Wollmarkt Vaterstetten 2017

Dieses Wochenende war es wieder so weit, der Wollmarkt Vaterstetten hatte seine Reitstalltore geöffnet.

Es gab mehr Aussteller als in den vergangenen Jahren, zumindest hatte ich diesen subjektiven Eindruck. Aber, auch subjektiv, weniger Aussteller mit Strickwolle. Egal, macht euch selber ein Bild davon:

Noch nie aufgefallen, aber wohl schon immer mit dabei, ist diese Dame mit Bildern aus Wolle:

Zünftige Musik gab es auch:

Spinner unter sich:

Der Spruch ist toll:

Für solche Sitzkissen für die Küche werde ich jetzt sparen, sie werden in einer WfB gefertigt.

Natürliche Herbstdeko:

Meine Freundin schenkte mir diese Freundschaftsschnecke:

Und last but not least hat dieser Strang noch den Besitzer gewechselt, aus ihm werde ich den Seashell von Nicolor stricken.

Und da ich ja nach wie vor der Meinung bin, dass zu viel handgestricktes in der Kleidung die Schönheit der einzelnen Teile nicht genügend herausstreicht, kann ich mir ja hier bequem einen passenden herbstlichen Strickpullover heraussuchen.

Vera Sanon: Lieblingspullover stricken

Es ist da, das erste deutschsprachige Buch von Vera Sanon: Lieblingspullover stricken: Kuschlige Modelle für jede Jahreszeit

Vera Sanon, eine Amerikanerin mit deutschen Wurzeln, die eigentlich jedes Jahr in den Sommermonaten verschiedene Kurse in ganz Deutschland anbietet, hat die Contiguous-Methode entwickelt oder – falls ich damit falsch liege – sie definitiv vervollkommend. Tichiro hat dazu mal ein PDF veröffentlicht.

Es sind 13 (ja, in der Tat, dreizehn!) verschiedene Modelle, alle zeitlos, tragbar, genau mein Stil. Sie können auch alle bei Ravelry angesehen werden.

Auf den ersten Seiten des Buches werden noch allgemeine Stricktechniken und eben diese Continguous-Methode ausführlich erklärt.

Ich habe zwar noch keinen Pullover aus dem Buch nachgestrickt, kenne aber die anderen Anleitungen von Vera Sanon und daher mein Fazit: eine klare Kaufempfehlung!

Ois um d’Woi 2017

Vergangenes Wochenende war es wieder so weit, das niederbayerische Landwirtschaftsmuseum hat seine Pforten für „Ois um d’Woi“ geöffnet. Es war, wie jedes Jahr, ein schnuckeliges, gemütliches Wollevent, in dem bodenständiges Wolliges, Filziges, Genähtes und Essbares angeboten wurde.

Hier einfach mal ein paar Bilder für einen Eindruck, der keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

Vielen Dank liebe Heike Weber fürs Organisieren:

Ist jemandem vom Euch dieser schöne Türbogen aufgefallen?

Originell ist hin und wieder allerdings die Auszeichnung so mancher Wolle (da müsst ihr jetzt schon wirklich draufklicken, um es zu sehen): Sind es jetzt 30% oder 70% Yak. Und ist Yak das gleiche wie Hochlandrind?

Und das hier ist meine Ausbeute

HoseOnline

Ich habe es getan: Ich habe einen mir bisher unbekannten Shop für Kleidung ausprobiert, nämlich HoseOnline.

Die Ware kam schnell und überraschend wenig verpackt gut bei mir an:

Dass mir nun die Hose zu klein ist, ist definitiv nicht das Verschulden der Firma, irgendwie habe ich mich da wohl im Dschungel der Jeans-Größen vergaloppiert. Ich werde also gleich auch noch ertesten, wie das Umtauschen in diesem Online-Laden funktioniert.

Sehr gut passt mir aber der bestellte Pullover der Marke Cecil:

Farblich passt er prima zum Zickzackschal, den ich gerade aus Schoppel-Zauberbällen stricke. Die Handtasche von Baldinini passt jedenfalls farblich auch ideal.

Fazit: Eine riesige Auswahl an Bekleidung, insbesondere an Hosen, ein schneller Service und wenig umweltbelastendes Verpackungsmaterial, so mag ich Online-Shoppen. Eine klare Empfehlung für diesen Shop.

#HoseOnline

CraSy Mosaik – Dreieckstücher Stricken

Es gibt einen neuen Stricktrend, nämlich das Mosaikstricken. OK, die Technik ist nicht neu, es handelt sich um sogenannte Hebemaschenmuster. Dabei wird zwar insgesamt mit zwei verschiedenen Farben gestrickt, aber je Reihe hat man immer nur eine der beiden Farben auf der Hand.

Jedenfalls ist zu dem Thema aber ein neues Buch erschienen, nämlich CraSy Mosaik * von Sylvia Rasch.

Wie gesagt, alles Tücher mit fantastischen Mustern, die eben auf dem Hebemaschenprinzip beruhen. Morgen vor exakt drei Jahren habe ich eine Jacke mit der gleichen Technik begonnen, die noch als UFO (unfertiges Objekt) irgendwo in meinem immer noch nicht vom Umzug ganz beseitigtes Chaos der Stricksachen und Wolle liegt

Aber ich schweife ab. Die in dem Buch vorgestellten Tücher sind ausnahmslos Dreieckstücher und man kann sie allesamt in zwei verschiedenen Varianten stricken, nämlich als gleichschenkliges oder als rechtwinkliges Dreieck.

Dazu gibt es eine Doppelseite mit verschiedenen Tragevarianten. Lustig fand ich die Darstellung der unteren Rückseite der Zeichnungen. Sagt selbst, sieht das nicht aus, als wäre die Dame unten rum nackt? Oben rum tragen sie definitiv Shirts.

Auf jeden Fall ist das Tuch des Titelbildes mein Favorit:

Leider ist das Buch noch nicht in der Ravelry-Datenbank eingepflegt, so dass ich euch gar keinen Überblick über alle Modelle zeigen kann. Fest steht aber, die Hebemaschentechnik ist sehr ausführlich und anschaulich beschrieben, das Buch enthält auch Tipps zur Farbwahl und die Modelle sind alle sehr schön und geschmackvoll. Daher mein Fazit: eine klare Kaufempfehlung.

Crochet Summer 2017

Die gleichen Freunde, die mich mit der Knitscene erfreut haben, haben mir auch noch die Crochet Summer 2017 mitgebracht.

Nun bin ich ja bekennender Häkellegastheniker (beim Stricken muss ich nicht so intensiv hinschauen, wie beim Häkeln, vermutlich auf mangelnde Übung zurückzuführen), aber in diesem Heft sind einige wirklich interessante Modelle drin. Für den Anfang könnte ich vielleicht mit diesen lustigen Läppchen anfangen:

Filethäkelei wird ausführlich beschrieben, das Heft ist also durchaus für unerfahrene Häklerinnen geeignet:


Ich habe übrigens für eine Freundin mal diesen wahnsinnigen Tischläufer mit über zwei Meter Länge gehäkelt:
Link zu Ravelry

Inzwischen habe ich einen Esstisch mit 250 cm Länge. So ein Läufer würde mir auch gut darauf gefallen, vielleicht wage ch mal ein neues Mammutprojekt dieser Größenordnung.

Sehr gut gefällt mir diese Tasche und das Projekt könnte übersichtlich genug sein, dass eine gute Chance besteht, dass ich es auch zu Ende bringe.

Flower-Power und Häkeln passt immer gut zusammen:

Dieser Hut könnte auch von den 70ern inspiriert sein:

Dies hier ist ein Summerplaid, gehäkelt aus Grannys, aber durch die sehr dezente Farbgebung wirkt es gar nicht so rustikal, sondern eher elegant:

Eine wirklich lustige Idee für ein ganz schnelles Mitbringsel finde ich diese „Schmuckstücke“:

Sehr ansprechend finde ich auch dieses Oberteil, obwohl ich sonst kein Anhänger von gehäkelter Oberbekleidung bin.

Mein persönlicher Farvorit ist dieser Schal. Er ist zwar aus Merino-Wolle gehäkelt, ich kann mir aber gut vorstellen, dass er sich auch aus den neuen Cotton-Zauberbällen von Schoppel gut häkeln lassen kann. Sozusagen ein Sommerschal, ich habe ja schon einen aus Bambusgarn gestrickt.

Gehäkelt wird er in „normaler“ Technik und mit tunesischer Häkeltechnik. Bevor ich loslege, müsste ich mir also erst Häkelnadeln fürs tunesisch Häkeln besorgen. Äh – und meinen restlichen Stash mal ein bisschen reduzieren, ich habe mir selber ein Wollkaufverbot auferlegt.

Diese Oberteile finde ich auch sehr gelungen. Zu Sommergarderobe scheinen gehäkelte Oberteile wirklich gut zu passen:

Sehr gut und für andere Zeitschriften druchaus nachahmenswert finde ich im übrigen diese MOdellübersicht auf der letzten Seite. Bei Burda-Nähzeitschriften gibt es das auch, warum nicht auch bei allen Strickzeitschriften?

Fazit: Ich habe zwar sehr selten deutschsprachige Häkelzeitschriften in der Hand, mein subjektives Empfinden ist aber, dass dieses Heft wesentlich moderner und zeitemäßer ist und ihm nicht der Mief vergangener Häkeldeckchen anhaftet. Aber das kann natürlich auch meinem mangelndem Interesse an deutschen Häkelzeitschriften geschuldet sein. Ich verspreche, bei nächster Gelegenheit werde ich mich in einem Zeitschriftenladen mal diesbezüglich genauer umschauen.

Knitscene Herbst 2017

Liebe Freunde brachten mir die Knitscene Fall 2017 mit und ich werde euch mit einem kleinen Bericht daran teilhaben lassen:

Wie das Cover schon verspricht, gibt es verschiedene Jackenanleitungen. Mir persönlich haben die folgenden am besten gefallen:


Zeitlos, klassisches Design haben mir sofort gefallen. Vielleicht war aber auch die Farbe entscheidend, denn in diesem schönen Senfgelb habe ich mir als gaaaanz junge Frau mal einen Pullover gestrickt. Der ist nicht mehr erhalten und Fotos gibt es davon meines Wissens auch keine.


Diese Jacke eignet sich hervorragend für handgefärbte Garne (ich habe da noch einige Wollmeisen gut abgelagert daheim) und der Schnitt ist mit diesen diagonalen Taschen sehr pfiffig.


Hier ist auf jeden Fall die Schnittführung einen zweiten Blick wert, wenn ich mir auch nicht sicher bin, ob das Jäckchen am Ende nicht altmodisch wirkt. Gestrickt aus 5er Nadeln müsste es relativ schnell gehen und passendes Garn könnte sich auch noch in meinem Stash finden.


Hier machen definitiv die Blenden die Jacke zu etwas besonderem.

Die anderen Jacken haben mich persönlich nicht angesprochen, aber einen noch besseren Überblick könnt Ihr euch auf Ravelry ansehen.

Es gibt dann auch noch Schals, Mützen, Tücher und auch Socken. Schöne Socken. Sehr schöne Socken. Auch die Riemchenpumps sind schön und bestimmt hätte es sie auch in der für die zierlichen Füße des Manniquins passenden Größe gegeben. ABER zusammen sieht das nicht aus. Überzeugt euch selbst:

Eine tolle Idee für eine Kleinigkeit finde ich das hier, aber vielleicht bin ich auch einfach viel zu sehr 80th.

Fazit: Für teures Geld an einem Kiosk, der ausländische Zeitschriften führt, würde ich sie mir nicht kaufen. Aber als Mitbringsel habe ich mich sehr darüber gefreut.

Rowan Magazin Number 62

Heft Nummer 62 von Rowan ist auf dem Markt. Wie eigentlich immer liefert Rowan wieder ein Heft voller wunderbar klassischer Modelle, die ich mir größtenteils sofort nachstricken würde, wenn ich selber nur ein bisschen klassischer wäre. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Hier mal ein paar Eindrücke der Modelle:

Nicht sehr gelungen finde ich diese Kombination, aber auf der gegenüberliegenden Seite ist diese Jacke mit legerer Kleidung kombiniert, da gefällts mir gut.

Überhaupt, manches mal finde ich die Perlchen zu viel, aber dieses Modell gefällt mir auch gut:

Hier finde ich den Übergang des Musters sehr schön, so ein echter Higucker auf den zweiten Blick:

Apropos zweiter Blick, dass dieses Modell auch das Titelmodell ist, fiel mir erst später auf, aber als ich es in der Zeitschrift sah, ließ es mir tatsächlich den Atem stocken. Ich glaube, diesen Pullover muss ich nacharbeiten. Ich habe noch Cashmir-Garn von Katia daheim liegen, das müsste von der Garnstärke her passen. Ich zeigs euch am Wochenende – falls nicht wieder das Leben was dazwischen wirft.

Bei diesem Pullover finde ich das Muster auch sehr apart:

Ich glaube übrigens, ich weiß, wo dieses Bild entstanden ist, das müsste der Stadtteil Kensington in London sein. Hier unterwegs habe ich das Foto nicht parat, aber das suche ich auch am Wochenende, siehe oben:

Diese Jacke finde ich übrignes höchst ungeeignet für meine Figur, ich wirke im Außenspiegel vom LKW schon so dickbäuchig:

Alles in allem würde ich mir dieses Heft kaufen, wenn ich es nicht schon hätte, denn allein der „britische“ Stil der Modelle lädt zum Schmökern und Träumen bei einer guten Tasse Tee ein und wie gesagt, alle Modelle sind gut nachstrickbar.

Verena Stricken, Herbst 2017

Titelbild Verena Herbst 2017

Nicht mehr ganz druckfrisch, aber dennoch das derzeit aktuelle Heft auf dem Markt von Verena Stricken ist die Herbstausgabe 2017. Der erste und bisher einzige Bericht in der Welt der Blogger, der mir bisher aufgefallen ist, ist der von Angela Twoday, der sich weniger mit den vorgestellten Modellen denn mit den diversen redaktionellen und orthographischen Fehlern dieser Ausgabe befasst. Zugegebenermaßen lassen diese auf eine schlampige Arbeit schließen und man müsste eigentlich von einer renommierten Strickzeitschrift wie der Verena anderes erwarten können. Aber ich will mal mein Hauptaugenmerk auf die Modelle legen.

Das Titelbild erinnert mich an die Ausgabe 10/2010 der Sabrina. Vergleicht mal selber:

Leider ist der Inhalt auch nicht so ansprechend, wie ich es früher von der Verena gewohnt war. Geschmackvoll finde ich dieses gehäkelte Kleid im Missoni-Stil:

Missoni-Stil Häkelkleid
Missoni-Stil Häkelkleid

Das könnte aber mit meinem aktuellen Projekt, einem Zickzack-Schal aus einem Schoppel Zauberball und einem Schoppel Zauberball crazy, zusammenhängen:

Dieses Muster gefällt mir auch gut, aber kein Wunder, ich mag ja auch Burlingtonsocks:

Die 80er scheinen auch zurück zu sein, jedenfalls trug ich damals Baumwollpullover in solchen graphischen Mustern mit Vorliebe:

Coco Chanel darf auch nicht fehlen und ich gebe zu, ich habe ein Faible für diesen eleganten Stil und wäre gerne etwas mehr Grand Dame, aber in diesem Leben werde ich das wohl nicht mehr schaffen:

Dieser Kinderpullover gefiel mir auch sehr gut:

Das hier scheint mir ein Suchbild zu sein: Wo ist das gestrickte Teil?

Übrigens gehe ich beruflich neue Wege, ich habe mir einen Traum erfüllt und fahre jetzt richtig große Fahrzeuge, wenn ich nicht gerade auf dem Beifahrersitz sitze und blogge oder stricke:

Wollfest Leipzig, die Nachlese

Endlich ist es soweit und ich berichte über das Wollfest Leipzig 2017. Es hat zeitgleich zum Edinburgh Yarn Festival stattgefunden, was ich gar nicht so auf dem Plan hatte. Es waren also 90% der echten Woll-Nerds gar nicht im Lande, was sich beim Umsatz schmerzhaft bemerkbar gemacht hat. Dennoch war die Stimmung toll.

 

Erstmals waren auch Aussteller auf der Galerie.

Und hier mal ein Beispiel, wie bunt gefärbte Wolle dann verstrickt aussieht:

Danke an Frl. Sonnenschein für einen Teil der Fotos und für das Stricken der Maschen- und Farbprobe.