Knitscene Herbst 2017

Liebe Freunde brachten mir die Knitscene Fall 2017 mit und ich werde euch mit einem kleinen Bericht daran teilhaben lassen:

Wie das Cover schon verspricht, gibt es verschiedene Jackenanleitungen. Mir persönlich haben die folgenden am besten gefallen:


Zeitlos, klassisches Design haben mir sofort gefallen. Vielleicht war aber auch die Farbe entscheidend, denn in diesem schönen Senfgelb habe ich mir als gaaaanz junge Frau mal einen Pullover gestrickt. Der ist nicht mehr erhalten und Fotos gibt es davon meines Wissens auch keine.


Diese Jacke eignet sich hervorragend für handgefärbte Garne (ich habe da noch einige Wollmeisen gut abgelagert daheim) und der Schnitt ist mit diesen diagonalen Taschen sehr pfiffig.


Hier ist auf jeden Fall die Schnittführung einen zweiten Blick wert, wenn ich mir auch nicht sicher bin, ob das Jäckchen am Ende nicht altmodisch wirkt. Gestrickt aus 5er Nadeln müsste es relativ schnell gehen und passendes Garn könnte sich auch noch in meinem Stash finden.


Hier machen definitiv die Blenden die Jacke zu etwas besonderem.

Die anderen Jacken haben mich persönlich nicht angesprochen, aber einen noch besseren Überblick könnt Ihr euch auf Ravelry ansehen.

Es gibt dann auch noch Schals, Mützen, Tücher und auch Socken. Schöne Socken. Sehr schöne Socken. Auch die Riemchenpumps sind schön und bestimmt hätte es sie auch in der für die zierlichen Füße des Manniquins passenden Größe gegeben. ABER zusammen sieht das nicht aus. Überzeugt euch selbst:

Eine tolle Idee für eine Kleinigkeit finde ich das hier, aber vielleicht bin ich auch einfach viel zu sehr 80th.

Fazit: Für teures Geld an einem Kiosk, der ausländische Zeitschriften führt, würde ich sie mir nicht kaufen. Aber als Mitbringsel habe ich mich sehr darüber gefreut.

Rowan Magazin Number 62

Heft Nummer 62 von Rowan ist auf dem Markt. Wie eigentlich immer liefert Rowan wieder ein Heft voller wunderbar klassischer Modelle, die ich mir größtenteils sofort nachstricken würde, wenn ich selber nur ein bisschen klassischer wäre. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Hier mal ein paar Eindrücke der Modelle:

Nicht sehr gelungen finde ich diese Kombination, aber auf der gegenüberliegenden Seite ist diese Jacke mit legerer Kleidung kombiniert, da gefällts mir gut.

Überhaupt, manches mal finde ich die Perlchen zu viel, aber dieses Modell gefällt mir auch gut:

Hier finde ich den Übergang des Musters sehr schön, so ein echter Higucker auf den zweiten Blick:

Apropos zweiter Blick, dass dieses Modell auch das Titelmodell ist, fiel mir erst später auf, aber als ich es in der Zeitschrift sah, ließ es mir tatsächlich den Atem stocken. Ich glaube, diesen Pullover muss ich nacharbeiten. Ich habe noch Cashmir-Garn von Katia daheim liegen, das müsste von der Garnstärke her passen. Ich zeigs euch am Wochenende – falls nicht wieder das Leben was dazwischen wirft.

Bei diesem Pullover finde ich das Muster auch sehr apart:

Ich glaube übrigens, ich weiß, wo dieses Bild entstanden ist, das müsste der Stadtteil Kensington in London sein. Hier unterwegs habe ich das Foto nicht parat, aber das suche ich auch am Wochenende, siehe oben:

Diese Jacke finde ich übrignes höchst ungeeignet für meine Figur, ich wirke im Außenspiegel vom LKW schon so dickbäuchig:

Alles in allem würde ich mir dieses Heft kaufen, wenn ich es nicht schon hätte, denn allein der „britische“ Stil der Modelle lädt zum Schmökern und Träumen bei einer guten Tasse Tee ein und wie gesagt, alle Modelle sind gut nachstrickbar.

Verena Stricken, Herbst 2017

Titelbild Verena Herbst 2017

Nicht mehr ganz druckfrisch, aber dennoch das derzeit aktuelle Heft auf dem Markt von Verena Stricken ist die Herbstausgabe 2017. Der erste und bisher einzige Bericht in der Welt der Blogger, der mir bisher aufgefallen ist, ist der von Angela Twoday, der sich weniger mit den vorgestellten Modellen denn mit den diversen redaktionellen und orthographischen Fehlern dieser Ausgabe befasst. Zugegebenermaßen lassen diese auf eine schlampige Arbeit schließen und man müsste eigentlich von einer renommierten Strickzeitschrift wie der Verena anderes erwarten können. Aber ich will mal mein Hauptaugenmerk auf die Modelle legen.

Das Titelbild erinnert mich an die Ausgabe 10/2010 der Sabrina. Vergleicht mal selber:

Leider ist der Inhalt auch nicht so ansprechend, wie ich es früher von der Verena gewohnt war. Geschmackvoll finde ich dieses gehäkelte Kleid im Missoni-Stil:

Missoni-Stil Häkelkleid
Missoni-Stil Häkelkleid

Das könnte aber mit meinem aktuellen Projekt, einem Zickzack-Schal aus einem Schoppel Zauberball und einem Schoppel Zauberball crazy, zusammenhängen:

Dieses Muster gefällt mir auch gut, aber kein Wunder, ich mag ja auch Burlingtonsocks:

Die 80er scheinen auch zurück zu sein, jedenfalls trug ich damals Baumwollpullover in solchen graphischen Mustern mit Vorliebe:

Coco Chanel darf auch nicht fehlen und ich gebe zu, ich habe ein Faible für diesen eleganten Stil und wäre gerne etwas mehr Grand Dame, aber in diesem Leben werde ich das wohl nicht mehr schaffen:

Dieser Kinderpullover gefiel mir auch sehr gut:

Das hier scheint mir ein Suchbild zu sein: Wo ist das gestrickte Teil?

Übrigens gehe ich beruflich neue Wege, ich habe mir einen Traum erfüllt und fahre jetzt richtig große Fahrzeuge, wenn ich nicht gerade auf dem Beifahrersitz sitze und blogge oder stricke:

Wollfest Leipzig, die Nachlese

Endlich ist es soweit und ich berichte über das Wollfest Leipzig 2017. Es hat zeitgleich zum Edinburgh Yarn Festival stattgefunden, was ich gar nicht so auf dem Plan hatte. Es waren also 90% der echten Woll-Nerds gar nicht im Lande, was sich beim Umsatz schmerzhaft bemerkbar gemacht hat. Dennoch war die Stimmung toll.

 

Erstmals waren auch Aussteller auf der Galerie.

Und hier mal ein Beispiel, wie bunt gefärbte Wolle dann verstrickt aussieht:

Danke an Frl. Sonnenschein für einen Teil der Fotos und für das Stricken der Maschen- und Farbprobe.

Leipzig, ich komme

Es ist soweit, die Vorbereitungen für die Woll- und Stoffmesse in Leipzig laufen auf Hochtouren:

Hier noch ein Blick in meinen Färbebereich. Manche färben in ihrer „normalen“ Küche, aber ich halte so eine Handhabung für nicht ganz ungefährlich.

Ich freue mich jedenfalls darauf, euch in Leipzig an meinen neuesten Färbungen teilhaben zu lassen. Und ein paar Feinheiten von Cocoknits sowie eine Auswahl an Knöpfen habe ich auch im Gepäck.

Knit Pro Tasche

Ich bin enttäuscht und fühle mich als Verbraucher veräppelt: Diese Tasche von Knit Pro wird mit überschwenglichen Worten angepriesen, allerdings muss ich nach einem sehr, sehr kurzen Selbstversuch feststellen, dass sie ihr Geld nicht im geringsten wert ist.

Hier einige der Lobeshymnen auf diese Tasche:

Diese tolle Tasche wird aus Kunstleder bei KnitPro von Hand gefertigt und bietet Platz für viele Dinge! Sie beinhaltet ein Nähtäschchen und einen Garnbeutel. Sie verfügt über zwei Innentaschen und einen Schlüsselring.

Knit Pro Trageasche / Tote Bag aus hochwertigem Kunstleder

Eine universell einsetzbare Tasche, in der Sie nicht nur Ihre Stricksachen mitnehmen können. Die Tasche aus qualitativ hochwertigen Kunstleder in modernem Design bietet Platz für das aktuelle Strickprojekt und alles was in eine ordentliche Damenhandtasche hinein gehört. Für das nötige Handarbeitszubehör gibt es eine separate Tasche, für das Wöllknäuel ist ein Garnbeutel dabei. Für Wertsachen
sind im Tascheninneren zwei Reißverschlußtaschen eingearbeitet. Für Handy und Schlüsselbund ist selbstverständlich auch noch Platz in dieser gut durchdachten (Handarbeits)-Tasche.

Abmessungen B x H x T: 36,5cm x 35cm x 9cm

EAN-Nummer: 8904086266621 (damit könnt Ihr selber nach Angeboten dieser Tasche googeln)

Ich habe mir diese Taschen mal auf dem Wollfest Ois um d’Woi gekauft. Mit Preisen zwischen 45,00 und 56,00 € ist sie mit Sicherheit kein ganz billiges Produkt. Und dennnoch, nach nur zwei Wochen Tragen (ich habe sie erst zu Beginn meiner derzeitigen Fortbildung ausgepackt und verwendet), sehen die Trageriemen so aus:

Das schaut schäbig und schlampig aus und ist meiner Meinung nach nicht vertretbar. Ich werde auf der h+h Cologne die Leute am Knit-Pro-Stand darauf ansprechen und natürlich lasse ich euch das Ergebnis wissen. Nach diesem Termin kann dann eine von euch diese Tasche gegen Erstattung der Portokosten geschenkt haben, falls überhaupt jemand Interesse daran hat.

Verena Frühjahr 2017

Nach einem kurzen Blick in den Spiegel (Schuhe in der richtigen Reihenfolge? Hab ich was angezogen und wenn ja – gibt das bei Mitmenschen Augenkrebs oder epileptische Anfälle?)…aus Arschlochhund

… das mit dem epileptischen Anfällen kann man leider bei einigen Modellen der aktuellen Verena Stricken nicht behaupten. Bereits das Titelmodell ist durch die Verwendung drei verschiedener Verlaufsgarne (Lang Yarns „Mille Colori Baby“) so unruhig, dass das wunderschöne Fair-Isle-Muster kaum zur Wirkung kommt.

Danièle Dietrich, über die auch das Designerporträt in dieser Ausgabe berichtet, hat diesen Umhang entworfen:


Er gefällt mir sehr gut, allerdings würde ich im Leben keine 64 Quadrate zusammennähen.

Hier noch ein paar weiter Eindrücke aus der Abteilung „Hauptsache bunt“:

Dieser Pullover erinnert mich fatal an ein Modell für Kleinkinder, den ich Anfang der 90er Jahre mal meiner Tochter stricken wollte. Aber wegen der damals allgemein und auch bei mir einsetzenden Strückmüdigkeit kam es dazu nie mehr. Sollte ich die Anleitung mal wieder finden, zeige ich sie euch hier.

Es folgt dann ein langer Bericht über 20 Handfärberinnen für Paul Pascuali, fünf davon werden auch in einem eigenen Porträt vorgestellt, nämlich Bojos Wolltraum, Fiberpassion, Westerwälder Wollschmiede, Wollfeuerwerk und Buttjebeyy.

Dann kommt eine ganze Reihe, die dem Raglan gewidmet ist. Erfreulicherweise werden tatsächlich alle Möglichkeiten (Raglan von oben und unten, in Runden oder mit Seitennaht) vorgestellt. Aber mal ehrlich, tut es Not, den gleichen Pullover jeweils zwei Mal zu zeigen, nur weil er einmal von oben und einmal von unten gestrickt wurde?

Wer sich darüber wundert, warum offenbar die Designer alle auf so ähnliche Ideen kamen, sei gesagt, dass durchwegs ALLE Raglanpullover von U. & M. Marxner entworfen wurden. Gibts keine anderen Designer, die Raglan beherrschen?

Die Kolumne hat auch gelitten, wie ich finde. Ich weiß nicht genau, warum Anja Belle in ihrem Beitrag „Ein Hoch auf die Foren“ bei mir einen schalen Beigeschmack hinterlässt, aber ihr Abriss der verschiedenen Forentypen ist irgendwie nicht geprägt von Humor, sondern liest sich verbittert. Schade drum.

Die nächste Strcke ist dem Thema „Pastell“ gewidmet. Leider gucken die Seiten irgendwie so aus, als wären sie aus der Sabrina und nicht aus der Verena:

Lustige Idee, aber ich würde mir den Dekoschal bestimmt beim Essen ansabbern.

„Spitzenklasse“ nennt sich der nächste Teil, dort sieht man solche Modelle:

Und Last but not least noch „A-Linien“:

Was an dem linken Modell „Kittelschürze“ allerdings A-Linien-Förmig wirken soll, ist mir schleierhaft:

Alles in allem kein Heft, das ich mir gekauft hätte, hätte ich es nicht abonniert.

Rowan Magazine Number 61

Das Rowan Knitting & Crochet Magazin Number 61 hat mich erreicht.

Es steht ganz unter dem Motto „Beach“, vorwiegend dominieren blau-, grau- und beigetöne. Technisch gesehen ist alles dabei, glatt rechts, Zöpfe, Lace und auch Fair Isle. Bestrickt werden können Frauen, Männer und Kinder beiderlei Geschlechts und zwar mit Jacken, Pullovern, Schals, Tüchern, Decken, sozusagen einmal quer durch die Stricklandschaft.

Bala von Lisa Richardson
Kali von Marie Wallin
Urchin von Tanja Steinbach
Clovelly von Martin Storey
Lantic von Sarah Hatton
Bommie von Martin Storey

Im Designer-Profil wird Dee Hardwicke vorgestellt.

Alles in allem ein solides Heft mit zeitlosen Designs, von denen allerdings keines Schnappatmung verursacht.

Frühjahrsgefühle

Das Frühjahr macht alles neu und so auch diese Website. Lange war hier alles Virenverseucht und daher war die Seite nicht erreichbar, aber nun habe ich einfach alles neu aufgesetzt und hoffe, das nächste Mal verschont zu werden. Die alten Beiträge werde ich auch wieder Stück für Stück hier einstellen.

Gleichzeitig habe ich auch wieder intensiv begonnen, zu stricken. Eine Trachtenjacke ist gerade am Entstehen, inspiriert von einer Anleitung aus dem Schachenmayr inspiration „Oktoberfest“.


Ich stricke sie aus Merino+ von Lang Yarns in einem zeitlosen Förstergrün.

Natürlich habe ich dieses Projekt auch auf Ravelry eingepflegt.

The Knitter Issue 100

Wie ich letztens schon berichtete, habe ich mich am Bahnhof Nürnberg mit ausländischen Strickzeitschriften eingedeckt. Unter anderem waren da The Knitter, Issue 100 dabei.

Die dort vorgestellten Modelle sind wirklich alle nachstrickbar und teilweise gefallen sie mir ausgesprochen gut.

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Diese Jacke, gestrickt aus Baumwolle, erinnert mich an meinen Pullover, der tatsächlich schon fertig ist, er wartet auf den Fototermin. Sogar die Lauflänge ist sehr ähnlich.

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Vom Muster her ist dieser Pullover ähnlich wie der von mir mal gestrickte. Den Pullover habe ich übrigens nicht mehr, ich habe ihn aus Merinowolle gestrickt und er leierte sehr, sehr aus.

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Die vielen, vielen Perlchen halten zwar auf, aber sie sind das I-Tüpfelchen auf dieser Jacke.

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Die Kissen würden sich hervorragend für die Double-Face-Technik eigenen. Warum sich bei der Fair-Isle-Technik hier manche rechte Maschen so komisch ziehen, liegt vermutlich daran, dass auf der Rückseite die Gegenfarbe fixiert wurde. Vielleicht tritt das bei der „Continental Methode“ nnicht auf, über die wird nämlich auch berichtet.
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Toll finde ich auch, dass sogar auf Ravelry verfügbare Anleitungen vorgestellt werden:
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Es gibt noch einen Bericht über Rowan und ihr neuestes Magazin, das ich auch demnächst hier vorstellen werde
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Und hier ein Einblick darin, was in anderen Ländern für Kreativwochenenden ausgegeben wird:
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Mit dabei als Sonderzugabe war noch ein Heft „The Knitter Favourites“, das ich auch bald hier vorstellen werde.