Knit Pro Tasche

Ich bin enttäuscht und fühle mich als Verbraucher veräppelt: Diese Tasche von Knit Pro wird mit überschwenglichen Worten angepriesen, allerdings muss ich nach einem sehr, sehr kurzen Selbstversuch feststellen, dass sie ihr Geld nicht im geringsten wert ist.

Hier einige der Lobeshymnen auf diese Tasche:

Diese tolle Tasche wird aus Kunstleder bei KnitPro von Hand gefertigt und bietet Platz für viele Dinge! Sie beinhaltet ein Nähtäschchen und einen Garnbeutel. Sie verfügt über zwei Innentaschen und einen Schlüsselring.

Knit Pro Trageasche / Tote Bag aus hochwertigem Kunstleder

Eine universell einsetzbare Tasche, in der Sie nicht nur Ihre Stricksachen mitnehmen können. Die Tasche aus qualitativ hochwertigen Kunstleder in modernem Design bietet Platz für das aktuelle Strickprojekt und alles was in eine ordentliche Damenhandtasche hinein gehört. Für das nötige Handarbeitszubehör gibt es eine separate Tasche, für das Wöllknäuel ist ein Garnbeutel dabei. Für Wertsachen
sind im Tascheninneren zwei Reißverschlußtaschen eingearbeitet. Für Handy und Schlüsselbund ist selbstverständlich auch noch Platz in dieser gut durchdachten (Handarbeits)-Tasche.

Abmessungen B x H x T: 36,5cm x 35cm x 9cm

EAN-Nummer: 8904086266621 (damit könnt Ihr selber nach Angeboten dieser Tasche googeln)

Ich habe mir diese Taschen mal auf dem Wollfest Ois um d’Woi gekauft. Mit Preisen zwischen 45,00 und 56,00 € ist sie mit Sicherheit kein ganz billiges Produkt. Und dennnoch, nach nur zwei Wochen Tragen (ich habe sie erst zu Beginn meiner derzeitigen Fortbildung ausgepackt und verwendet), sehen die Trageriemen so aus:

Das schaut schäbig und schlampig aus und ist meiner Meinung nach nicht vertretbar. Ich werde auf der h+h Cologne die Leute am Knit-Pro-Stand darauf ansprechen und natürlich lasse ich euch das Ergebnis wissen. Nach diesem Termin kann dann eine von euch diese Tasche gegen Erstattung der Portokosten geschenkt haben, falls überhaupt jemand Interesse daran hat.

Verena Frühjahr 2017

Nach einem kurzen Blick in den Spiegel (Schuhe in der richtigen Reihenfolge? Hab ich was angezogen und wenn ja – gibt das bei Mitmenschen Augenkrebs oder epileptische Anfälle?)…aus Arschlochhund

… das mit dem epileptischen Anfällen kann man leider bei einigen Modellen der aktuellen Verena Stricken nicht behaupten. Bereits das Titelmodell ist durch die Verwendung drei verschiedener Verlaufsgarne (Lang Yarns „Mille Colori Baby“) so unruhig, dass das wunderschöne Fair-Isle-Muster kaum zur Wirkung kommt.

Danièle Dietrich, über die auch das Designerporträt in dieser Ausgabe berichtet, hat diesen Umhang entworfen:


Er gefällt mir sehr gut, allerdings würde ich im Leben keine 64 Quadrate zusammennähen.

Hier noch ein paar weiter Eindrücke aus der Abteilung „Hauptsache bunt“:

Dieser Pullover erinnert mich fatal an ein Modell für Kleinkinder, den ich Anfang der 90er Jahre mal meiner Tochter stricken wollte. Aber wegen der damals allgemein und auch bei mir einsetzenden Strückmüdigkeit kam es dazu nie mehr. Sollte ich die Anleitung mal wieder finden, zeige ich sie euch hier.

Es folgt dann ein langer Bericht über 20 Handfärberinnen für Paul Pascuali, fünf davon werden auch in einem eigenen Porträt vorgestellt, nämlich Bojos Wolltraum, Fiberpassion, Westerwälder Wollschmiede, Wollfeuerwerk und Buttjebeyy.

Dann kommt eine ganze Reihe, die dem Raglan gewidmet ist. Erfreulicherweise werden tatsächlich alle Möglichkeiten (Raglan von oben und unten, in Runden oder mit Seitennaht) vorgestellt. Aber mal ehrlich, tut es Not, den gleichen Pullover jeweils zwei Mal zu zeigen, nur weil er einmal von oben und einmal von unten gestrickt wurde?

Wer sich darüber wundert, warum offenbar die Designer alle auf so ähnliche Ideen kamen, sei gesagt, dass durchwegs ALLE Raglanpullover von U. & M. Marxner entworfen wurden. Gibts keine anderen Designer, die Raglan beherrschen?

Die Kolumne hat auch gelitten, wie ich finde. Ich weiß nicht genau, warum Anja Belle in ihrem Beitrag „Ein Hoch auf die Foren“ bei mir einen schalen Beigeschmack hinterlässt, aber ihr Abriss der verschiedenen Forentypen ist irgendwie nicht geprägt von Humor, sondern liest sich verbittert. Schade drum.

Die nächste Strcke ist dem Thema „Pastell“ gewidmet. Leider gucken die Seiten irgendwie so aus, als wären sie aus der Sabrina und nicht aus der Verena:

Lustige Idee, aber ich würde mir den Dekoschal bestimmt beim Essen ansabbern.

„Spitzenklasse“ nennt sich der nächste Teil, dort sieht man solche Modelle:

Und Last but not least noch „A-Linien“:

Was an dem linken Modell „Kittelschürze“ allerdings A-Linien-Förmig wirken soll, ist mir schleierhaft:

Alles in allem kein Heft, das ich mir gekauft hätte, hätte ich es nicht abonniert.

Rowan Magazine Number 61

Das Rowan Knitting & Crochet Magazin Number 61 hat mich erreicht.

Es steht ganz unter dem Motto „Beach“, vorwiegend dominieren blau-, grau- und beigetöne. Technisch gesehen ist alles dabei, glatt rechts, Zöpfe, Lace und auch Fair Isle. Bestrickt werden können Frauen, Männer und Kinder beiderlei Geschlechts und zwar mit Jacken, Pullovern, Schals, Tüchern, Decken, sozusagen einmal quer durch die Stricklandschaft.

Bala von Lisa Richardson
Kali von Marie Wallin
Urchin von Tanja Steinbach
Clovelly von Martin Storey
Lantic von Sarah Hatton
Bommie von Martin Storey

Im Designer-Profil wird Dee Hardwicke vorgestellt.

Alles in allem ein solides Heft mit zeitlosen Designs, von denen allerdings keines Schnappatmung verursacht.

Frühjahrsgefühle

Das Frühjahr macht alles neu und so auch diese Website. Lange war hier alles Virenverseucht und daher war die Seite nicht erreichbar, aber nun habe ich einfach alles neu aufgesetzt und hoffe, das nächste Mal verschont zu werden. Die alten Beiträge werde ich auch wieder Stück für Stück hier einstellen.

Gleichzeitig habe ich auch wieder intensiv begonnen, zu stricken. Eine Trachtenjacke ist gerade am Entstehen, inspiriert von einer Anleitung aus dem Schachenmayr inspiration „Oktoberfest“.


Ich stricke sie aus Merino+ von Lang Yarns in einem zeitlosen Förstergrün.

Natürlich habe ich dieses Projekt auch auf Ravelry eingepflegt.

The Knitter Issue 100

Wie ich letztens schon berichtete, habe ich mich am Bahnhof Nürnberg mit ausländischen Strickzeitschriften eingedeckt. Unter anderem waren da The Knitter, Issue 100 dabei.

Die dort vorgestellten Modelle sind wirklich alle nachstrickbar und teilweise gefallen sie mir ausgesprochen gut.

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Diese Jacke, gestrickt aus Baumwolle, erinnert mich an meinen Pullover, der tatsächlich schon fertig ist, er wartet auf den Fototermin. Sogar die Lauflänge ist sehr ähnlich.

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Vom Muster her ist dieser Pullover ähnlich wie der von mir mal gestrickte. Den Pullover habe ich übrigens nicht mehr, ich habe ihn aus Merinowolle gestrickt und er leierte sehr, sehr aus.

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Die vielen, vielen Perlchen halten zwar auf, aber sie sind das I-Tüpfelchen auf dieser Jacke.

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Die Kissen würden sich hervorragend für die Double-Face-Technik eigenen. Warum sich bei der Fair-Isle-Technik hier manche rechte Maschen so komisch ziehen, liegt vermutlich daran, dass auf der Rückseite die Gegenfarbe fixiert wurde. Vielleicht tritt das bei der „Continental Methode“ nnicht auf, über die wird nämlich auch berichtet.
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Toll finde ich auch, dass sogar auf Ravelry verfügbare Anleitungen vorgestellt werden:
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Es gibt noch einen Bericht über Rowan und ihr neuestes Magazin, das ich auch demnächst hier vorstellen werde
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Und hier ein Einblick darin, was in anderen Ländern für Kreativwochenenden ausgegeben wird:
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Mit dabei als Sonderzugabe war noch ein Heft „The Knitter Favourites“, das ich auch bald hier vorstellen werde.

Nachtrag zum Wollfest und 8. GRM

Es fiel mir auf, dass wenig ausgefallene Strickstücke zu sehen waren. Entweder sind die in der Menge der anderen Besucher untergegangen, oder die Trägerinnen hatten Bedenken, in so einem Museum feines zu tragen. Einzig diese Kreation stach mir ins Auge:

Strickkleid mit Tuch
Strickkleid mit Tuch

Grundsätzlich vertrete ich ja die Meinung, dass zuviel Strick schnell unruhig wirkt und die Wirkung des einzelnen Stückes zu sehr leidete, aber in diesem Fall ist es wirklich eine gut gelungene Kombination.

Glückwunsch der Trägerin!

Ein fröhlich Herz lebt am längsten. William Shakespeare

Wollfest und 8. GRM im Hohenloher Freilandmuseum

Das diesjährige 8. German Raveler Meeting fand auf dem Gelände des Hohenloher Freilandsmuseum in Wackershofen statt.

Als erstes begrüßte uns dieser possierliche Kerl:

Heuschrecke
Grashüpfer

Eins vorneweg: Das Museumsgelände ist in der Tat so großflächig, dass sich die Besucher nicht gegenseitig auf den Füßen standen, obwohl ja zusätzlich zu den Wollinteressierten noch die sonstigen Museumsinteressierten Zugang hatten. Daher war auch kein speziller Eintritt fürs Wollfestival zu errichten, mit dem regulären Museumseintritt war das abgegolten.

Die meisten Aussteller waren in dieser Scheune untergebracht:

Scheune aus Bühlerzimmern
Scheune aus Bühlerzimmern

Gleich am Anfang konnte man Bernd Pottschull von Lanartus nicht verfehlen. Er hat ja auch zum Glück wieder seine Schäfchenkrawatte gefunden:

Bernd Pottschull von Lanartus
Bernd Pottschull von Lanartus

Aus dem Hause Lanartus habe ich etwas bestellt, dass ich dort erstmalig live gesehen habe und ich kann euch versprechen, das wird eine Überraschung werden!

Direkt neben Bernd war der Stand von Dye for Yarn
Dye-for-yarn

Der Stand von Filzlinge bot wieder einen Augenschmauß:

Stand von Filzlinge
Filzlinge
Kerstin Bischof von Filzlinge
Kerstin Bischof von Filzlinge

Als besonderes Schmankerl gibts bei ihr Weckwolle:

Weckwolle von Filzlinge
Weckwolle von Filzlinge

Dahinter war die Wollerey

Wollerey
Wollerey
Garne von Wollerey
Garne von Wollerey

Weiter ging es zum Stand von echt michele:

echt michele
echt michele
echt michele
echt michele

Und daneben fand sich der raumgreifende Stand von Spinnert und Gewollt, den ich ohne Weitwinkelobjektiv nicht richtig einfangen konnte. Aber dafür habe ich euch ein Foto vom Türsteher mitgebracht 😉

Security von Spinnert und Gewollt
Spinnert und Gewollt

Tanja Hagemeier, die Inhaberin von Spinnert und Gewollt, wird kommendes Jahr das 9. Deutsche Raveler-Treffen in Bielefeld ausrichten. Es gibt dazu sogar schon eine Homepage „Bielefeld spinnt“ und auf dem Wollfest wurden schon die ersten Flyer verteilt. Die gewählte Location muss sehr schön sein, wusste zumindest Tanja Osswald, die auf dem Treffen Kurse gab, zu berichten.

Der Stand von der Filzlaus bestach durch viele liebevolle Details:

Filzplatten von "Die Filzlaus"
Filzplatten von „Die Filzlaus“

Garantiert Kalorienfrei:

Gefilzte Leckereien
Gefilzte Leckereien

Für romantisches Licht sorgen diese gefilzten Lampen:

gefilzte Lampen
gefilzte Lampen

Holzkunst sha hatte wunderbare Handspindeln dabei:

Handspindeln von Holzkunst SHA
Handspindeln von Holzkunst SHA
Holzkunst SHA
Holzkunst SHA

Der Stand von Fiberpassion:

Fiberpassion
Fiberpassion
Detail vom Stand von Fiberpassion
Detail vom Stand von Fiberpassion

Karin Hess alias Knitarin brachte neben ihrer Wolle auch ihre wunderschönen Tuchnadeln mit:

Karin Hess alias Knitarin
Karin Hess alias Knitarin
Knitarin
Knitarin

Auch Schaf im Wolfspelz, auch bekannt als Steffi Täschi war mit ihren Taschen vertreten:

Steffi Täschi
Schaf im Wolfspelz

Kade loving wood & wool hatte gemeinsam mit Rübezahlspinnereien & Wollhandwerk hatten einen gemeinsamen Stand:

Kade Loving Wool
Kade Loving Wool

Aus Österreich kamen wieder Stefis Wolle angereist:

Stefis Wolle
Stefis Wolle

Wolle Online war mit seinen Garnen und Spindeln vertreten:

Wolle-online
Wolle-online

Vom Stand von Strick-mich-wolle habe ich tatsächlich vergessen, ein Foto zu machen. Aber dieser Beitrag erhebt eh keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Wollstube Wollin war auch vertreten, das war ja fast ein Heimspiel für sie:

Wollstube Wollin
Wollstube Wollin

Die Handweberrei Reich hatte alles zum Thema Bändchenweben dabei:

Handweberei Reich
Handweberei Reich

Unmittelbar daneben war der Stand von Wollehimmel, den ich auch nicht fotografiert habe, warum auch immer.

An Emilous Stand gab es wieder diesen Schal, der mich immer wieder reizt, aber bisher konnte ich mich erfolgreich beherrschen:

emilou
emilou

Am Stand von Holzwurmwolle gab es alles zum Thema Kardieren und Spinnen zu besichtigen, auch direkt in der Praxis angewendet, aber mangels Weitwinkelobjektiv passte das nicht alles aufs Foto:

Holzwurmwolle
Holzwurmwolle

Damit müsste ich euch alle Aussteller, die in der Scheune vertreten waren, vorgestellt haben. Im weitläufigen Außengelände gab es noch einen Korbmacher und einen Pflanzenhändler.

Aussgelände Hohenloher Freilichtmuseum
Aussgelände Hohenloher Freilichtmuseum
Aussengelände Hohenloher Freilandmuseum
Aussengelände Hohenloher Freilandmuseum
Färbepflanzen
Färbepflanzen
Blumenstrauß
Blumenstrauß
Bauernhaus aus Elzhausen
Bauernhaus aus Elzhausen

Im Bauernhaus aus Elzhausen waren weitere Aussteller im ersten Stock untergebracht.

Alte Künste war vertreten, leider gibts davon keine Fotos, das war wegen des Gegenlichtes für meine Kamera nicht machbar.

Mein Wollladen aus Österreich verführte mich erfolgreich mit seinen Minis, für die es bereits ein Projekt gibt, aber das ist noch nicht spruchreif. Ich werde euch aber zeitnah berichten, sobald es berichtenswertes gibt.

Mein Wollladen
Mein Wollladen

Sie hatten auch andere Pretiosen dabei:

Mein Wollladen
Mein Wollladen

Ihr „Firmenschild“ ist auch sehr originell:

Firmenschild mein Wollladen
Firmenschild mein Wollladen

Für einige der mitreisenden Damen war der Stand von Pallia natürlich von höchstem Interesse, haben sie schließlich Geschichte studiert, wobei auch ohne fachliche Vorkenntnisse die Exponate beeindruckend waren. Es gab auch Kurse in mittelalterlichem Spinnen zu besuchen.
Pallia

Pallia Exponate
Pallia Exponate
Goldstickerei
Goldstickerei

Im Haus Bauernhaus aus Schöneberg waren zwei weitere Aussteller vertreten und zwar Unikum Glasperlen

Unikum Glasperlen
Unikum Glasperlen

und D.K. Wright Construction mit ihren ausgefallenen Handarbeitstechniken:

gezopfter Teppich
gezopfter Teppich
Rug Hooking
Rug Hooking

Im Seldnerhaus fand sich im ersten Stock der Stand vom Alpaka Munz. Ich bin mir nicht sicher, ob alle Besucher des Wollfestes diesn Stand gefunden haben, dabei war er auf jeden Fall einen Besuch wert:

Alpaka Munz
Alpaka Munz

Vor dem Haus wuchs diese schöne Stockrose:

Stockrose
Stockrose

Drei Aussteller muss ich euch noch vorstellen, allerdings waren die leider in einem sehr dunklen Raum untergebracht, so dass die Fotos nicht gut wurden. Den dunklen Stall vom Bauernhaus aus Zaisenhausen mussten sich Evis Wollträume
Evis-Wollträume,

Porta patet cor magis, von denen ich leider nicht mal eine HP gefunden habe, sowie Danielas Wolltopf, die wohl auch keine eigene HP hat, teilen.

Danielas Wolltopf
Danielas Wolltopf

Die Modenschau am Samstag von Schoppel-Wolle habe ich nicht gesehen, mir wurde aber berichtet, es wurden im Großen die auf dem Plakat sichtbaren Modelle gezeigt. Man konnte auch bei verschiedenen Ständen entsprechende Komplettpakete erwerben.

Schoppel-Wolle
Schoppel-Wolle

Wir, die Oberpfälzer Stricklieseln, saßen meist draußen, direkt neben der Gänseschar:
Gans
Allerdings konnten wir am Sonntag während des Regenschauers in einem der Museumshäuser Unterschupf bekommen, dieses gesamte Museum ist zum Anfassen und nicht nur zum Anschauen gedacht.

blaue Blüten
blaue Blüten

Weiß jemand, was für eine Blüte das ist? Beim Fotografieren dachte ich, ich muss nicht auf Schild gucken, weil ich es als Rittersporn angesehen habe, aber jetzt sah ich, dass eine Blüte ja sechs Blütenblätter hat und Rittersporn hat nur fünf Blütenblätter.

Es war seit meiner Selbständigkeit in diesem Bereich das erste Wollfest, das ich ausschließlich als Besucherin erleben durfte. Das hat insbesondere am Sonntag Nachmittag definitv Vorteile, denn erstens konnte ich einen Kurs besuchen und zweitens hätte ich schon vor 18 Uhr fahren können (was ich aber doch nicht tat, aber ich halte es mit Martina Schwarzmann:
)

Ich entschied mich für den Kurs „Grundkurs feiner Filz“ mit Sibylle Eschenlohr und zu meinem Erstaunen habe ich diese Rose selber gestaltet:

gefilzte Rose
gefilzte Rose

Fazit: Das Wollfest war anders als alle bisherigen, es hatte einen wundervollen ländlichen Charme. Frl. Sonnenschein war dieses Jahr beim Wollfest Hamburg, das am gleichen Wochentag stattfand und sie wird bestimmt in ihrem Blog darüber berichten. Unser Telefonat heute ergab, dass dort ein völlig anderes Flair zu finden war.

Blick durchs Fenster
Blick durchs Fenster

Designer Knitting bzw. Vogue Knitting Early Autumn 2016

Vergangene Woche war auf meiner Reise durch die Republik der Nürnberger Hauptbahnhof eine Durchgangsstation und dank gutem Zeitmanagements und pünktlichen Verbindungen hatte ich dort noch Zeit, mich beim dortigen Fachhändler mit ausländischen Strickzeitschriften einzudecken. Und diese werde ich euch hier auch vorstellen. Der Reigen beginnt mit Designer Knitting bzw. Vogue Knitting vom Frühherbst 2016. Aus rechtlichen Gründen wird die amerikanische Vogue Knitting in Europa unter dem Namen Designer Knitting vertrieben, die Inhalte sind allerdigs identisch.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Titelblatt Jacqueline van Dillen
Designer Knitting Early Autumn 2016 Titelblatt Jacqueline van Dillen

Das auf dem Titelbild sichtbare Modell #1 Cabled Cowl ist von Jacqueline von Dillen, ein Cowl (Rundschal) mit einem aufwändigem, keltisch anmutendem Muster aus feinstem Kaschmirgarn.

Südamerika ist das immer wieder auftretende Thema dieses Heftes, so werden Garne aus Peru vorgestellt und eine Reisebericht über dieses Land vermittelt mit eindrucksvollen Fotos einen , ein Interview mit dem brasilianishen Designer Felipe Cavalheiro gibt Einblicke in sein Leben

Felipe Cavalheiro
Felipe Cavalheiro

Detail Design Felipe Cavalheiro
Detail Design Felipe Cavalheiro

Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben. Eleonor Roosevelt

Natürlich gibt es auch noch andere Themen, die behandelt werden, beispielsweise gibt es auch einen Bericht mit der treffenden Überschrift „Learn by Doing“ über eine junge Amerikanerin, die in Bulgarien über das Stricken trotz unterschiedlicher Sprachen einen Austausch erlebte und vieles mehr.

Nun stelle ich euch noch weitere Modelle dieser Ausgabe vor:
Nummer 2 wurde kreiert von Anne Jones, eine interessante Stola, deren kreisrunden Elemente an den Beginn von kunstgestrickten kreisrunden Tischdecken erinnert.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Anne Jones
Designer Knitting Early Autumn 2016 Anne Jones

Modell 3 mit wundervollen Zöpfen wurde von Melissa Leapman entworfen. Ich persönlich wurde ja bei einem Stück aus Merino-Wolle und mit hohem Kragen Ärmel daran stricken, allerdings ist die Idee, das Stück im Winter unter einer Jacke zu tragen auch nicht schlecht für den Casual Business Look.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Leapman
Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Leapman

Nummer 4 von Jan Hurwitz erinnert mich an die schon in der Verena vorgestellten Rechtecke, nur dass hier noch ein richtig dickes Garn verwendet wurde. Ich finde ja, dass es wirklich kuschelig aussieht, bin mir aber nicht sicher, ob es auch wirklich so bequem zu tragen ist oder ob das Eigengewicht, immerhin zwischen 700 und 800 Gramm, das Cape nicht dazu verführt, der Erdanziehung nachzugeben und man dauernd am Zuppeln ist.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Jan Hurwitz
Designer Knitting Early Autumn 2016 Jan Hurwitz

Jacqueline van Dillen hat auch Nummer 5, einen Schal entworfen

Designer Knitting Early Autumn 2016 Jacqueline van Dillen
Designer Knitting Early Autumn 2016 Jacqueline van Dillen

Sandi Prosser hat eine Wolldecke mit aufwändigem Blattmuster entworfen, das mich spontan an den Mantel Sylvie erinnert hat.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Sandi Prosser
Designer Knitting Early Autumn 2016 Sandi Prosser

Es wird dann die Designerin Xandy Peters vorgestellt, deren Design den Titel der amerikanischen Ausgabe ziert.

Dann gibt es mehrere Anleitungen, die sich mit Passformen von Strickstücken beschäftigen, als da wären der V-Ausschnitt von Annabelle Speer, eine Langjacke von Jeannie Chin,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Rosemary Drysdale
Designer Knitting Early Autumn 2016 Rosemary Drysdale

ein bequemer Pullover von Rosemary Drysdale mit einem Rundhalsausschnitt,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Rebecca Kevelson
Designer Knitting Early Autumn 2016 Rebecca Kevelson

eine Weste von Rebecca Kevelson,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Amy Micallef
Designer Knitting Early Autumn 2016 Amy Micallef

ein Pullunder von Any Micallef,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Mcgill
Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Mcgill

und einen kuscheligen Rollkragenpullover, designed von Melissa McGill.

Nun kommen die Farbenfrohesten Modelle, es sind Mützen im „Inka-Stil“:

Designer Knitting Early Autumn 2016 Deborah Newton
Designer Knitting Early Autumn 2016 Deborah Newton

Designer Knitting Early Autumn 2016 Kathy Merrick
Designer Knitting Early Autumn 2016 Kathy Merrick

Kathy Merrick ist die Designerin dieser Mütze.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Kate Gagnon Osborn
Designer Knitting Early Autumn 2016 Kate Gagnon Osborn

In etwas gedeckteren Farben interpretierte es Kate Gagnon Osborn

Designer Knitting Early Autumn 2016 Norah Gaughan
Designer Knitting Early Autumn 2016 Norah Gaughan

Wer glaubt, Mützen im Inka-Stil müssten immer bunt sein, wird von Norah Gaughan eines besseren belehrt.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Laura Zukaite
Designer Knitting Early Autumn 2016 Laura Zukaite

Bei dem Modell von Laura Zukaite sieht man förmlich das Alpaka hinterherlaufen.

Es folgt ein Artikel über Faina Goberstein, die einen Cowl mit Hebemaschen entworfen hat.

Und am Ende gibt es vier Modelle in edlem Grau von Patty Lyons und Theresa Schabes

Designer Knitting Early Autumn 2016 Patty Lyons und Theresa Schabes
Designer Knitting Early Autumn 2016 Patty Lyons und Theresa Schabes

Designer Knitting Early Autumn 2016 Yoko Hatta und Mari Lynn Patrick
Designer Knitting Early Autumn 2016 Yoko Hatta und Mari Lynn Patrick

und von Yoko Hatta und von Mari Lynn Patrick.

Fazit: Keins der Modelle haut mich jetzt so um, dass ich unmittelbar zu den Nadeln greifen möchte, aber es sind solide und zeitlose Modelle, so dass sich der Kauf des Heftes durchaus lohnt.

FCB in HH

„Leben ist das, was passiert, während du etwas anderes planst.“ amerikanische Kaberettistin oder John Lennon

Nun aber zum eigentlichen Thema. Mit den kryptischen Abkürzungen aus der Überschrift kann vermutlich niemand etwas anfangen.
Es ist kaum zu glauben, aber ich habe tatsächlich gestern mein erstes Strickprojekt dieses Jahr beendet. Es sind schnöde Stinos (stinknormale Socken), allerdings auf Wunsch des Beschenkten in Farben des FC Bayern. Und da ich die Socken während unseres Kurztrips nach Hamburg angefangen habe, heißen sie eben FCB in HH.

FCB in HH

Größe 38
64 Maschen insgesamt
15 Reihen 2 rechts 2 links in dunkelblau
10 Reihen glatt rechts in rot
2 Reihen glatt rechts in weiß
10 Reihen glatt rechts in rot
2 Reihen glatt rechts in weiß
5 reihen glatt rechts in rot
Herzchenferse in dunkelblau
5 Reihen glatt rechts mit Zwickelabnahme in jeder 2. Reihe in rot
2 Reihen glatt rechts mit Zwickelabnahme in jeder 2. Reihe in weiß
10 Reihen glatt rechts mit Zwickelabnahme in jeder 2. Reihe in rot
2 Reihen glatt rechts mit Zwickelabnahme in jeder 2. Reihe in weiß
10 Reihen glatt rechts in rot
2 Reihen glatt rechts in weiß
10 Reihen glatt rechts in rot
2 Reihen glatt rechts in weiß
10 Reihen glatt rechts in rot
Bandspitze in dunkelblau

Verena Stricken Herbst 2016 Teil 2

Bereits in diesem Blogbeitrag habe ich begonnen, über den Inhalt der aktuellen Verena Stricken Zeitschrift zu schreiben. Nun geht es weiter.

Eine der Modellstrecken steht unter dem Motto „Boho-Romantik“. Sofort positiv ins Auge gestochen ist mir dabei das Modell von Daniela Johannsenova, der Inhaberin des Ladens Maschenkunst in Köln. Verwendet hat sie sowohl ein Garn der Firma Austermann* und Rowan*. Das Garnpaket gibt es auch als Komplettpaket direkt im Maschenkunst-Online-Shop zu erwerben.

Was man in der Zeitschrift leider nicht sieht, wohl aber auf der auf Ravelry verlinkten Anleitungsseite sind die Kellerfalten im Rückenbereich.

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Beeindruckend ist auch der Mantel „Loria“ der Designerin Sabine Berlipp. Hier hätte mich auch die Rückenansicht sehr interessiert, aber in diesem Fall hilft nicht mal die Anleitungsseite auf Ravelry weiter. Schade. Das Material, zwei Sorten der Firma Debbie Bliss* machen das Gesamtwerk mit Materialakosten von in etwa 225,00 € nicht gerade zu einem kostengünstigen Projekt, aber es lassen sich sicherich auch preiswertere Garne dafür einsetzen.

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Interessante Applikationen und ein kesser Armausschnitt machen dieses Modell von Brigitte Ried zu einem Hingucker. Gestrickt ist es aus Alpaca Superlight 0016 hellgrün*, wobei dann die Farbdarstellung der Verena schon sehr von den sonstigen Darstellungen dieser Farbe im Netz abweicht.

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Ebenfalls Applikationen weist der Pullover von Evelyn Hase auf, wofür sie Monika Design Yarns verwendet hat.

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Dieses Stück aus der gleichen Serie finde ich hingegen dermaßen altbacken, dass ich es sogar noch für meine 87jährige Mutter stricken würde:
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Ein schönes Zwischendurchprojekt sind diese Stulpen:
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Stark an eine Bettjacke erinnert mich diese Strickjacke:
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Dann wird die Designerin Karen Noe vorgestellt, die auch ein exklusives Design mitgebracht hat, nämlich diese wirklich sehr schöne Strickjacke:
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Vorgestellt wird auch Paul Pascuali von Pascuali-Wolle, neben dem ich schon meinen Stand auf der Berlin knits in 2015 hatte, der auch in 2015 in Leipzig dabei war und der auch letztes Jahr beim Wollfest Regensburg dabei.
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Grundsätzlich fällt auf, dass wirklich viele Modelle aus Alpakawolle bzw. aus Mischungen, in denen Alpakawolle enthalten ist, gestrickt wurden.

Weiter gehts in der Reihe „Flexible Stylingpartner“. Es ging darum, Accessoires zu entwerfen, die mehrfache Funktionen haben. Richtig überzeugend fand ich in dieser Serie dieses Stück, obwohl es nicht meinem Geschmack entspricht und ich es wohl auch nicht tragen würde:
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Entworfen hat es wiederum Evelyn Hase, die dafür ein Garn der Firma ONLine.

Weniger einfallsreich finde ich diesen Poncho von Tanja Lay, gefertigt aus Garn von Ito*, der Materialwert liegt bei knapp 60,00 €.
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Senfgelb, die Modefarbe dieses Herbstes, findet leider nur in dem Zubehör zu diesem auch eher unspekakulärem Accessoir Eingang in dieses Heft:
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Originell wiederum und auch gut tragbar finde ich dieses Schultercape, kreiert von Clara Lana, gestrickt aus Garn von Lang Yarns*
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Dann noch ein irgendwie geschickt gefaltetes Rechteck:
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Abschließend noch dieser vielseitige Schulterwärmer:
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Der letzte Teil umfasst Kindermodelle. Aus kleinen Mädchen werden kleine Damen:
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Und auch für Jungen gibt es klassische Strickstücke:
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Es gibt noch weitere Modelle, aber was mich ehrlich gesagt gestört hat, war bei einigen Stücken die offensichtlich grottenschlechte Verarbeitung:
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Seht ihr das große Loch links oben an der Känguruh-Tasche?

Und hier ist es noch schlimmer, betrachtet nur mal den von euch aus gesehen linken Stern:
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Ich finde, das zieht die Qualität dieser Verena Stricken ziemlich herunter.

Fazit: Wenn man bedenkt, dass man für den gleichen Preis dieser Verena teilweise im Netz nur eine einzige Anleitung erwerben kann, ist es ein guter Kauf.