Interweave Knits Spring 2018

Ein amerikanischer Schwiegersohn hat defintiv Vorteile: Man kommt an Strickzeitschriften aus den USA. So hat auch die neue Interweave Knits ihren Weg zu mir gefunden und ich weiß nicht, ob es nur mein subjektiver Eindruck ist, oder ob es irgendwie den Tatsachen entspricht, aber mir gefallen die Modelle dort durchweg besser als beispielsweise die etwas mit Gewalt flippig gestalteten Designs aus beispielsweise der Verena.

Hier ein paar der Modelle aus diesem Heft:

Rowan Magazine Number 63

Das neue Rowan-Magazin ist da. Ich zeige euch einen unrepräsentativen Querschnitt aus diesem Heft, das mich zumindest teilweise überzeugt hat. Die meisten Modelle sind gediegen und zeitlos. Die großflächigen eingestrickten Bilder wie Kaffeekannen finde ich dann doch etwas affig, aber das liegt wohl daran, dass ich die 80er, in denen das auch schon modern war, selber mitgemacht habe.

Verena 01-18

Die erste Verena in 2018, schon länger erschienen, zeige ich euch endlich heute.

Und weil ich euch noch mehr Strickzeitschriften vorstellen möchte, und Blogbeiträge sehr zeitintensiv sind, gibt es einfach mal die Kurzfassung mit vielen Bildern:

Ein Modell für wirklich gertenschlanke Frauen. Bei allen anderen (wie bei mir) würden die Rüschen an der unteren Kante vermutlich abstehen, aber auf jedenfall das gebährfreudige Becken sehr betonen.

Das Jäckchen gefällt mir, obwohl es mich so ein bisschen an die früher in Gebrauch warenden Bettjäckchen erinnert.

Diese Jacke gefiel mir auf den ersten Blick sehr. Aber dann überlege ich immer, ob das auch meiner Mutter (inzwischen stolze 89 Jahre alt) gefallen würde und dann ist es einfach zu altbacken für mich, wie diese Jacke eben auch.

Diese Jacke gefällt mir gut. Sehr gut sogar.

Gehäkelte Kleider können sehr elegant aussehen.

Und auch gestrickt ein Augenschmaus. Dazu noch das Mäntelchen selber genäht, daran sieht man, dass selbstgemacht nichts mit Verstaubt oder Altbacken zu tun haben muss.

Bei diesem Pullover dachte ich spontan, muss ich haben. Die Form wird zwar ein bisschen auftragen und es ist bestimmt ein richtig warmer, kuscheliger Pullover, aber auch entsprechend feinem Garn wirkt er sicherlich wundervoll.

Rückenfrei ist vielleicht nichts mehr in meinem Alter, aber es ist auf jeden Fall ein Hingucker.

Im Gegensatz zu diesem Modell, das sieht so aus, als wäre hinten die Lust oder die Wolle oder beides ausgegangen.

Aus Leinen gearbeitet würde ich es für den Sommer in einer anderer Farbe stricken.

Mein Highlight aus diesem Heft:

h+h Cologne 2018

Nachdem ich letztes Jahr pausiert habe, hat es mich dieses Jahr wieder zur h+h gezogen. Natürlich werde ich euch meine Impressionen nicht vorenthalten. Eins vorneweg: Es scheinen wieder mehr Aussteller geworden zu sein, allerdings nimmt Nähen und Sticken einen größeren Rahmen ein als bisher, so dass ich subjektiv den Eindruck hatte, es gäbe mehr Aussteller mit Nähzubehör als mit Wolle. Verifiziert habe ich das aber nicht.

Vielleicht könnte ich damit meine Jüngste zum Handarbeiten motivieren, mein Lieblingsenkelsohn steht nämlich total auf Frozen:

Fest steht, die Farben sind, glaubt man den Garnherstellern, dieses Jahr gedeckt. Sie changieren von Lila (ja, Lila ist wieder in!) über sämtliche Rotnuancen hin zu braun, beige und grau.

Krachbunt war wohl gestern, außer bei den verschiedenen „Bobbeln“, diesen gewickelten Garnen mit Farbverlauf. Die hat inzwischen auch nahezu jeder Anbieter im Programm und es gibt sogar Anbieter, die sie ausschließlich anbieten.

Besonders ins Auge gestochen sind mir hierbei allerdings die „Bobbel“ von Rellana, denn erstens sind sie nicht nur gewickelt, sondern auch verzwirnt und zweitens wäre kaum ein Übergang sichtbar, da die Enden nicht verknotet sondern mit Druckluft „verschweißt“ werden.

Lange Rede, kurzer Sinn, hier meine Eindrücke:

Als erstes stach mir das Ergebnis des Wettbewerbes der Textile Art Berlin ins Auge.

Es ist erstaunlich, mit welchen wundervollen Techniken textile Kunst entstehen kann.

Weiter geht es mit einem virtuellen Rundgang:

Schmeichelgarne hat ein neues „System“. Unten seht ihr die verschiedenen Qualitäten und oben die (meist) für alle Qualitäten verfügbaren Farben:

Findet ihr Ähnlichkeiten zu diesem Modell aus dem neuen Rowan-Heft (das ich auch noch vorstellen werde)?

Schulana – ganz ehrlich: Das ist altmodisch hoch fünfzig

Natürlich traf ich auch bekannte Gesichter:

Es gibt sie noch: Studio Yarn

Daniela Johannsenova am Prym-Stand

Bernd Pottschull von Lanartus

Die Jacke ist auch von Lanartus, gestrickt aus der Sofia

Und hier mal eine Nahaufnahme von dem Hanf-Garn „Kiff“

Della Q

Neue Designs von ihr

Jetzt mit praktischem Sichtfenster

Bei Isager war immer viel los

Dieses Cashmere-Garn (June Cashmere) fand ich sehr überzeugend, denn es hat mehr „Stand“ als andere Cashmere-Garne.

für mich neu war Garn aus Südafrika – hauptsächlich Mohair, aber wunderbar von der Haptik her

Für mich auch neu war die Dawanda-Ecke

Tolle Garnschalen aus Indien

Und fantastische Bänder

Dieses Paar harmonierte so wunderbar, ich musste sie fotografieren.

Passend dazu gibts was von Online

Auch diese beiden Damen überzeugten sehr mit ihrem Auftritt und da schließt sich der Kreis wieder zu dem Grün zu Beginn

Summasumarum habe ich vor, nächstes Jahr wieder hinzufahren.

Teststrickerinnen gesucht

Bereits im letzten Jahr suchte ich Teststrickerinnen für eine neue Tuchanleitung. Inzwischen habe ich weitere mögiche Wollkombinationen gefunden und suche daher weitere Teststrickerinnen.
Die Bedingungen sind einfach: Ich schicke dir auf meine Kosten die Garne zu, du wirst einer geheimen Gruppe hinzugefügt und strickst das Tuch, danach schickst du es mir auf deine Kosten zum Fotografieren zurück (oder machst selber ansprechende Fotos und verlinkst es auf Ravelry) und ich schicke es dir dann wieder zu, du darfst es nämlich behalten.
Die möglichen Teststrickpakete seht ihr unten in den Kommentaren.

Jahresende, Knits, Knitscene und ein Paar Socken

Liebe Leserinnen,

das Jahr neigt sich zum Ende und ich packe in diesen Beitrag all das, was ich mir noch vorgenommen habe, euch zu zeigen.

Legen wir los mit der Knits Holidays, denn nach Weihnachten ist ja vor Weihnachten des Folgejahres.

Zwei Dinge fielen mir darin auf, erstens dieser Weihnachts-Grinch

Und zweitens dieser wunderbare Schal, für dessen Muster die geübte Strickerin keine Anleitung braucht

Dann zeige ich euch noch, was mich in der Knitscene besonders angesprochen hat

Der Pullover wirkt so kuschelig und elfenhaft.

Und dieser Loop würde sich wunderbar in Doubleface stricken lassen

Ein Paar Stinos (stinknormale Socken) aus von mir handegefärbter Lanartus Fine Merino Socks sind noch pünktlich zu Weihnachten fertig geworden (ja, auch der 26.12. ist noch Weihnachten).

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich auf viele gemeinsame Strickerlebnisse hier auf diesem Blog und im richtigen Leben. Gestaltet den Jahreswechsel so, wie es euch am besten gefällt.

Ausmisten, weiter gehts

Bereits hier habe ich ja mit dem Ausmisten begonnen, aber gut Ding will Weile haben und alles an einem Tag schaffe ich nicht.

Aber wen es interessiert, ich verscherbel auch meine Strickmaschinen, eine davon könnt ihr schon bei Ebay ansehen.

So, das erste Garn aus der Kiste 2, das ich heute herausgeholt habe, ist eines, das ich behalten möchte:
Wolle mit Perlen, 2013 in USA gekauft

Und weiter geht es mir den türkisfarbenen Wollmeisten, zu denen es das passende Artyarn gibt, die waren auch in dieser Kiste:
türkise Wollmeise mit ArtYarns dazu

Nun gibt es etwas, was nicht auf meiner Liste stand, es wird also freigegeben. Farblich gibt es eine schöne Kombination, daher würde ich gerne daraus auch einen Teststrick machen lassen, es gibt aber schon genügend Interessentinnen.

Weiter geht es, diesmal etwas für Ebay

So, genug für heute, morgen geht es weiter. Oder übermorgen. Oder wann auch immer.

Verena Winter 2017

Im Gegensatz zu meiner Beurteilung der Verena Spätherbst 2017, bei der ich sehr spät dran war, bin ich dafür mit der Verena Winter 2017 richtig früh dran – und stolz auf mich :D.

Mein Urteil nach dem ersten Durchsehen lautet, dass mir in diesem Heft deutlich mehr Sachen gefallen als in dem vorhergehenden.

Schön finde ich die Wortspielereien, die bereits auf der Titelseite mit „Stil? Sicher!“ beginnen und im Inneren unter anderem mit „Komme, was Wolle!“ eine Fortsetzung findet.

Dieser Pullover könnte von Hermès kreiert worden sein. Ist zwar nicht meinst, aber ich finde, es hat was.

Richtig schön hingegen finde ich diese Interpretation des Mottos „Nordische Schönheiten“.

Überhaupt muss ich, glaube ich, mein eigenes Urteil revidieren, habe ich doch hier behauptet, blau gefiele mir überhaupt nicht. Aber ein kritischer Blick in meinen Kleiderschrank (Ok, Kleiderschränke) verriet mir, dass ich ziemlich viel blaues habe. Ich habe ernsthaft schon nachgedacht, ob ich die blaue Alpaka-Wolle doch behalten soll. Aber ich gebe sie weg, Reduzierung ist schließlich das Ziel.

Weiter geht es mit der Verena. Das folgende Modell hingegen lässt mein Herz gleich höher schlagen, die Farbkombi Türkis und Rostrot finde ich begeisternd und auch die Linienführung ist sehr gelungen. Nicht gefällt mir daran das Sackartige, aber man kann es sicherlich auch in einer „passenden“ Größe stricken.

Mit Erstaunen habe ich dann gesehen, dass Lana Grossa jetzt Garne anbietet, die der Machart der von mir immer wieder erwähnten Garne von Studio Yarn entsprechen. Ob die Firma damals einfach nur zu früh dran war, sozusagen ihrer Zeit voraus?

Wie bereits im letzten Heft spielen auch hier Farbverlaufsgarne eine Rolle. Diese Modelle hier sprechen mich an, das liegt aber sicher an der mir gefallenden Farbpalette.

Aber auch das hier sind genau die Farben, die mir sofort ins Auge springen.

Und auch hier sprechen die Farben für sich.

Und weil wir schon bei Farbpaletten sind, es gibt einen mehrseitigen Report über „Color Blending“, also sanfte Farbverläufe mit verschiedenen Garnen. Es ist ein ausführlicher Report, der viel und ausführlich erlärt, ich finde ihn gut gemacht.

Die nächste Strecke widmet sich dem Thema Verzopfen. Ich bin da eher kritisch, weil ich nicht die Figur habe, in der es sinnvoll ist, zusätzlich durch Zöpfe auf Oberteilen Volumen zu erzeugen. Aber ein Modell gefiel mir doch sehr gut, insbesondere den Schlitz an der unteren Kante finde ich eine witzige Idee.

Und dieses Mal ein Lob an die Kolumnistin, vielleicht gefiel mir die Kolumne so gut, weil ich selber ein Zahlenmensch bin.

Verena Spätherbst 2017

Nun muss ich mich beeilen, dass ich die Vorstellung der Verena Spätherbst 2017 noch öffentlich mache, bevor am 29. November dann das Winterheft erscheint.

Das ganze Heft brauche ich euch nicht vorstellen, das könnt ihr selber unter verena-stricken.com ansehen. Aber an meinen persönlichen Highlights und meinen oberlehrerinnenhaften Verbesserungsvorschlägen lasse ich euch natürlich teilhaben.

Die Oberlehrerin muss gleich beim Titelmodell einen Verbesserungsvorschlag anbringen. Liebe Designerin Clara Lana, das Modell sieht wirklich schön aus. Aber der Mustersatz oben, der drängt doch sozusagen die Idee einer Rundpasse schon auf, oder?

Was mir inzwischen sehr gut gefällt, sind die Darstellungen der Strickstücke in der Verena. Ein Strückstück, mehrere Abbildungen auf einer Doppelseite, das gefällt mir.

Der nächste Pullover ist im zweifarbigen Patent, neudeutsch Brioche, gestrickt, entworfen von Jacqueline von Dillen. Mir gefällt daran sehr gut die schöne Linienführung oben an den Schultern.

Diese Jacke hier würde sich hervorragend für meine Holst-Garne eigenen, die ich beim Ausmisten schon katalogisiert und weggepackt habe, auch wenn es von Tanja Lay für ITO entworfen wurde.

Dazu passend als Grundfarbe habe ich diese Konen zur Auswahl.

Das folgende Modell hier finde ich eine außerordentlich schöne Lösung für Farbverlaufsgarne, denn sie ist nicht so unruhig wie andere Designs, hier ein Chapeau an Clara Lana.

Die Kolumne hat im übrigen stark unter dem Rückzug von Tina Hess gelitten. Lieber gar keine Kolumne als das, ich lese sie jedenfalls nicht mal mehr bis zum Ende, weil sie mich schon vorher langweilt.

Ausmisten, die Fortsetzung

Ausmisten ist das neue Stricken oder so ähnlich. Auf jeden Fall muss ich mich von unnörigen Sachen befreien, die Zeit ist reif dafür. Nun werde ich euch heute einen Blick in die wundervollen Kisten ermöglichen, damit ihr gleich sehen könnt, wovon ich mich alles trennen werde.

Dabei fiel mir im übrigen noch ein, dass sich auch Spinnfasern und Stoffe in den Kisten befinden. Ich werde also hier noch schnell eine Liste erstellen, was ich davon behalten möchte und dann – tataaaaa – öffne ich die Kisten und halte es fotografisch für euch fest.

Spinnfasern:

  • Yak in gelb-türkis
  • zweierlei Qualitäten in Mädchenfarben von Frau Wollante
  • lila-schwarz von Spinnert und Gewollt
  • grau von Spinnert und Gewollt (aber das werde ich vermutlich verkaufen)

Stoffe:

  • Jersey und uni und gemustert für Sommerkleid
  • zwei Wollstoffe, bestickt, für Winterröcke
  • Baumwollstücke für Quilten

So – fertig. Alles andere kommt weg.

Erste Kiste – Stoffe. Hat jemand eine Idee, was ich mit all diesen Stoffen machen soll, die ich weggeben möchte? Ebay?

Zweite Kiste, erster Eindruck

Ab zu Ebay mit dem Lace-Garn

Das ist Alpaka-Wolle vom Aldi, ich glaube aus 2011. Ich bin jetzt wirklich am Überlegen, ob ich sie behalten soll. Die von mir vorgesehene Strickjacke gefällt mir gar nicht mehr. Dieser Pullover gefällt mir gut. Ich switche das mal in meiner Ravelry-Liste um. Obwohl – wenn ich darüber nachdenke, gefällt mir blau eigentlich gar nicht sonderlich, also verkaufe ich die Wolle auch. Weg damit!

Und dann hat mein Enkelsohn Mittagsschlaf gemacht. OK, ich habe nicht bedacht, dass er alleine aus seinem Bettchen kann – hier das Ergebnis

Ich schwöre, die sahen vorher noch sehr manierlich aus. Es gibt also einen Posten kuschelweiche Cahsmere-Sockenwolle in blau, die ein wenig – ähm – Überarbeitung bedarf.

Ich werde sie herschenken. Oder selber Socken daraus stricken. Ach nein, dann reduziert sich der Stash ja nicht. Also herschenken. Wer mir schreibt, warum er sie unbedingt möchte, am besten per Mail an info@zeena.de, hat die Chance, dass ich sie ihm kostenfrei zusende. Ich werde auswählen, wen ich persönlich am bedürftigsten dafür halte.

Weiter geht es mit der Wunderkiste, das hier behalte ich, das ist einer der beiden Art-Yarns-Tücher-Packungen

Aber ich habe eine Idee entwickelt, ich werde es nicht für mich behalten, sondern ein neues Tuch daraus kreieren und bin daher auf der Suche nach einer Teststrickerin

Die Holst-Garne – in der Liste der zu behaltenden Garne aufgeführt. Links die bunten sind insgesamt 275 Gramm Sopersoft. Das ist für ein größeres Projekt zu wenig, aber ich habe Holst supersoft auch noch auf Konen irgendwo, da könnte man also einen schönen Streifenpullover daraus machen. Rechts das obere rosa ist die Coast und unten die noble. Die passen zu meiner Rosa-Phase und ich hebe sie auch erst mal auf, bis alle rosa Knäuel zum Vorschein gekommen sind.

Das nächste Paket, bestehend aus Wollmeise Pure „Skandal um Rosi“, bereits gewickelt und dibadu Funnies Moonmilkshake geben den gleichen Teststrick.

Bilum, ein fatastisches Farbverlaufsgarn. Ich hatte es nicht mehr auf dem Schirm und deswegen wandert es zu Ebay

Und jetzt ist erst mal angesagt, vom Computer mich ein bisschen zu verabschieden, bald geht es aber weiter.