Designer Knitting bzw. Vogue Knitting Early Autumn 2016

Vergangene Woche war auf meiner Reise durch die Republik der Nürnberger Hauptbahnhof eine Durchgangsstation und dank gutem Zeitmanagements und pünktlichen Verbindungen hatte ich dort noch Zeit, mich beim dortigen Fachhändler mit ausländischen Strickzeitschriften einzudecken. Und diese werde ich euch hier auch vorstellen. Der Reigen beginnt mit Designer Knitting bzw. Vogue Knitting vom Frühherbst 2016. Aus rechtlichen Gründen wird die amerikanische Vogue Knitting in Europa unter dem Namen Designer Knitting vertrieben, die Inhalte sind allerdigs identisch.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Titelblatt Jacqueline van Dillen
Designer Knitting Early Autumn 2016 Titelblatt Jacqueline van Dillen

Das auf dem Titelbild sichtbare Modell #1 Cabled Cowl ist von Jacqueline von Dillen, ein Cowl (Rundschal) mit einem aufwändigem, keltisch anmutendem Muster aus feinstem Kaschmirgarn.

Südamerika ist das immer wieder auftretende Thema dieses Heftes, so werden Garne aus Peru vorgestellt und eine Reisebericht über dieses Land vermittelt mit eindrucksvollen Fotos einen , ein Interview mit dem brasilianishen Designer Felipe Cavalheiro gibt Einblicke in sein Leben

Felipe Cavalheiro
Felipe Cavalheiro

Detail Design Felipe Cavalheiro
Detail Design Felipe Cavalheiro

Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben. Eleonor Roosevelt

Natürlich gibt es auch noch andere Themen, die behandelt werden, beispielsweise gibt es auch einen Bericht mit der treffenden Überschrift „Learn by Doing“ über eine junge Amerikanerin, die in Bulgarien über das Stricken trotz unterschiedlicher Sprachen einen Austausch erlebte und vieles mehr.

Nun stelle ich euch noch weitere Modelle dieser Ausgabe vor:
Nummer 2 wurde kreiert von Anne Jones, eine interessante Stola, deren kreisrunden Elemente an den Beginn von kunstgestrickten kreisrunden Tischdecken erinnert.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Anne Jones
Designer Knitting Early Autumn 2016 Anne Jones

Modell 3 mit wundervollen Zöpfen wurde von Melissa Leapman entworfen. Ich persönlich wurde ja bei einem Stück aus Merino-Wolle und mit hohem Kragen Ärmel daran stricken, allerdings ist die Idee, das Stück im Winter unter einer Jacke zu tragen auch nicht schlecht für den Casual Business Look.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Leapman
Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Leapman

Nummer 4 von Jan Hurwitz erinnert mich an die schon in der Verena vorgestellten Rechtecke, nur dass hier noch ein richtig dickes Garn verwendet wurde. Ich finde ja, dass es wirklich kuschelig aussieht, bin mir aber nicht sicher, ob es auch wirklich so bequem zu tragen ist oder ob das Eigengewicht, immerhin zwischen 700 und 800 Gramm, das Cape nicht dazu verführt, der Erdanziehung nachzugeben und man dauernd am Zuppeln ist.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Jan Hurwitz
Designer Knitting Early Autumn 2016 Jan Hurwitz

Jacqueline van Dillen hat auch Nummer 5, einen Schal entworfen

Designer Knitting Early Autumn 2016 Jacqueline van Dillen
Designer Knitting Early Autumn 2016 Jacqueline van Dillen

Sandi Prosser hat eine Wolldecke mit aufwändigem Blattmuster entworfen, das mich spontan an den Mantel Sylvie erinnert hat.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Sandi Prosser
Designer Knitting Early Autumn 2016 Sandi Prosser

Es wird dann die Designerin Xandy Peters vorgestellt, deren Design den Titel der amerikanischen Ausgabe ziert.

Dann gibt es mehrere Anleitungen, die sich mit Passformen von Strickstücken beschäftigen, als da wären der V-Ausschnitt von Annabelle Speer, eine Langjacke von Jeannie Chin,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Rosemary Drysdale
Designer Knitting Early Autumn 2016 Rosemary Drysdale

ein bequemer Pullover von Rosemary Drysdale mit einem Rundhalsausschnitt,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Rebecca Kevelson
Designer Knitting Early Autumn 2016 Rebecca Kevelson

eine Weste von Rebecca Kevelson,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Amy Micallef
Designer Knitting Early Autumn 2016 Amy Micallef

ein Pullunder von Any Micallef,

Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Mcgill
Designer Knitting Early Autumn 2016 Melissa Mcgill

und einen kuscheligen Rollkragenpullover, designed von Melissa McGill.

Nun kommen die Farbenfrohesten Modelle, es sind Mützen im „Inka-Stil“:

Designer Knitting Early Autumn 2016 Deborah Newton
Designer Knitting Early Autumn 2016 Deborah Newton

Designer Knitting Early Autumn 2016 Kathy Merrick
Designer Knitting Early Autumn 2016 Kathy Merrick

Kathy Merrick ist die Designerin dieser Mütze.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Kate Gagnon Osborn
Designer Knitting Early Autumn 2016 Kate Gagnon Osborn

In etwas gedeckteren Farben interpretierte es Kate Gagnon Osborn

Designer Knitting Early Autumn 2016 Norah Gaughan
Designer Knitting Early Autumn 2016 Norah Gaughan

Wer glaubt, Mützen im Inka-Stil müssten immer bunt sein, wird von Norah Gaughan eines besseren belehrt.

Designer Knitting Early Autumn 2016 Laura Zukaite
Designer Knitting Early Autumn 2016 Laura Zukaite

Bei dem Modell von Laura Zukaite sieht man förmlich das Alpaka hinterherlaufen.

Es folgt ein Artikel über Faina Goberstein, die einen Cowl mit Hebemaschen entworfen hat.

Und am Ende gibt es vier Modelle in edlem Grau von Patty Lyons und Theresa Schabes

Designer Knitting Early Autumn 2016 Patty Lyons und Theresa Schabes
Designer Knitting Early Autumn 2016 Patty Lyons und Theresa Schabes

Designer Knitting Early Autumn 2016 Yoko Hatta und Mari Lynn Patrick
Designer Knitting Early Autumn 2016 Yoko Hatta und Mari Lynn Patrick

und von Yoko Hatta und von Mari Lynn Patrick.

Fazit: Keins der Modelle haut mich jetzt so um, dass ich unmittelbar zu den Nadeln greifen möchte, aber es sind solide und zeitlose Modelle, so dass sich der Kauf des Heftes durchaus lohnt.

FCB in HH

„Leben ist das, was passiert, während du etwas anderes planst.“ amerikanische Kaberettistin oder John Lennon

Nun aber zum eigentlichen Thema. Mit den kryptischen Abkürzungen aus der Überschrift kann vermutlich niemand etwas anfangen.
Es ist kaum zu glauben, aber ich habe tatsächlich gestern mein erstes Strickprojekt dieses Jahr beendet. Es sind schnöde Stinos (stinknormale Socken), allerdings auf Wunsch des Beschenkten in Farben des FC Bayern. Und da ich die Socken während unseres Kurztrips nach Hamburg angefangen habe, heißen sie eben FCB in HH.

FCB in HH

Größe 38
64 Maschen insgesamt
15 Reihen 2 rechts 2 links in dunkelblau
10 Reihen glatt rechts in rot
2 Reihen glatt rechts in weiß
10 Reihen glatt rechts in rot
2 Reihen glatt rechts in weiß
5 reihen glatt rechts in rot
Herzchenferse in dunkelblau
5 Reihen glatt rechts mit Zwickelabnahme in jeder 2. Reihe in rot
2 Reihen glatt rechts mit Zwickelabnahme in jeder 2. Reihe in weiß
10 Reihen glatt rechts mit Zwickelabnahme in jeder 2. Reihe in rot
2 Reihen glatt rechts mit Zwickelabnahme in jeder 2. Reihe in weiß
10 Reihen glatt rechts in rot
2 Reihen glatt rechts in weiß
10 Reihen glatt rechts in rot
2 Reihen glatt rechts in weiß
10 Reihen glatt rechts in rot
Bandspitze in dunkelblau

Verena Stricken Herbst 2016 Teil 2

Bereits in diesem Blogbeitrag habe ich begonnen, über den Inhalt der aktuellen Verena Stricken Zeitschrift zu schreiben. Nun geht es weiter.

Eine der Modellstrecken steht unter dem Motto „Boho-Romantik“. Sofort positiv ins Auge gestochen ist mir dabei das Modell von Daniela Johannsenova, der Inhaberin des Ladens Maschenkunst in Köln. Verwendet hat sie sowohl ein Garn der Firma Austermann* und Rowan*. Das Garnpaket gibt es auch als Komplettpaket direkt im Maschenkunst-Online-Shop zu erwerben.

Was man in der Zeitschrift leider nicht sieht, wohl aber auf der auf Ravelry verlinkten Anleitungsseite sind die Kellerfalten im Rückenbereich.

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Beeindruckend ist auch der Mantel „Loria“ der Designerin Sabine Berlipp. Hier hätte mich auch die Rückenansicht sehr interessiert, aber in diesem Fall hilft nicht mal die Anleitungsseite auf Ravelry weiter. Schade. Das Material, zwei Sorten der Firma Debbie Bliss* machen das Gesamtwerk mit Materialakosten von in etwa 225,00 € nicht gerade zu einem kostengünstigen Projekt, aber es lassen sich sicherich auch preiswertere Garne dafür einsetzen.

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Interessante Applikationen und ein kesser Armausschnitt machen dieses Modell von Brigitte Ried zu einem Hingucker. Gestrickt ist es aus Alpaca Superlight 0016 hellgrün*, wobei dann die Farbdarstellung der Verena schon sehr von den sonstigen Darstellungen dieser Farbe im Netz abweicht.

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Ebenfalls Applikationen weist der Pullover von Evelyn Hase auf, wofür sie Monika Design Yarns verwendet hat.

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Dieses Stück aus der gleichen Serie finde ich hingegen dermaßen altbacken, dass ich es sogar noch für meine 87jährige Mutter stricken würde:
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Ein schönes Zwischendurchprojekt sind diese Stulpen:
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Stark an eine Bettjacke erinnert mich diese Strickjacke:
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Dann wird die Designerin Karen Noe vorgestellt, die auch ein exklusives Design mitgebracht hat, nämlich diese wirklich sehr schöne Strickjacke:
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Vorgestellt wird auch Paul Pascuali von Pascuali-Wolle, neben dem ich schon meinen Stand auf der Berlin knits in 2015 hatte, der auch in 2015 in Leipzig dabei war und der auch letztes Jahr beim Wollfest Regensburg dabei.
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Grundsätzlich fällt auf, dass wirklich viele Modelle aus Alpakawolle bzw. aus Mischungen, in denen Alpakawolle enthalten ist, gestrickt wurden.

Weiter gehts in der Reihe „Flexible Stylingpartner“. Es ging darum, Accessoires zu entwerfen, die mehrfache Funktionen haben. Richtig überzeugend fand ich in dieser Serie dieses Stück, obwohl es nicht meinem Geschmack entspricht und ich es wohl auch nicht tragen würde:
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Entworfen hat es wiederum Evelyn Hase, die dafür ein Garn der Firma ONLine.

Weniger einfallsreich finde ich diesen Poncho von Tanja Lay, gefertigt aus Garn von Ito*, der Materialwert liegt bei knapp 60,00 €.
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Senfgelb, die Modefarbe dieses Herbstes, findet leider nur in dem Zubehör zu diesem auch eher unspekakulärem Accessoir Eingang in dieses Heft:
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Originell wiederum und auch gut tragbar finde ich dieses Schultercape, kreiert von Clara Lana, gestrickt aus Garn von Lang Yarns*
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Dann noch ein irgendwie geschickt gefaltetes Rechteck:
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Abschließend noch dieser vielseitige Schulterwärmer:
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Der letzte Teil umfasst Kindermodelle. Aus kleinen Mädchen werden kleine Damen:
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Und auch für Jungen gibt es klassische Strickstücke:
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Es gibt noch weitere Modelle, aber was mich ehrlich gesagt gestört hat, war bei einigen Stücken die offensichtlich grottenschlechte Verarbeitung:
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Seht ihr das große Loch links oben an der Känguruh-Tasche?

Und hier ist es noch schlimmer, betrachtet nur mal den von euch aus gesehen linken Stern:
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Ich finde, das zieht die Qualität dieser Verena Stricken ziemlich herunter.

Fazit: Wenn man bedenkt, dass man für den gleichen Preis dieser Verena teilweise im Netz nur eine einzige Anleitung erwerben kann, ist es ein guter Kauf.

Verena Stricken Herbst 2016 Teil 1

Seit Tichiro nicht mehr bloggt, fehlt es an Vorstellungen von Strickzeitschriften. Da ich sowieso viele davon kaufe, werde ich sie euch hier vorstellen. Derzeit überlege ich, ob sich ein Abonnement der ein oder anderen Zeitschrift lohnt, habt ihr denn welche abonniert und wenn ja, welche?

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Die größte Offenbarung ist die Stille. Laotse

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Eine komplette Vorschau aller Modelle findet man unter dem Link von Verena stricken.

Das Titelmodell zeigt, dass Farbverlaufsgarne weiter im Trend sind. Hier wurde die Qualität Lang Yarns Merino+Color Farbverlaufsgarn* von der Designerin Clara Lana verstrickt. Das Stück ist auch schon in die Datenbank von Ravelry eingepflegt. Mir persönlich ist das Stück zu unruhig, aber das Muster des Oberteils würde sich gut für die Doubleface-Technik eignen, insbesondere auch mit den zwei verschiedenfarbigen Farbverlaufsgarnen.

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Auf der gegenüberliegenden Seite findet sich ein Schultertuch von Claudia Finlay, auch schon bei Ravelry eingepflegt, allerdings fehlt die Verknüpfung zum Dateinbankeintrag der Zeitschrift, da fühlt sich der kleine Monk in mir unwohl. Aber es stört mich nicht so, dass ich mich nun damit beschäftigen würde, wie man das denn da in die Datenbank eingepflegt bekommt (da habe ich beim Hinschauen einen Fehler gemacht, das Tuch ist nämlich durchaus in der Datenbank, Anyarnja hat mich darauf aufmerksam gemacht, danke dafür). Aber ich schweife ab. Das Tuch auf der gegenüberliegenden Seite erinnerte mich von der Farbgebung an ein eigenes Projekt von mir. Vergleicht selber:

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Verwendet wurden verschiedene Garne der Firma Lanamania*

Mit dabei in der Serie „Mustermix“ ist auch ein Tuch von Utlinde Gradowski, natürlich aus Garnen von Filatura di Crosa*, wobei man die Qualität Misti
Alpaca handpaint Lace vermutlich ab September kostengünstiger durch ein Garn von Fairalpaka ersetzen können wird.

Meinen Geschmack trifft das Tuch überhaupt nicht, es erinnert mich stark an Papagei. Aber Utlinde ist die uneingeschränkte Queen der Lacetücher und Kurse mit ihr können auch wieder auf dem Wollfest und 8. GRM im Hohenloher Freilandmuseum gebucht werden.

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Gut gefallen mir aus dieser Serie diese Pullover:
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Designer U. & M. Marxer, gestrickt aus Wolle der Ingolstädter Firma Lana Grossa Lace Seta*

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Designer auch wieder Clara Lana, Wolle auch wieder von Lang Yarns*

Hier hätte ich nur den Lace-Rand an der unteren Kante nicht gemacht:
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Design von Jaqueline von Dillen, verwendet hat sie Lana Grossa*

Zusammenfassend fällt mir allerdindgs aus, dass ausnahmslos ALLE Modelle der Serie „Mustermix“ immer auch einen Farbenmix enthalten, es ist dort nicht ein einfarbiges Stück enthalten.

Aus der Reihe „Einfach zeitlos“ finde ich dieses Modell spannend:
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Entworfen haben ihn auch wieder U. & M. Marxner aus einem Garn von Junghans Wolle

Auf den ersten Blick gefiel mir auch dieses Modell sehr gut, es ist von den gleichen Designern, aus einem Garn von Online Wolle in Briochetechnik, die früher zweifarbiges Patentmuster hieß, gestrickt.
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Auf den zweiten Blick fand ich aber die Seitenschlitze an dem Modell sehr – ähm – gewöhnungsbedürftig:
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Ebenfalls Schlitze im unteren Bündchenbereich hat dieses Modell von Brigitte Ried, dort finde ich sie aber wesentlich günstiger platziert:
Modell aus Verena Stricken
Verwendet wurde hierfür ein Garn der Marke Baruffa. Ich habe von dieser Marke noch nie vorher gehört. Leider gibt es bei der Verena keine Alternativgarnliste wie in der Ausgabe von The Knitter Deutschland, aber Donna Rossa hat da erst einen sehr guten Blogartikel darüber verfasst.

Die Kolumne schreibt inzwischen Anja Belle, vielen wahrscheinlich unter Kalinumbas Blog bekannt. Die anderen Modelle werde ich in einem Teil 2 über diese Verena Stricken vorstellen.

The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 Teil 2

Das größte Geheinis des Glücks ist, mit sich selbst im Reinen zu sein. Bernard Le Bovier de Fontenelle

Bereits in diesem Artikel habe ich euch Teil 1 von The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 vorgestellt, nun geht es weiter mit Teil 2.

Vorgestellt wird Anne Resing als Designerin und Inhaberin des Ladens AR Königstein und es gibt den Poncho Daisy als Exklusivmodell von ihr, gestrickt aus AR Kaschmir Glamour, hier werden auch keine Alternativen vorgeschlagen.

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Das nächste Modell eignet sich auch wieder hervorragend für die Doubleface-Technik, es sind die Handstulpen Oristano von Juliet Bernard, verwendet wurde Yarn Stories Fine Merino 4ply, hier gibt es aber wieder eine reiche Auswahl an in Deutschland leichter zu beziehenden Ersatzgarnen.

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Das nächste Strickprojekt ist etwas, das ich garantiert nicht anfangen werde. Es ist ein kreisrundes Tuch Chrysantheme von Ruth Morris, es ist auch schon als Ravelry-Projekt angelegt. Das Material ist UK Alpaca Baby Alpaca Silk 4ply, aber auch hier gibt es, wie gewohnt, eine Liste von Alternativgarnen. Mir bisher unbekannt fällt dabei die Firma Miss Tricot Filati auf, ein italienischer Hersteller. Ein guter Ersatz, wenn auch nicht aufgeführt, wäre zweifelsohne auch Lanartus Baby Alpaca Lace. Mir fehlt aber die Geduld für solch ein Projekt.

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Danach kommt ein im Vergleich zum vorigen Tuch winzigkleinem Schal, das Schaltuch Wheal von Anniken Allis. Verarbeitet wurde Kettle Yarn Co. Islington 4ply. Bei den Ersatzgarnen wird auch eins von Araucania* vorgeschlagen.

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Es werden dann die Quadrate 5 und 6 der Patchworkdecke erklärt, ich gehe mal davon aus, dass ich die Quadrate 1 bis 4 klassisch verpasst habe. Und ich habe noch nicht mal ein Foto von der Decke, und jetzt ist es zu dunkel dafür.

Es gibt dann noch einen zweiseitigen Hinweis auf den Dortex Design Award und einen Bilderlehrgang für stufenlose Schulterschrägen.

Dann gibt es einen Baby-Pullover, wieder von Bergère de France.

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Es gibt einen Bericht über Ashley Knowlton. Und von ihr gibt es den Herrenpullover Caradoc, gestrickt aus einem Garn von Excelana, das noch nicht mal bei Ravelry gelistet ist. Aber auch hier gibt es Garne in der Alternativliste.

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Es gibt dann noch eine Anleitung für Socken mit dem Namen „Chestnut“ von Jane Burns.

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Und last but not least gibt es einen Kurzarmpulli Kaja von Vár Gregerson aus Navia Duo, einem Garn von den Färöer Inseln. Aber auch hier gibt es natürlich genügend Vorschläge für Alternativgarne. Ich persönlich würde den Pullover nicht kurzärmelig machen, aber vielleicht friert man auf den Färöer-Inseln nicht so sehr an den Armen. Ansonsten ist das mein zweiter Favorit dieses Heftes.

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Als Resümee bleibt festzustellen, dass ich die Kosten von 5,90 € für dieses Heft nicht bereue, die meisten Modelle gefallen mir oder aber geben mindestens Inspiration für eigene Abwandlungen.

The Knitter Deutschland Ausgabe 27/2016 Teil 1

Alles ist komisch, solange es einem anderen passiert. Will Rogers

Die aktuelle Ausgabe von „The Knitter Deutschland“ zeigt einige interssante Modelle.

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Das erste Modell ist der Pulloer Thirlmere von Sarah Hatton, gestrickt aus Patons Merino Extrafine Aran. Dank der in jedem The-Knitter-Heft vorhandenen Doppelseite „Alternativgarne“ hat man auch auf einen Blick acht verschiedene, in Deutschland leicht erhältliche Garne der Firmen Austermann, Debbie Bliss, ggh, Katia, Lana Grossa, Lang Yarns, Onine und Schoppel zur Auswahl.

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Zurück zu dem Pullover: Das Muster finde ich wirklich ansprechend, allein die Passform erinnert leider ein bisschen an Müllsack.

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Weiter geht’s mit dem Modell Cardigan Alderney von Martin Storey, gefertigt aus Rowan – alpaca colour Marble* und Rowan – alpaca colour Iron*. Dieses Garn ist in Deutschland leicht erhältlich, aber auch hier werden sechs weitere Alternativen angeboten. Mir bisher völlig unbekannt ist die Marke Mirasol Wolle Sulka Nina*, bei der als Bemerkung steht „Der Verkauf fördert ein soziales Projekt in Peru.“ Auf die Schnelle konnte ich nichts weiter darüber im Netz finden, aber ich bleibe dran und mache mich schlau, was daran tatsächlich wahr ist. Die Jacke würde sich in ihrem Muster durchaus auch als Doubeface-Projekt umsetzen lassen.

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Das nächste Design ist der Pullover Loire von Bergère de France, dem Garnhersteller. Verwendet wird Bergere de France Eclair*, ein Mischgarn aus 74% Polyacryl, 14% Mohair 9% Wolle und 3% Lurex, eine wie ich finde sehr – ähm – exzentrische Mischung. Ich persönlich finde, dass irgendetwas mit Lurex nicht zu diesem Pullover passt, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

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Selbst für diesen Pullover werden drei Ersatzgarne vorgeschlagen, allerdings allesamt ohne Lurex.

Als nächstes gibt es eine wunderschöne Übersicht über die Stricktrends dieses Jahr, die auf der h+h 2016 vorgestellt wuren:

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Das nächste Modell hat zwei verschiedene Varianten, es ist die Tunika Failaise von Louisa Harding, natürlich gestrickt aus ihrem eigenen Garn Louisa Harding Trenzar*. Es gibt die Tunika in Langform (ich verbinde ja mit Tunika mehr Weite)

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oder als Kurzform (da passt jetzt der Begriff Tunika noch weniger, wie ich finde)

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Dann gibt es den Schulterwärmer Averil von Deborah Helmke. Die sieht auf dem Foto, das die Rückansicht zeigt, sehr merkwürdig aus. Mir fällt dazu am ehesten das Stichwort Witwenbuckel ein, tut mir leid. Gestrickt ist sie aus einem Rowan-Garn, als Ersatz kommt hier auch noch Garn von Filatura die Crosa neben weiteren Garnen in Betracht.

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Das folgende Modell ist mein persönliches Highlight und war der Grund für den Kauf dieses Heftes. Es ist der Cardigan Høsten von Eline Oftedal, gefertigt aus Juniper Moon Farm Findley DK. Auch hier werden mehrere Alternativen vorgeschlagen, diesmal ist auch etwas von Schachenmayr dabei.

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Damit der Beitrag nicht zu lange wird, mache ich hier mal eine Pause, Teil 2 folgt in Kürze.

Mord und Stricken

Ohme Freunde würde sich niemand zu leben wünschen, auch wenn er sämtliche andere Güter besäße. Aristoteles

Eingeweihte wissen, dass ich neben dem Stricken auch noch ein starkes Interesse an habe. Und natürlich gehörte es da für mich zum Pflichtprogram, das Buch Kainegg: Ein ziemlich kriminelles Heimatbuch zu lesen.

Und selbst da kommt das Stricken vor:

Sie hatte Strickzeug mitgebracht, mal sehe, ob sie es noch konnte. Dass sie einst in Geschichte, Erdkunde, Mathe und Physik nicht eingeschlafen war, hatte sie allein der Tatsache zu verdanken, dass sie einen Pulli nach dem anderen für kalte Winter hergestellt hatte.

Aus eigener Erfahrung würde ich vermuten, dass der Autor in etwa in meinem Alter sein müsste, denn genau so war das damals in der Schule, Mite der 80er Jahre. So sahen dann unter Umständen die Ergebnisse dieser Aktionen aus:

Pullover 1990
Pullover 1990

Und so könnten Strickwerke der Hinterkaifecker ausgesehen haben:

Aufgenommen im Freilichtmuseum Glennleitn
Aufgenommen im Freilichtmuseum Glennleitn

Science Fiction und Tradition

Haben wir gewonnen? Verrückter Wissenschaftler aus den Filmen „Independence Day“

Im Kino läuft gerade „Independence Day: Wiederkehr“, den ich angesehen habe. Und was soll ich euch sagen, neben vielen wahnsinnig gut gemachten Effekten spielt tatsächlich eine alte, unspekakuläre Technik eine wichtige Rolle in diesem Film, nämlich das Stricken:

Independence day wiederkehr

Und auch in der Zukunft gibt es die gleichen Probleme wie bereits jetzt, denn der auf dem Bild sichtbare Schal (aus so kratziger Wolle gestrickt, dass es den Wissenschaftler gleich aus dem Koma geholt hat) hätte eigentlich ein Pullover werden sollen 😀

9. Leipziger Wolle-Fest und Stoffmesse

„Nur ein Herz kann Herzen gewinnen“ Julius Langbein

Vergangenen Samstag war es wieder so weit, das Leipziger Wolle-Fest und Stoffmesse eröffnete seine Pforten, wieder in der Glashalle des Messezentrums Leipzig. Ich hatte ja kolportiert, dass es mit der Wollbranche bergab gehen wird, aber die Erfahrung hat mich nun eines besseren belehrt.

Qee (Quod erat expectandum.)Der Markt stagniert nicht nur, er ist im freien Fall. Das Wollfestival Köln fällt auch…

Posted by Zeena Sabine Meckl Coaching und Consulting on Donnerstag, 24. März 2016

Bei strahlendem Sonnenschein öffnete die Messe pünktlich um 10 Uhr seine Pforten. Und was soll ich sagen, es füllte sich schneller, als erwartet, um 12 Uhr war die Halle rappelvoll.
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Wolleverliebt

Auf jeden Fall beeindruckt hat mich diese Haarfarbe – Haare sind ja eigentlich auch nur Wolle, oder?
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Beeindruckend war auch diese Handtasche einer russischen Künstlerin (wer die genauen Informationen haben möchte, kann mir gern eine Mail schicken, ich gebe dann die Kontaktdaten weiter):
Filztasche

Ansonsten lebt das Event wie alle Events dieser Branche von Farbe und Haptik (Erfühlen).
Filzlinge

Filzhüte

Spinnfasern

Röschen

Patchworkstoffe

Das klappt aber nicht nur bei Wolligem oder Stoffigem:
Tonanhänger

Farbverlaufsgarne sind der Renner schlechthin, es schießen auch immer mehr Anbieter dieser Gefachten Garne aus dem Boden:
Leipziger-Wollfest-Wettbewerb2

Leipziger-Wollfest-Wettbewerb1

Praktisch angesichts der steigenden Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein unter dem Glasdach der Halle erwies sich dieses Shirt, mit dem die Trägerin natürlich dennoch vollkommen perfekt gekleidet war:
Strickpullover

Selbst ich, als anerkannter Frostköddel habe mich nur im Shirt in der Mittagszeit dem ersten Sonnenbad hingegeben:
Sonnenbad

Ein langes Gespräch mit Hotsocks, das wir führten, während wir diesen Karton begutachteten
handgefärbt
überzeugte mich, doch dem Wunsch vieler Kundinnen nachzukommen und wieder zu färben. Ab nächstes Jahr werde ich wieder hangefärbte Wolle anbieten, bis dahin ist aber noch viel zu tun.