002

Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Es gibt wahrscheinlich keine unter uns, die zur Zeit nicht an einem, mehreren oder vielen gestrickten Weihnachtsgeschenken arbeitet. Aber wie sieht es andersherum aus? Wer von euch wünscht sich oder bekommt zu Weihnachten Geschenke, die (auch im weitesten Sinn) im Zusammenhang mit Stricken stehen? Was genau wünscht ihr euch?

Wenn wir uns zu Weihnachten beschenken würden, bekäme ich sicherlich auch Geschenke, die mit Stricken in Zusammenhang stehen. Aber wir schenken uns zu Weihnachten nichts, sondern machen uns stattdessen unter dem Jahr immer wieder mal kleine Freuden und da ist auch immer wieder etwas dabei, was mit Stricken zu tun hat.

Aber dieses Jahr werden alle, die es möchten, von mir zu Weihnachten beschenkt mit einem Geschenk, das eindeutig mit Stricken zu tun hat. Nach Weihnachten ist die Zeit des „Strick-Stresses“ vorbei, alle Geschenke sind gefertigt und die diversen Adventsaktivitäten wie Schals und Socken und und und sind auch fertig. Und damit wir nicht in ein großes Strickloch fallen, werde ich für euch eine kostenlose Anleitung für ein Lace-Tuch vorbereiten, mit dem ihr euch schon mal auf das kommende Frühjahr einstimmen könnt.

Gechenk




Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Strickst oder häkelst du auch in der Öffentlichkeit (also in Cafés, Bus und Bahn, Büchereien, in der Uni, am Arbeitsplatz etc.) ? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du damit gemacht und wie reagiert die Umwelt darauf? Wurdest du schon angesprochen und was haben sie gesagt?

Natürlich stricke ich auch in der Öffentlichkeit, in Bus und Bahn oder im Wartezimmer. Wenn ich Reaktionen erzielt habe, dann durchweg positive, es hat sich nie jemand durch meine Strickerei gestört gefühlt.

Das kann aber daran liegen, dass ich nicht in ALLEN Situationen, in denen es theoretisch möglich wäre, auch in der Öffentlichkeit stricke. Als Faustregel empfehle ich aus Höflichkeitsgründen nur dort zu stricken, wo man auch eine Zeitung oder ein Buch lesen würde.

Und weil ich immer wieder damit konfrontiert werde, dass manche Menschen Unsicherheiten in der Frage „Ist das statthaft oder nicht?“ haben, habe ich eine entsprechende Seite entworfen, in der solche und ähnliche Fragen geklärt werden: Höflichkeit, Umgangsformen und Stilsicherheit – Wissen darüber ist eine wichtige Voraussetzung für ein vollendetes Benehmen und damit für ein sicheres Auftreten.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Ich kaufe zunehmend Garn per Bestellung. Leider bin ich zum zweiten Mal in der Lage, daß ich einen ärgerlichen Mangel am Garn feststelle. Deshalb meine Frage: Wie geht Ihr mit Mängeln um, die ihr beim Stricken feststellt, wenn Ihr Garn per Bestellung gekauft habt?

Beim ersten Mal kaufte ich Wolle auf Konen und stellte beim Abstricken fest, daß die Lauflänge zu gering war. Das habe ich auch nur gemerkt, weil ich einen zweiten Faden von konfektionierten Knäueln mitgestrickt habe. Das Garn von der Kone war schneller zu Ende als das Knäuel (gleiche Lauflänge). Mit einer leeren Kone konnte ich das tatsächliche Gewicht der Wolle feststellen: es war zu wenig Garn aufgespult. Ich habe dann reklamiert, aber es war schwierig, den Mangel zu belegen.

Jetzt stricke ich ein Garn, das nicht reißfest ist. Auf 5 cm Höhe bei 120 cm Breite ist mir nun schon drei Mal eine Masche der Vorreihe gerissen, als ich sie abgestrickt habe. Das finde ich ärgerlich, zumal bei dem Preis, 50g Knäuel kostet 7,95 €. Es handelt sich um die donegal von Lang.

Kennt Ihr solche Probleme und wie geht Ihr damit um?

Vielen Dank an mo-hair für die heutige Frage!

Ich sitze ja sozusagen auf der anderen Seite der Medaille, denn bei mir als Händlerin würden solche Beschwerden ja ankommen. Als erstes rate ich jedem, seine Beschwerde kund zu tun. Es ist wirklich niemandem geholfen, wenn man Grund zur Reklamation hat, sich aber nur leise ärgert, denn auf die Weise ist es ja auch dem Verkäufer die Möglichkeit genommen, den Mangel nachhaltig zu beheben – er weiß ja gar nichts davon.

Wie dann das weitere Verfahren sein wird, wird sich dann aus dem Dialog ergeben und je nach Reaktion des Händlers würde ich dort eben weiterhin einkaufen und zufrieden sein, oder eben nicht mehr einkaufen, falls die Beseitigung des Mangels nicht zufriedenstellend verlaufen ist.

Ein guter, seriöser Händler hat an dem Spruch

„Sind sie zufrieden, sagen Sie es weiter, sind Sie unzufrieden, sagen Sie es mir.“

viel Interesse, denn es gibt nichts besseres als gute Mund-zu-Mund-Propaganda. Gleichzeitig wird aber erst durch die Kritik des Kunden eine notwendige Qualitätsverbesserung offenbar und dadurch möglich.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Kunden stets einwandfreie Ware. Und sollte dennoch etwas zu beanstanden sein – nur keine Scheu mit der Kontaktaufnahme, denn ich muss davon wissen, wenn ich etwas ändern soll.

Rechtschreibung

Dieser Beitrag vom Strickforum machte mich darauf aufmerksam, dass einige wohl häckeln statt häkeln schreiben. Den im Beitrag gegebenen Tipp, Google zu befragen, finde ich gut, dennoch möchte ich darauf hinweisen, wie man solche sprachlichen Unsicherheiten manchmal auch lösen kann:

Häkeln kommt von Haken, denn eine Häkelnadel ist letztlich ein Haken.

Käme Häkeln vom Hacken

würde man es auch mit ck schreiben.

Wenn ich mir aber andererseits die Suchergebnisse von Google so ansehe, wenn man „Hacken“ eingibt, ist das hier vielleicht doch vergebliche Liebesmüh:
Google-hacken

Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Ich habe gerade „Coast“ von Holst Garn doppelfädig verstrickt. Immer wieder habe ich einen Faden der zwei Fäden verloren, quasi überstrickt und musste ihn hochstricken. Und dann haben sich die beiden Knäule immer mal wieder verheddert. Gibt es Tipps fürs ärgerfreie Doppelfädigstricken: eine besondere Technik oder Nadel?

Gerade zur Zeit stricke ich die Jacke „Seeing Stripes“ aus doppelt verstrickter Lamana Piura und habe solche Probleme nicht.

Ich denke, es kommt auf mehrere Faktoren an: Die Wolle sollte schon von sich aus schön fest verzwirnt sein. Die Coast von Holst-Garn ist das nicht, wenn ich das nach diesem Bild hier versuche zu beurteilen:

Bei der Piura sind die Punkte der sich verkreuzenden Fäden viel dichter beeinander, sie ist also wesentlich enger bzw. stärker verzwirnt.

Lamana Piura Nahaufnahme
Lamana Piura Nahaufnahme

Es kommt natürlich auch auf die Nadeln an, für so ein Unterfangen sind spitzere Nadeln besser geeignet als stumpfere. Hier mal ein Foto zur Verdeutlichung, dass es da durchaus Unterschiede gibt:

Stricknadelspitzen
Nadelspitzen von Stricknadeln unterschiedlicher Materalien

Und hier ein Foto der Maschenprobe meines Strickstückes, mit zwei Fäden verstricke ich nämlich deswegen, weil die Designerin Farbwechsel vorgegeben hat:

Teststück von Lamana Piura doppelt verstrickt
Teststück von Lamana Piura doppelt verstrickt

Man kann also mit doppelt verstrickter Wolle nicht nur die Stärke der Wolle beeinflussen, sondern auch ganz wunderschöne Effekte erzielen.

Zum Thema Knäuel verheddern kann ich gar nichts beitragen, diese Wolle verheddert sich nicht. Die Knäuel liegen einfach nebeneinander neben mir auf dem Sofa und wenn ich Wolle brauche, ziehe ich einfach und die Wolle rutscht wunderbar von ihrem jeweiligen Knäuel herunter.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Heute fragt das Wollschaf:

Stricken und Hitze – verträgt sich das bei dir? Strickst du weniger, gar nicht, etwas anderes als sonst?

Da ich die Hitze gut vertrage, stricke ich auch bei Hitze. Nicht gerade warme Winterpullover, denn wenn es warm ist, bin ich merkwürdigerweise empfindlicher was kratziges oder pieksiges Garn angeht, aber Sommergarne verstricke ich gerne auch bei solchen Temperaturen, zumal einer meiner Lieblingsplätze im Schatten eines großen Apfelbaumes gelegen ist:

Lieblingsplatz20130722007

Lieblingsplatz20130722003

Lieblingsplatz20130722002

Lieblingsplatz20130722001