12. Leipziger Wolle-Fest & Stoffmesse

Vergangenes Wochenende war es wieder so weit, das Leipziger Wolle-Fest öffnete die Türen der Glashalle der Leipziger Messe. Die war dieses Jahr außerordentlich kühl mangels Sonneneinstrahlung, das war aber wirklich das einzige Wermutströpfchen. Ich war auch wieder aktiv dabei, aber erstmals nicht mit Wolle und einem Stand, sondern ich habe Work-Shops geleitet, dieses Mal zum Thema „Doubleface Stricken“. Und erstmals in meinem Leben war ich mit männlicher Begleitung unterwegs, Sepp leistete mir Gesellschaft – und hat schon wieder Ideen für weitere Pullover, die ich ihm stricken kann.

Meine Work-Shop-Teilnehmerinnen högscht konzentriert, wie Jogi Löw sagen würde.

Am Sonntag waren es drei Teilnehmerinnen, lustigerweise hatten alle drei grüne Wolle in Variationen dabei.

Bei den Stoffen wurde ich auch schwach, Nähen ist vermutlich das Stricken von morgen ;).

Daniela Johannsenova war auch wieder da, die habe ich bei meinem ersten Wollfest – damals 2012 noch als Besucherin – in Leipzig im Agrapark kennengelernt. Die Wolle von damals – Türkis mit Perlen von Artyarn – liegt immer noch unverstrickt neben den türkisen Strängen von der Wollmeise, die ich dazu passend gekauft habe.

Apropos früher, seit mehreren Jahren schleiche ich um die Strickpackungen von verstrickte Kunst herum. Ich glaube, erstmalig habe ich sie beim Wollfestival in Köln gesehen. Und nun endlich habe ich zugeschlagen und mir eine Packung gekauft.

Gekauft habe ich auch Wolle von 7oczek, einem polinischen Anbieter von handgefärbter Wolle. Ich möchte mir den soldotna-crop stricken wie ihn die Dame auf dem Foto trägt.

Schaut mal die Birdies von der Wollmeise – ist das nicht eine Farbenpracht?

Das hier ist auch ein echter Hingucker:

Ach ja – und ein schon fertiges Kleid habe ich mir bei Machallat gekauft. Fürs Foto habe ich es schnell im Hotelzimmer über gezogen. Wartet mal ab, womit man das alles kombinieren kann…..
Jede Tüte bei ihr ist mit einem Spruch versehen, sozusagen Glückskekse ohne Kekse. Das war meiner 🙂

Sepp bekam von moi-natur zwei neue Kappen.

Und er hat sich einen Pullover aus Wolle von knitime gewünscht, nämlich ähnlich dem Vishaal.

Inspiriert von Frl. Sonnenschein bin ich auch noch zu Ohrringen gekommen.

Dieser Blogbeitrag kann und will die Vielfältigkeit des Leipziger Wollefestes gar nicht zeigen, aber in der Bildergalerie der Homepage des Leipziger Wollefestes könnt ihr nach Herzenslust noch weiter stöbern.

Es war auf jeden Fall wieder wunderschön, vielen Dank Christine für deinen unermüdlichen Einsatz und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr wieder in der Glashalle. Vorher sehen wir uns aber im Herbst zum Ravelry-Treffen in Leipzig.

Stricken für die Seele

Wie ich bereits geschrieben habe, entdecke ich gerade die Strickbücher aus der Bücherei.

Stricken für die Seele: 16 wunderbare Strickmodelle inspiriert von Fernost* [Werbung]

Ich muss ehrlich sagen, ich fand das Buch enttäuschend. Es war gerade mal ein Modell dabei, das mich angesprochen hat, nämlich dieser Pullover.

Ansonsten sind in dem Buch jedem Modell irgendwelche Pflanzenbilder zugeordnet, die ich eher unpassende finde. Insgesamt erscheint es mir sehr – ähm – gewollt, diesen Zusammenhang zwischen Stricken, Meditation und Fernost darzustellen. Aber das ist der Vorteil der Bücherei, man kann es sich ausleihen, reinschauen und für sich entscheiden, ob es einem gefällt oder nicht.

H+H Cologne 2019 Teil 3

Der heutige Tag war für uns persönlich mit weniger Aktivität geplant, es war ja nur noch Halle drei nicht besucht. Gleichzeitig waren aber wesentlich mehr Besucher da, wir haben also auch viel mehr Leute getroffen und deswegen haben wir tatsächlich die Modenschau versäumt.

Wie auch immer, am Stand von Lanartus haben wir uns mit Echt-michele verabredet.

Der Stand war dieses Jahr so schön wie noch nie, denn die Farben der einzelnen Modelle (die meisten in blau) harmonieren sehr gut.

Zufällig trafen wir noch Michaela Trotier von Wollhexe und (B)engelmaschen und zumindest für mich völlig überraschend nach sehr langer Zeit mal wieder Uta Kelting-Schubert, die ich vom Wollfest Hamburg 2014 kenne. Sie hat jetzt zusammen mit Maren Quitsdorf den Wollladen Wilde Engel Stricken

Die Firma Gepardgarn scheint ein kleiner, aber feiner Garnhersteller zu sein.

Für mich ganz neu gab es eine vom Bund geförderte Ausstellerinsel mit jungen Firmen. Mit dabei Das Mondschaf

Und gleich daneben der Stand von Pattarina, eine App, die lästiges Schnittmuster abpausen und kopieren und ausschneiden überflüssig machen wird. Wer die Idee und/oder die sympathischen Macher unterstützen möchte, kann noch Kickstarter-Unsterstützer werden. Ich bin es schon.

Fasziniert haben mich noch diese japanischen Stickereien, die Sashiko (Wikipedia-Link) heißt, und die dazu passenden Stoffe. Das Punktraster lässt der Fantasie alle Möglichkeiten. Sind diese Untersetzer nicht phantastisch?

An diesem Pullover (links im Bild) schieden sich mal wieder Sepps und mein Geist. Ich finde ihn super, Sepp gefiel er gar nicht. Ich erspare euch das Zitat seiner Einschätzung.

Am Stand von Rosy Green Wool herrschte wie immer viel Andrang.

Diese Bänder haben es mir angetan – für jeden Geschmack etwas dabei.

Am Stand von Prym arbeitete Daniela Johansenova mit dem Ponponmaker. Ob sie den Sessel auch bestückt hat? 😉

Bei Schachenmayr hat unter anderem auch der Trend zur Tracht Einzug gehalten.

Hatten wir solche Bobbel nicht gestern schon bei Katia gesehen?

Weiter Eindrücke von Schachenmayr

Bei Lana Grossa faszinierte mich dieser Mantel. Und das tolle blaue Tuch.

Ganz besonders interessant fanden wir beide die Wolle von Elbwolle. Wenn die nächsten fest geplanten Pullover/Jacken für Sepp gestrickt sind, werden wir diese Wolle testen.

Und nun noch eine Ergänzung zum Beitrag von heute morgen: die von uns bei Stoffabrics bestellten Stoffe sind nämlich in diesem tollen Quilt mit verarbeitet. Ich habe sie mit grünen Strichen markiert.

H+H Cologne 2019 Teil 2

Wie ich gestern schon schrieb, haben uns zwei niederländische Firmen „verführt“.
Als erstes wäre da die Firma Deknofa, die uns mit ihren Knöpfen betörte.

Und als zweites zog uns die Firma Polytexstoffen in ihren Bann mit einer tollen Auswahl an schönen Hemdenstoffen und mit softweichem Tencel, wie bei dem blauen Kleid.

Tolle Hemdenstoffe hat übrigens auch die Firma Stoffabrics aus Dänemark, bei denen wir zwei rote Stoffe bestellt haben. Zum Glück ist Sepp ein Mann, der durchaus auch ausgefallene Kleidungsstücke trägt.

Bei dieser Tasse von Strickimicki bin ich schwach geworden. Es gibt dazu die lustige Anekdote, dass ich mal auch für Sepps Mama gekocht habe, sie mein Essen lobte und ich erwähnte, dass ich lieber kochen als putzen würde. Darauf sie knochentrocken: „Ja, das sieht man.“ Offen bleibt, ob die damit den Zustand der Wohnung oder meines Körpers meinte.

Strickimicki empfahl dann noch diese Postkarte:

Die werden wir im Haus aufhängen. 😉

H+H Cologne 2019 Teil 1

Direkt an unserem ersten Messetag postet ich brühwarm unsere Eindrücke. So schnell war ich noch nie. Vorneweg: Das Wetter ist bombastisch. 20 Grad und wir sassen um halb fünf draussen. Inzwischen sind wir zurück im Hotel und machen heute Abend nichts mehr.

Schon heute Früh schien die Sonne.

Im Eingangsbereich vom Zugang West waren drei verschiedene Schaufenstergestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt und dazu auf einem Abreissblock die Anleitung zur eigenen Gestaltung. Wer sich dafür interessiert, schreibt einfach einen Kommentar, dann zeige ich die Anleitungen.

Malabrigo begeisterte uns, insbesondere die Färbung „Ravelry Red“ 🙂

Farbtrends sind dieses Jahr ganz klar einerseits rosé- und beerentöne, andererseits alle Schattierungen warmen gelbes, grau und grün-petrol. Ewig zeitlos ist nach wie vor blau.

Zum Trachtenthema in einem der Beispielschaufenster und zu meinem Dirndl passend würde auch dieser gestickte Schmuck passen.

Das hier ist Sticken in ganz hoher Kunst. Weder würde ich es daheim aufhängen wollen noch hätte ich die Geduld, es zu machen, aber ich bewundere es.

Manches auf der h+h ist dann aber nicht so toll, sondern mehr aus der Abteilung „was Zuviel ist, ist zuviel“.

Danach hatten uns die Niederländer mit Stoffen von polytexstoffen und mit Knöpfen von deknofa gefesselt. Mehr darüber später in einem eigenen Blogbeitrag.

Als nächstes zog uns die Wolle von baaramewe in den Bann. Die Wolle stammt ausnahmslos aus GB und wird auch dort gefärbt. Sie hat genau die richtige Textur für einen Fair-Isle-Pullover, wie ihn sich Sepp schon lange wünscht. Ich werde ein eigenes Design daraus machen. Die Farbauswahl haben wir gleich vor Ort getroffen.

Dann hüpften wir geographisch nach Island, denn von dort kommt die Wolle von einrúm her. Versponnen wird sie dann in Dänemark mit Seide. Sepp entschied sich für Rot, in dem Highlights in Grau eingestrickt werden.

Ein Hingucker waren die langen gehäkelten Abendkleider. Back to the 70th.

An diesem Kleid schieden sich unsere Geister, mir gefiel es, Sepp fand es furchtbar.

Lang Yarns punktet bei mir wie jedes Jahr durch die liebevolle Gestaltung ihrer Püppis. Da hängen nicht nur Strickstücke dran, sondern auch das „Darunter“ sind wunderbare und vollwertige Kleidungsstücke. Und Karohosen werden wohl wieder modern!!!

Online hingegen punktet eben nicht mit schicken Gesamtoutfits. Insgesamt sind deren Strickstücke opulenter.

Faszinieren ließen wir uns dann von einer Firma aus Japan: nippon-chuko. Sie haben wunderbare Stoffe, schöne Stickpackungen und die Körper für diese niedlich ausgestatteten Figürchen.

Katia ist teilweise sehr – ausgefallen. Aber der rechte Pulli ist toll.

Aus Stickgarn gehäkelter Schmuck:

Für Frl. Sonnenschein

Bei Pascuali waren wir von diesem Twinset sehr begeistert. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es mir in der Verena 2-18, aus der es ist, nicht aufgefallen ist. Und vorgestellt habe ich diese Verena bisher auch nicht. Ich muss sie erst mal daheim suchen…..

Auch sonst fanden wir viel Inspirierendes.

Jetzt noch ein paar Impressionen, unsortiert und wertneutral.

Ach ja – schreckliche Dinge, die nicht tot zu kriegen sind:

So, das war es für heute, wir sind schon auf morgen gespannt.

#Stricken macht glücklich

Heute werden wir uns auf den Weg nach Köln zur h+h machen. Und bestimmt treffen wir da die ein oder andere Autorin des Buches

strickenmachtglücklich – Lieblingsmodelle von Mütze bis Pullover: Mit den bekanntesten #knittersofinstagram: @jestil211 @susistrickliesel @stine_und_stitch @clubknit @madewithloops und vielen mehr* [Werbung]

Meins ist sogar mit Widmung von Julia aka @feinmotorik.blogspot, die ich sicherlich auch auf der h+h treffen werde.

Hier seht ihr die Autorinnen, die ihr natürlich auf Instagram suchen könnt:

Von den Modellen will ich euch gar nicht zu viel verraten, nur soviel – es ist für jeden etwas dabei. Vorneweg sind Stricktechniken erklärt, es gibt Schemazeichnungen und die Modelle sind einzelnen Schwierigkeitsstufen zugeordnet. Jede Designerin wird in einem Steckbrief vorgestellt, bei der jede folgende Punkte beantwortet hat.

Das Bedeutet Sricken für mich persönlich.
Deshalb macht Stricken mich glücklich.
So habe ich mit dem Stricken begonnen.
Das sind meine Lieblingsprojekte.
Hier stricke ich am liebsten.
Ich teile meine Designs online, weil….
Mein persönlicher Stricktipp
Was ich noch sagen möchte.

Die Modelle werden von den Designerinnen selber gezeigt, was mich ganz besonders angesprochen hat, denn es sind nun keine Models mit Modelmaßen, sondern ganz normale Frauen wie du und ich. Es gibt Anleitungen für Socken, Tücher, Jacken und Pullover. Und es macht Spaß, das Buch anzusehen. Die Fotos strahlen durchweg aus, dass die Designerinnen glücklich sind.

Trachtenmode stricken

Ich habe die Bücherei für mich entdeckt, wie ich bereits (doch noch nicht) in einem Blogartikel erwähnt habe. Auf der Suche danach fand ich übrigens einen Beitrag vom 26. November 2014, als es „die verstrickte Dienstagsfrage“ noch gab. Schade, dass es das nicht mehr gibt. Aber ich schweife ab: Bücherei Bad Aibling mit einer kleinen Auswahl von Strickbüchern. Zunächst habe ich einige ausgeliehen, die sich mit Trachtenstrickmode beschäftigen. Ich möchte sie euch hier gerne vorstellen.

Trachtenmode stricken: Pullover, Westen und Socken für die ganze Familie * [Werbbung]

Aus diesem Buch haben mir die folgenden zwei Modelle besonders gut gefallen:

Diese Herrenjacke ist auch wunderschön:

Es gibt in dem Buch auch tatsächlich Stricksachen für die ganze Familie:

Noch mehr angesrpochen hat mich allerdings dieses Buch: Neue Trachtenmode stricken (kreativ.kompakt.): Janker, Westen und Co. für die ganze Familie* [Werbung]

Ganz besonders diese beiden Jacken haben es mir angetan:

Aber auch dieses Tuch ist wunderschön und nicht nur zur Tracht zu tragen:

grüner Schal an St. Patricks-Day

Es ist soweit, der Schal Elbseeist fertig. Entgegen der ursprünglichen Anleitung habe ich den Mustersatz nur einmal quer über den Schal laufen lassen, denn wir haben festgestellt, dass die Haptik des Schales unter dem doch festen Muster leidet und Sepp wollte gerade das wunderbar Weiche der Wolle spüren. Es ist die simplinatural von HIKOO.

Und weil es so schön warm war und Sepp kein grünes T-Shirt am St.-Patricks-Day parat hatte, gibt es ein „Fastnackt“-Foto 😉

Gut kopiert ohne Auftrennen

Gestern habe ich euch ja von einem Schnitt für mein Lieblingskleid berichtet. Es beschäftigt mit schon länger, einen Schnitt von einem gut sitzenden Kleidungsstück abnehmen zu können, also habe ich mir kurzerhand zu Weihnachten selber das Buch Gut kopiert ohne Auftrennen: Schnittmustererstellung von Lieblingskleidung*(Amazonaffiliatelink) geschenkt.

Daraus gearbeitet habe ich noch nichts, aber was ich bisher gesehen habe, erklärt die Autorin sehr gut die Vorgehensweise. Gleichzeitig lernt man viel über Schnittführungen kennen und hat die Möglichkeit, sich seine eigenen Grundschnitte zu erstellen. Es wird mit einem Rockschnitt begonnen, denn Röcke sind schnitttechnisch mit die einfachsten Kleidungsstücke. Allerdings geht es weiter mit Schnittabnahmen bei Kleidern, bei Blusen und selbst bei Handtaschen. Ich denke, wer sich da durchgearbeiet hat, kann auch von komplexen Kleidungsstücken wie Blazern die Schnitte abnehmen. Gut erklärt werden auch Details, sie beispielsweise die Frage, welche Form sollte eine seitliche Einstecktasche haben.

Fazit: Ein Buch, das seinen Preis wert ist, ich würde es wieder kaufen. Dennoch bin ich froh, mir das gestern vorgestellte Heft gekauft zu haben, denn ich fürchte, bei solchen Schnitten wie eben bei diesem Kleid ist es sehr schwer, das Schnittmuster abzunehmen, denn der Stoff liegt ja nicht flach, sondern wird in vielen falten drappiert.

Lieblingskleid

An Silvester haben wir eine gute Freundin von mir am Bahnhof Rosenheim abgeholt. Und weil ich pünktlich da war (ja, auch das kommt vor), hatte ich Zeit, im Zeitschriftenladen zu stöbern. Dabei fiel mir das Heft „Fibre Mood“ in die Hände. Es sind überwiegend sehr moderne Sachen darin, aber ein Kleid hat es mir sofort angetan, ähnelt es sehr einem Schnitt eines meiner Lieblingskleider. Es heißt Kamille.

Wirklich toll finde ich, dass das Modell an zwei Frauen verschiedener Kleidergrößen gezeigt ist. Links trägt es ein Modell in Größe 36 mit 177 cm Größe und rechts trägt es ein Modell in Größe 46 mit 178 cm Größe.

Warum es relativ lustig ist, dass ich jetzt diesen Schnitt gefunden habe, erzähle ich euch morgen in einem neuen Blogartikel. Das war auch der Grund, warum ich tatäschlich mit dem Kauf dieses Heftes (mit 12,50 € ja nicht direkt ein Schnäppchen) drei Tage gewartet habe, bis wir meine Freundin wieder zum Bahnhof Rosenheim gebracht haben.